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Allgemeine Betriebstipps zur Verbesserung des Funkbetriebs
- Morse-Saudrücker und Linker-Fuß-Geber
- Hilfen zur Morsetelegrafie bei Problem-Feldstärken
- CW-Kanalspeicher-Durchlaufbetrieb
- Telegrafie-Frequenzeinstellungen
- Flüssiger Funkverkehr durch einen FULL-BK-Betrieb
- Fachgerechte Anwendung aller Bedienelemente
- Besondere Z-Gruppen für die Morsetelegrafie
- Besondere Aufwärmübung für den Telegrafisten
- Spezielle Quarz-Q-Gruppen
- Tönende Telegrafie auf UKW (F2A)
Morse-Saudrücker und Linker-Fuß-Geber
Ein schlechter Morsegeber wird als "Saudrücker" (QSD) bezeichnet. Netter, aber
nicht viel besser, klingt "Linker-Fuß-Geber" (QLF). Gebefehler erschweren den
Funkverkehr. Wo liegen die Ursachen?
Nichteinhaltung von Wort- und Buchstabenabständen
"q dr Ø= rv5 795 79 = qtheus kirche
neusk irchen = xm elud wig"
Abstände werden nicht eingehalten. "Guter Tag" wird zu "Q" und der andere OM wird zur Null! Falsche
Abstände verbeulen die Sprache und verwirren den Funker. Der Verkehr ermüdet, ein schnelles "QSL 73" wird
herbeigesehnt, eine längere Unterhaltung vermieden!
Nichtbeherrschung der gewählten Verkehrsgeschwindigkeit
"gt br om x rht 579 hz9 x qt5 euhksrc5en euskerchen x nami ludwsg"
Punktesalat! Das Tempo wird nicht beherrscht. Punkte "rutschen oder blockieren". Die elektronische Taste ist
für den Funker zu schnell eingestellt. Er telegrafiert auf Kosten der Gegenstation, egoistisch möchte er flott
erscheinen und auf Biegen und Brechen ebenso schnell sein. Anspruch und Wirklichkeit klaffen dabei auseinander. Hier sind
Redundanzfähigkeiten mithörender Funker gefordert.
Treten beide Formen gemeinsam auf, wird es problematisch! Dies ist besonders bei "Windhund-Telegrafisten" zu
beobachten, die zwanghaft ein viel zu hohes Tempo geben.
"q br Ø= rv 57 9hz 9x qt5 eu skirc5e
neuske rchen xmel udwsg"
Zugegeben: Leicht übertrieben! Aber leider nicht abwegig!

Wie können derartige Fehler vermieden werden?
Langsamer Geben
Ein wenig Bescheidenheit erfreut den Partner! Warum nicht einfach langsamer geben? Fehlerfreies Morsen erhöht den
Genuß und die Akzeptanz. Wer liebt nicht eine perfekte Morsehandschrift?
Ermüdet und verwirrt uns nicht auch ein hektisch unsauberes Sprechen? Das gilt ebenso für das Morsen!
Gebe-Trockenübungen
Perfekte Funker morsen zur Übung und ohne HF-Abstrahlung oft seitenweise Texte. Das Wortgefühl wird gestärkt,
korrekte Abstände antrainiert. Kein Musiker geht ohne Übung vor das Publikum. Und der Telegrafist?
Klartext-Übungen mit dem Computer
Verschiedene Morseprogramme können beliebige Textfiles zur Morseabgabe verwenden.
Dabei ist eine freie Geschwindigkeitswahl möglich. Ein übliches Textprogramm hilft bei einer notwendigen
Konvertierung. Die wachsende Hörsicherheit überträgt sich auf das Geben. Fehler werden vermieden, die
Morsetelegrafie wird zur Musik!

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Niemand möchte als "Saudrücker" oder als
"Linker-Fuß-Geber" bezeichnet werden. Wir sind Amateure und erfreuen uns an den Morsezeichen. Daher ist
Hamspirit Ehrensache!
Also: "dr om nil ok pse QRS".
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Hilfen zur Morsetelegrafie bei Problem-Feldstärken
Häufig ergeben sich im Funkbetrieb sehr schwache, bzw. durch schlechte atmosphärische Bedingungen (QRN),
gestörte Signale an der Hörgrenze. Unabhängig von den Tricks bei
Störungen (QRM) ergeben sich auch hier funkbetriebliche Möglichkeiten.
Problem: Wie sind diese Verbindungen betrieblich zu retten?
Lösung: Durch Nutzung/Umsetzung geeigneter Q-Gruppen.
QRS - Um QRS bitten und/oder selbst langsamer geben.
Langsameres Geben verbessert die Lesbarkeit bei schlechten Verbindungen erheblich. Bedenke dabei:
Es ist immer(!) der Empfänger das Ziel - nicht die (eigene) Morse-Eitelkeit!
QRO - Um QRO bitten und/oder selbst Leistung erhöhen.
Manche Stationen arbeiten - trotz leistungsfähiger Station - oft mit (viel) kleineren Leistungen. Dies ergibt sich durch
einen sportlichen Reiz (QRP) oder einer Notwendigkeit zur Leistungsreduzierung (bci/tvi). Eine (kurze)
Leistungserhöhung - sei es auch nur um wenige Dezibel - kann die Lesbarkeit erheblich verbessern.
QSZ - Um QSZ bitten und/oder selbst doppelt geben.
Liegen sehr geringe Feldstärken bei gleichzeitigen Schwundbedingungen (QSB) vor, ist das doppelte (oder mehrfache) Geben
jedes Wortes oder jeder Abkürzung ein gutes Hilfsmittel. Auch wenn dies ungewohnt ist - in den Schwundbergen kann es
vielleicht verstanden werden. Zusätzlich helfen die Abkürzungen für Fragen und
Wiederholungen bei Störungen.
QSY - Um Frequenzwechsel bitten oder nachfragen.
Frequenzwechsel auf das nächst tiefere oder höhere Amateurfunkband. Liegen geeignete ionosphärische Bedingungen
vor, kann ein Funkverkehr auf mehreren Amateurfunkbändern möglich sein. Hieraus ergeben sich gleichzeitig
veränderte Signal-/ Rauschverhältnisse. Die Qualität einer Funkverbindung kann sich damit verbessern.
Wichtig ist: Ergibt sich nach einem Frequenzwechsel kein Funkkontakt, wird nach einigen
längeren Anrufversuchen auf die vorhergehende (zuletzt funktionierende) Frequenz geschaltet.
In allen Fällen sollten langatmige Erklärungen vermieden werden. Bei betrieblich schwierigen Verbindungen sind
kurze Durchgänge und korrekte Abkürzungen das wichtigste Mittel. Ein gekonnter Zwischenhörverkehr (QSK) ist dabei sehr hilfreich.
CW-Kanalspeicher-Durchlaufbetrieb
Problem: Suche nach guten Bekannten Treffpunktfrequenzen.
Wer hat es nicht schon einmal erlebt? Man sitzt im Check und bastelt, möchte aber gleichzeitig für gute Freunde
empfangsbereit sein. Viele typische Treff-Frequenzen sind bekannt, aber der Transceiver steht
leider nur auf einer Frequenz.
Viele moderne Geräte bieten heute die Möglichkeit des "Memory Scrolls". Besteht bei einer anderen
Tätigkeit gleichzeitig die Lust auf eine Funkverbindung, ist ein automatisches Abscannen der bekannten oder bevorzugten
Treff-Frequenzen geradezu ideal.
Beispielhaft können folgende Frequenzen gescannt werden:
Frequenz
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Nutzung 3,5
MHz
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Frequenz
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Nutzung 7,0 MHz
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3525 kHz
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HSC-International
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7025 kHz
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HSC-International
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3547 kHz
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Bug-Aktivität
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7017 kHz
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Bug-Aktivität
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3555 kHz
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QRS-Aktivität
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3556 kHz
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QRQ-DL
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7024 kHz
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QRQ-DL
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| 3560 kHz |
QRP-Anruf |
7030 kHz |
QRP-Anruf |
3569 kHz
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QRQ-DL
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| 3573 kHz |
AGCW-Club |
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BUG-, QRP- und/oder QRQ-Fans können auf
diese einfache Weise im Hintergrund ihre Lieblingsfrequenzen - je nach Vorliebe - beobachten! Ungehörte CQ-Rufe verringern sich - der größeren Aktivität ist Genüge getan!
Neben dieser klassischen Scanfunktion haben einige moderne Geräte auch einen programmierbaren Bandsuchlauf. Mit einer
einstellbaren Suchlaufgeschwindigkeit kann ein frei wählbarer Frequenzabschnitt
abgetastet werden. Morsesignale sind dadurch schnell erkennbar. Diese Funktion eignet sich besonders für
"einsame" Morsebereiche.
Die Telegrafie-Frequenzeinstellung
Die Morsetelegrafie ist eine schmalbandige Betriebsart. Besonders für den
störungsarmen Morsebetrieb sind exakt übereinstimmende Sendefrequenzen erforderlich. Sendet ein Partner
frequenzversetzt, ist die Gesamtbandbeite der Verbindung vergrößert. Eine Frequenz kann frei erscheinen, obwohl
sie belegt ist. Gegenseitige Beeinflussungen sind die Folge. Zur Vermeidung von Störungen durch Frequenzablagen ergeben
sich folgende Hilfen:
Moderne Transceiver
Bei vielen modernen Transceivern liegt eine genaue Frequenzübereinstimmung bei identischer Tonhöhe des
Mithörtons und des empfangenen Signals vor. Sind beide Töne gleich (in Schwingung), stimmt die eingestellte
Frequenz überein!
Ältere Transceiver
Ist dieses Hilfsmittel nicht gegeben, kann die passende Empfangstonhöhe mit Hilfe eines exakt auf einer bekannten
Frequenz arbeitenden Senders bestimmt werden. Auch kann bei korrekter Frequenzeinstellung die genaue Schwebungsablage einer
regelbaren Empfängerverstimmung (Clarifier, RIT) bestimmt werden. Eine kleine,
zusätzlich angebrachte Markierung kennzeichnet ggf. das genaue Schwebungsnull zur späteren Einstellkontrolle.
Getrennte Sende-/Empfänger
Bei getrennten Sende-/Empfängern erfolgt die Einstellung durch das berühmte "Einpfeifen". Hierbei wird
der Sender bei vermindeter Abstimmleistung oder im VOLL-QSK hörbar und schnell auf auf
die gleiche Tonhöhe des empfangenen Signals gezogen.
Frequenzbestimmung im SSB-Modus
Wird ein Telegrafiesignal statt im CW-Modus im SSB-Modus (USB/LSB) empfangen, liegt die wahre Frequenz genau im
Schwebungsnull des Signals. Wird z.B. das Signal mit einer Tonhöhe von 1 kHz empfangen, so ist im oberen Seitenband
(USB) die Frequenzanzeige um 1 kHz tiefer, im unteren Seitenband (LSB) dagegen 1 kHz höher. Die gehörte Tonlage
bestimmt somit die Abweichung zur Grundfrequenz.
Korrekturen im Funkbetrieb
In der Praxis zieht entweder einer der Funkpartner auf die Frequenz nach oder er bittet z.B. um "200 Hz up" oder
"dwn". Wird der Frequenzversatz jedoch beibehalten, ist eine ungewollte Störung durch andere, schmalbandig
arbeitende Telegrafisten, nicht auszuschließen.
Flüssiger Funkverkehr durch einen FULL-BK-Betrieb
Problem: Wunsch nach Unterbrechungsmöglichkeiten
Morseverkehre finden grundsätzlich im SIMPLEX-Betrieb (Wechselsprechen) statt. Hierbei wird abwechselnd eine Frequenz im
Wechsel genutzt.

In der klassischen Variante sind keine Unterbrechungen des Partners möglich. Es muss bis zum Ende der jeweiligen
Aussendung gewartet werden.
Beim amateurfunktypischen VOX-Betrieb (Tastgesteuerter Betrieb) wird der Sender automatisch mit Beginn des ersten
Morsezeichens aktiviert. In längeren Tastpausen schaltet das Gerät – in Abhängigkeit der eingestellten
Verzögerung – automatisch auf Empfang. Bei flüssiger Morse-Gebeweise ist jedoch auch hier keine Unterbrechung
des Funkverkehrs möglich. Ein Zwischenhören erfolgt nur bei kurzen Verzögerungen in der laufenden
Durchgabe.
Die perfekte Lösung ergibt sich im Zwischenhörverkehr (QSK- oder FULL-BK- Verkehr), bei dem durch eine spezielle
Sende-/ Empfangsumschaltung (TR-Switch), ein reales zwischen den Zeichen hören möglich wird.
Dem Partner kann dies durch die Abkürzung "QSK" mitgeteilt werden.
QSK: „Ich kann Sie zwischen meinen Zeichen hören;
Sie können mich während meiner Übermittlung unterbrechen.“
Der Vorteil des QSK- oder FULL-BK-Betriebs liegt in der unmittelbaren Reaktion hinsichtlich eines Fremdstörers (QRM)
oder einer Unterbrechung des Partners, die ein flüssiges, lebhaftes Gespräch erst perfekt macht. Das häufige
und unabsichtliche „Doppelsenden“ entfällt.

QSK ist jedoch nicht immer QSK! Qualitätsunterschiede in den Geräten können den Telegrafiegenuss
beeinträchtigen. Eine schlechte QSK-Geräteeigenschaft kann zum Teil durch eine gute Tast- Elektronik kompensiert
werden. Ein verzerrtes Punkt-/ Strichverhältnis kann damit nachgeregelt werden. Wichtig ist hierbei: Nicht jedes
Gerät ist für den perfekten Telegrafiebetrieb gleich gut geeignet!
Fachgerechte Anwendung aller Bedienelemente
Problem: OMs quälen sich mit schlechter CW-Hörqualität.

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Oft liegt es an der mangelnden Nutzung hilfreicher Einstellelemente. Gerade diese
begründen den besonderen Morsegenuss!
Das Ziel ist die Beherrschung und der Gebrauch aller Bedienelemente. |
Quarzfilter - Quarzfilterregelungen
Bei der Partnersuche ruhig breitbandig - im Funkbetrieb aber immer schmalbandig. Ein einzelnes, störungsfreies Signal
erhöht die Freude!
NF- und HF-Lautstärke
Die ausgeglichene Balance zwischen dem NF- und HF-Signal begründet ein ruhiges und ablenkungsfreies Signal. Leichte
Fremdstörungen (QRM), Atmospherik (QRN) oder das Rauschen können mitunter so minimiert werden, dass
Morsesignale wie aus der Rhetorte klingen.
Abschwächerschalter (ATT)
Ähnliches bewirkt eine vorhandene, einschaltbare Empfänger- Eingangsdämpfung. Sie ist nützlich bei sehr
starken Sendern neben dem gewünschten Nutzsignal.
NOTCH-Filter
Liegt bei Nutzung eines schmalbandigen Filter eine (längere) Fremdstörung vor, sollte zusätzlich ein
vorhandenes NOTCH-Filter genutzt werden. Entspanntes Morsen ist die Folge!
Störaustastung(en)
Die Nutzung ist abhängig von der elektronischen Umweltverschmutzung. Sie sind sehr sinnvoll bei breitbandigen, lokalen
Störsignalen sowie bei Überhorizont- Radarsystemen.
Rauschsperre
Für die Kurzwelle eher ungewöhnlich. Sie kann jedoch gut für einen "Pausenempfang" auf den Stand-By-Frequenzen eingesetzt werden.
Automatische Schwundreglung (AVC)
Sie sollte grundsätzlich auf einen Wert eingestellt sein, bei dem das Signal angenehm ruhig und ohne starke
Regelungseffekte zu hören ist. Lediglich beim Empfang schwacher Signale erweist sich eine schnelle Regelung als
vorteilhaft.
Flankenverschiebungen der Niederfrequenzsignale
Tiefen- oder Höhenbeschneidungen des NF-Signals lassen störende Geräusche schnell verschwinden. Ein gutes
Hilfsmittel!
Nicht alle diese Hilfsmittel sind bei den Funkgeräten vorhanden. Jedoch erleichtern schon einzelne Maßnahmen den
Morseverkehr. Wichtig ist, die vorhandenen Gerätemöglichkeiten in vollem Maße zu nutzen. Dann ist das
Morsen ein Genuß!
Besondere Z-Gruppen für die Morsetelegrafie
Die mit den Q-Gruppen verwandten internationalen Z-Gruppen werden primär bei kommerziellen (RTTY-) Funkdiensten genutzt. Sie sind im Amateurfunk - mit der Ausnahme "ZAP"
- nahezu unbekannt. Die Gruppe "ZAP" ("Bitte bestätigen") ist häufig in geleiteten (Klub-)Amateurfunknetzen (keine Notfunknetze) zu hören.
Wird bei einer Netzanmeldung "ohne ZAP" gemorst, bedeutet es eine "offizielle" Netzteilnahme ohne den
Wunsch zum abschließenden Bestätigungsverkehr. Der Funker zeigt seine Anwesenheit - wünscht jedoch keine
weiteren Aktivitäten im Funkbetrieb.
Neben dieser Z-Gruppe gibt es für den Telegrafiefunk spezielle Morsetasten- Gruppen. Sie sind im Amateurfunk völlig
ungebräuchlich, jedoch für den Morse(tasten)freund erwähnenswert. Verwendet wurden diese Gruppen im
automatischen (Morse-) Schnellsendebetrieb.
ZTA Senden Sie automatisch!
ZTH Senden Sie mit der Handtaste!
ZTV Senden Sie mit Vibroplex!
ZTW Senden Sie mit Wabbler!
Besondere Aufwärmübung für den Telegrafisten
Problem: Mangelnde Übung oder kalte Finger.
Generationen von Telegrafisten trainierten mit den "Fingerbrechern":
Spezielle Quarz-Q-Gruppen
Im frühen Amateurfunk konnten viele Funkamateure aufgrund der Verwendung fester Sendequarze nur schwierig in Verbindung
treten. Obwohl die Empfänger in der Regel durchstimmbar waren, konnten nur Simplexverkehre durchgeführt werden. Für die erweiterte Betriebsmöglichkeit
(Duplexbetrieb - Funkverkehr auf zwei Frequenzen) wurden besondere Q-Gruppen verwendet.
Diese Quarz-Q-Gruppen kennzeichneten die jeweilige Methode des Abhörens. Ein Wiederaufleben der Gruppen erfolgte in den
Anfängen des UKW-Bastelns. Heute ist dieses Verfahren in Vergessenheit geraten. Die Q-Gruppen lassen eine Logik
erkennen:
QHL
QHM
QLH
QLM
QMH
QML
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Ich suche das Band, am oberen Ende beginnend ab.
Ich suche das Band, am oberen Ende beginnend zur Mitte ab.
Ich suche das Band, am unteren Ende beginnend ab.
Ich suche das Band, am unteren Ende beginnend zur Mitte ab.
Ich suche das Band, in der Mitte beginnend nach oben ab.
Ich suche das Band, in der Mitte beginnend nach unten ab. |
Vielleicht ist dieses Verfahren auch heute noch für den (Contest-) Betrieb zwischen quarzgesteuerten Sendern einfachster
Bauart sinnvoll?
Tönende Telegrafie auf UKW (F2A)
Durch die große Verbreitung von kleinen V/UHF-FM- Handfunkgeräten ist der F2A- Morsebetrieb auf einem
"OV-Kanal" oder auf der F2A- Anruffrequenz 144,65 MHz eine gute und einfache Möglichkeit zum Morsebetrieb.
Hier können Kenntnisse und Fähigkeiten lokal, ohne große Reichweite verbessert werden. Auch eignet sich der
sehr geringe Antennen- und Geräteaufwand besonders für Interessierte und Einsteiger. Für die ersten Schritte genügt gegebenenfalls auch nur eine aktive Morsestation.
Wird in der Folge während der Telegrafiepausen per Mikrofon (F3E) "telefoniert", vermindert sich der (Neu-)
Stress - bei gleichzeitig erhöhtem Spassfaktor. Das "Wohnzimmergefühl" bei den (sehr) geringen UKW-
Reichweiten erleichtern dabei den Mut zum (ersten) Morsen.
Der einfachste Weg ist die unmittelbare Mikrofon- Einkopplung via Lautsprecher (Tongenerator/ Audiosignal KW-Sender). Weitere
Hinweise finden sich im Internet. Besonders empfehlenswert ist hierbei der "CW-Assistent" (Universelle Schaltung
mit Mikrocontrollersteuerung zur Ansteuerung von FM-Handfunkgeräten oder anderen FM-Tranceivern im F2A-Mode) des
Arbeitskreises Amateurfunk und Telekommunikation in der Schule e.V. (Siehe Bausätze AATiS). |
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