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Erlernen und Training der Morsezeichen
- Morsen lernen - Erste Schritte
- Wichtige Allgemeinhinweise
- Widerstände beim Morselernen
- Die korrekte Morse-Funkerschrift
- Empfohlene Lernreihenfolge
- Koch-Verfahren - Linkhinweis
- Lernhinweise zum Gehörlesen
Morsen lernen - Erste Lernschritte
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Bist du sportlich?
Bist du Individualist?
Liebst du das Besondere?
Liebst du die Herausforderung?
Dann bist du hier genau richtig!
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Das effektive Lernen der Morsezeichen bedarf einer zielgerichteten Planung. Im Rahmen moderner Möglichkeiten sind
Morsezeichen bequem im Selbststudium zu erlernen. Im Internet finden sich viele praktische
Lernhilfen! Die Teilnahme an der großen Telegrafiewelt ist somit nur eine Frage der Zeit! Ein Versuch ist es
wert!
Zeitansatz zum Morselernen
Ein verlässlicher Lernzeitraum bis zu einer praktikablen Verkehrs-Geschwindigkeit kann nicht bestimmt werden. Dazu ist
bei den Lernenden die Methode, der Fleiß, das Talent und die drängende "innere Hitze" zu
unterschiedlich. Es ist wie überall im Leben: Der eine ist schneller, der andere langsamer!
Folgender Zeitanhalt kann jedoch als Richtschnur dienen:
Übungsintensität:
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Alle Zeichen in:
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Ziel 60 BpM:
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Täglich (rege)
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3-5 Wochen
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3-4 Monate
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Täglich (1x)
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6-10 Wochen
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4-8 Monate
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Wöchentlich (2-4x)
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12-20 Wochen
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6-12 Monate
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Wöchentlich (0-1x)
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Schade!
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Wesentlich ist die Beachtung
dieser drei Lernparagraphen!
Wer nach diesen Regeln lernt,
wird nach kurzer Zeit die Kunst
beherrschen!
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Erste Schritte - oder wie beginne ich...
Anzustreben ist das Erlernen der Morsezeichen mit Unterstützung eines Telegrafisten aus der näheren Umgebung.
Hinweise zum nächsten Radio-Ortsverband gibt es beim Deutschen Amateur
Radio Club. Für ein Selbststudium helfen folgende Hinweise:
| - Empfohlenes Lernprogramm herunterladen
und installieren. |
| - Programmeinstellungen und -funktionen kennenlernen. |
| - Hörgeschwindigkeit auf
mindestens 60 BpM/12 WpM einstellen. |
| - Unter Optionen den größten
Wort-/Zeichenabstand einstellen. |
| - Funktionstests durchführen und Schreibmittel
bereitlegen. |
| - Die ersten 3-4 Buchstaben einer Lernreihenfolge
auswählen. |
| - Das Klangbild dieser Zeichen durch
Tastendrücken einprägen. |
| - Im Morseprogramm 50 Zeichen oder 2 Hörminuten
einstellen. |
| - Zufallsgenerator einschalten und gehörte Zeichen
schreiben. |
| - Vergleich der eigenen Zeichen mit der
Bildschirmdarstellung. |
| - Wichtig: Fehler sind hier völlig normal
- Keine Entmutigung! |
| - Bei >10% Fehler wiederholen, bei <10% Fehler neues
Zeichen. |
| - Beachtung der nachstehenden wesentlichen Lernhinweise! |

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Wichtige Allgemeinhinweise
zum häuslichen Übungshören |
- In einer neuen Trainingsstunde nie mehr als
maximal vier neue Zeichen.
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| - Das wöchentliche Regelpensum umfasst 3-6 neue
Zeichen (Ausnahmen!). |
| - Die Zeichen sind nur als Klangbild zu lernen, nie(!) als Striche oder Punkte. |
- Die Zeichen werden nur in der gemischten Form gelernt, nicht als e i s h 5.
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| - Jedes gehörte Zeichen ist sofort und ohne
Nachdenken niederzuschreiben. |
| - Ein nichtverstandenes Morsezeichen wird sofort
durch einen Punkt ersetzt. |
| - Einzelne Morsezeichen schon von Beginn an in
Betriebsgeschwindigkeit. |
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| - Zu Anfang sind größere Abstände zwischen den Einzelzeichen notwendig. |
| - Diese Abstände sind, entsprechend den Fortschritten, stetig zu verringern. |
| - Mündliches, taktweises Nachsprechen der Zeichen bei Anfangsproblemen. |
| - Die Zeichen sind in der Freizeit leise von
Plakaten, usw., "abzusummen". |
| - Als tägliche Trainingsdauer sind mindestens
30 Minuten anzustreben! |
| - Ein Tagespensum lieber mehrmals kurz mit Pausen,
als einmal zu lang! |
| - Nur im "aufgeweckten" Zustand üben
- Müdigkeiten werden behindern! |
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| - Kurz vor dem Schlafengehen ein 5 -10 Minuten
langes "Psychotraining"! |
| - Übungen auf Player aufnehmen und zeitweise an
anderen Orten hören! |
| - Gelassenheit ist durch langes zeitliches
"Ermüdungshören" zu fördern! |
- Eine statistische Auswertung der häufigsten Fehler ist
aufzustellen.
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- Isoliertes Training der häufigsten Verwechslungen und
Fehlerzeichen.
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- Eine Übungsgeschwindigkeit "muss" leider immer etwas
fehlerhaft sein.
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- Die Fehlerquote soll wegen des Lerndrucks bei ca. 10 Prozent
liegen.
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| - Im Verlauf des Trainings zunehmend Klar- und
Amateurfunktexte üben! |
- Zwischendurch immer zur Lockerung mit der Geschwindigkeit "spielen"!
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- Frühzeitige Gewöhnung an verschiedene Tonhöhen und leise
Störungen.
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- Einen erfahrenen Telegrafisten um Gebetraining und Kontrolle
bitten.
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Das betrieblich notwendige Morsetasten-Gebetraining erfolgt meist über den
Telegrafie-Mithörton einer nicht sendenden Funkanlage, einen einfachen Tongenerator (z.B. AATiS-Bausatz) oder über die Gebefunktion eines guten Übungsprogramms. Daneben können getastete Morsetöne auch mit einem Dekoderprogramm kontrolliert werden.
Wird ein Tempo von ± 60 Buchstaben pro Minute zufriedenstellend aufgenommen, sollten bereits Vorbereitungen für
die ersten praktischen Funkverbindungen erfolgt sein. Hierzu weitere Hinweise für den Einstieg in
erste Funkverbindungen.
Widerstände beim Morselernen
- Beim Lernen des CW´s bilden sich Lernplateaus!
- Fortschritte stagnieren oft über eine gewisse Zeit.

- Kein Grund zur Beunruhigung und Entmutigung!!!
- Es finden dabei Änderungen im Lernprozess statt.
Die korrekte Morse-Funkerschrift
Wegen großer Buchstabenähnlichkeiten in der schnellen Schreibschrift entstand die typische Funkerschrift. Zur
Vermeidung von Fehlern wurden einzelne Buchstaben in abgewandelter, eindeutiger Form geschrieben. Dies war besonders
wichtig für den kommerziellen, kryptierten Funkempfang und für die Prüfungsniederschriften.
= Funkerschrift!
In normaler Schreibschrift wird häufig verwechselt:
d mit a, e mit l, q mit g, r mit v, u mit n und Ø mit o.
| - Keine Druckbuchstaben schreiben - nur Buchstaben
der Schreibschrift. |
| - Das Alphabet - als reine Schnellschriftübung
- zwischendurch trainieren. |
| - Nicht immer intensives Kontrollesen - Das
Schreiben ist viel wichtiger. |
Lern-Reihenfolgen der Morsebuchstaben
Der "Morsebaum"
Die ursprünglichen Lern- Reihenfolgen orientieren sich am Grundaufbau der Morsezeichen.
Sie sind systematisch nach den einzelnen Elementzahlen und den Aufbauformen ausgewählt. |

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| Klassische Lernfolgen |
| eish5 tmo[ch]0 avu4 ndb6 {a}wj1 ngö9 wü23 gz78 rlfp kxyqc
[usw.] |
| [Richtig morsen, Grötsch, 1942; Morsen, Sonnleitner, 1955] |
| eis h5 tmo [ch]0 au v4 nd b6 wj1 gö9 cz7 rf8 kl2 px=- äü3.;
[usw.] |
| [Morselehrgang, Diefenbach, 1962] |
| eis h5 tmo c0 au v4 nd b6 wj1 gö9 z7 rf8 k12 px- äü3.;
qy',? [usw.] |
| [Morselehrgang für den Funkamateur, Diefenbach, 1973] |
Ein Nachteil ist die große Verwechslungsgefahr aufgrund ähnlich klingender Morsezeichen (z.B. "sh5" oder
"db6") innerhalb einzelner Lerneinheiten. Daher wurden die Reihen aus didaktischen Gründen angepasst.
qxze wy jh or um vb ap cs dg kn li tf 1234567890 ) :".,?=- [usw.]
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[MORSEN leicht gemacht, Leberecht, 19??]
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elv0 asq t2 (+) oc d5 r,/ (SK) i9 gx f4 (IRR) nj u7 h, = kb p3
my
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zw ä(ae)6 ü1 ö? 8. [Morsen, Teichmann, 1965]
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Zeitgemäße, empfehlenswerte
Folge:
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e l v 0 a s q = t 2 o c d 5 r / i 9 g x f 4 ? 8 n j u 7 h ,
k
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b 3 p m y z w 6 . 1 [ggf. zusätzlich: - ( ) : " ä
ö ü [ch]]
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Variante der KOCH-Methode:
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k m u r e s n a p t l w i j z - f o y , v g 5 / q 9 2 h 3 8
b
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? 4 7 c 1 d 6 Ø x = (sk) : ) (irr) (ve) (eb) (ii)
(kn)
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Lernhinweise zum Morse-Gehörlesen
Das Gehörlesen der Morsezeichen, das Verstehen ganzer Wörter und Sätze ohne Niederschrift, gilt als Ziel der
Morsekunst. Gehörlesen bedeutet Entspannung!
Es gibt es viele Wege. Jeder Weg bietet Vor- und Nachteile.
Hauptsache ist: Eine rege Aktivität!
Tipp 1: Hören! Sei aktiv in vielen Standardverbindungen!
Standardverbindungen haben eine weitgehend feste Struktur. Mit dem anfänglich intensiven
Mitschreiben ergibt sich gleichzeitig eine große Text-Vertrautheit. Nach und nach erweist sich das Schreiben als
unnötig, da nächste Inhalte unmittelbar aus der Erwartungshaltung heraus erkannt werden. Auf Grund der weiter
zunehmenden Verinnerlichung brauchen schließlich nur noch wesentliche Inhalte wie Name und QTH vermerkt werden. Ein
ständiges Mitschreiben verliert sich damit automatisch!
Tipp 2: Füge nach und nach offene Sprachanteile hinzu!
Die letzten Durchgänge der Standardverbindungen bieten die Chance für weitere persönliche Bemerkungen. Hier
wird gerne in offener Muttersprache telegrafiert. Wird der allgemeine Abkürzungstext bereits gut verstanden, ergibt sich
hier die nächste Herausforderung. Ein paar Fragen, ein paar Bemerkungen in Klarsprache machen die Verbindung persönlich. Die anfänglich zu schreibenden
Wörter werden nach und nach vertrauter. Gleichzeitig verbessert sich die Hörleistung. Das Morsen wird sicherer!
Sind die vorgenannten Hinweise eher für normale Funkverbindungen geeignet, ergeben sich weitere Möglichkeiten durch
spezielle Trainingsformen.
Tipp 3: Klartexttraining mit einem Funkpartner
Wechselseitige Klartext-Telegrafie
Mit einem vertrauten Funkpartner wird sich (nur) per Morsetaste unterhalten! Die
Vertrautheit vermeidet große Hemmungen. Ob ganz langsam, ob holprig, ob sehr fehlerhaft oder mit vielen
Missverständnissen oder Wiederholungen - Es ist völlig egal!! Hier ist der Weg
das Ziel! Und wenn man sich nach langer Zeit gemeinsam daran erinnert, denkt man mit Freude an den erlebten Hamspirit!
Wechselseitiges Worttraining mit einem Funkpartner
Ein gutes Lernen ist die spielerische Hin- und Hertastung von kurzen bis sehr langen Ratewörtern auf einer
ungestörten, abgelegenen Frequenz. Hierbei wiederholen die Partner das jeweils gegebene
Wort. Nette Missverständnisse würzen den Verkehr!
In beiden Übungsfällen unterstützt eine überlagernde UKW-Verbindung. Sie hilft bei kleinen Problemen und
trägt zur gemeinsamen Freude bei! Spielerisch zum Erfolg!
Tipp 4: Training mit einem Computer-Übungsprogramm
Moderne Technik erleichtert das Gehörlesetraining! Viele gute Lernprogramme bieten die
Möglichkeit der individuellen Texteingabe. Hier kann der Übende einen beliebig langen, vorbereiteten
txt-(Internet-)Klartext als Eingabedatei nutzen. Der Text sollte lang genug gewählt werden, um eine Wiedererkennung zu
erschweren. Mit geschlossenen Augen kann dann der Funker den Text wirken lassen. Langsame Geschwindigkeiten oder
größere Wortabstände erleichtern dabei das Lernen.
Weitere Hinweise: Tipps und Tricks zum Erlernen der Schnelltelegrafie!
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