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Definitionen und Wissenswertes zum Thema Morsen
- Ist das Morsen noch zeitgemäß?
- Die vier Stufen der Morsekunst
- Definitionen zur Morsetelegrafie
- Definitionen zu Telegrafisten
- Spitznamen der Tastfunker
- Palindrome mit Morsezeichen
- Morsesprüche und Anregendes
Siehe auch:
- Wissenswertes im Morsequiz
Grundsatzfrage: Ist das Morsen noch zeitgemäß?

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Die Morsetelegrafie ist im Laufe der Jahrzehnte von hochwertigen technischen
Übertragungsverfahren verdrängt worden.
Dennoch gibt es in der weltweiten (Amateurfunk-) Kurzwellenkommunikation noch "Morse-Inseln". |
Diese Bereiche umfassen insbsondere:
Vorteile der Telegrafie:
Die vier Stufen der Morsekunst
Talent, Training und Praxis bestimmen die
jeweilige Stufe. Innerhalb nur weniger Monate ist der Schritt vom Beginner zum Fortgeschrittenen möglich. Eine aktive
Teilnahme an der faszinierenden Morsetelegrafie muss kein Traum bleiben.
1. Stufe - Beginner
Buchstaben werden bewusst nach Punkt-Strich gehört.
Buchstaben werden nicht zu Wörtern zusammengesetzt.
2. Stufe - Anfänger
Buchstaben werden bewusst im Klangbild verstanden.
Buchstaben werden bewusst zu Wörtern zusammengestellt.
3. Stufe - Fortgeschrittener
Buchstaben werden unbewusst verstanden. Sie sind da!
Wörter werden bewusst zu Sätzen zusammengestellt.
4.Stufe - Könner
Alle Wörter werden unbewusst verstanden. Sie sind da!
Alle Sätze werden in muttersprachlicher Art verstanden.
Definition Telegrafie
"... eine Form des Fernmeldeverkehrs zur Übermittlung von Schriftzeichen unter Verwendung eines Zeichenschlüssels." [Quelle: VO-Funk 1982]
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Morse-Spektrogramm (FFT)
Funkstellenwechsel mit kleinem Frequenzversatz
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Definition der Telegrafie-Sendeart A1A bzw. A1AAN
Gesamtheit der Merkmale einer Aussendung
Allgemein: Im Rhythmus der Morsezeichen wird ein reines, hochfrequentes Sendesignal ein- oder ausgetastet. Im Empfänger
wird das morsegetaktete, unmodulierte Hochfrequenzsignal dann mit Hilfe eines zusätzlichen Oszillators überlagert,
damit nach der Demodulation ein niederfrequentes und damit hörbares Telegrafiesignal vorliegt. A1A ist somit eine
Amplitudentastung mit einer Art Quellencodierung.
ITU-Wortlaut:

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A
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Aussendung, bei welcher der Hauptträger amplitudenmoduliert wird ...
Zweiseitenband |
| 1 |
Ein einziger Kanal, der quantisierte oder digitale Informationen enthält, ohne
Verwendung eines modulierten Hilfsträgers |
| A |
Telegrafie - für Hörempfang |
| A |
Zwei-Zustands-Code mit Elementen unterschiedlicher Anzahl und/oder Dauer |
| N |
Kein Multiplex [Quelle: Radio Regulations] |
In der englischsprachigen Literatur wird diese Sendeart auch als 'on-off-keying' (OOK) oder
'amplitude-shift-keying' (ASK) bezeichnet.
A1A hat den Vorteil, auch noch bei stark gestörten Verbindungen empfangbar zu
sein. Der zum klassischen A1A-Hörempfang notwendige Signal- Rauschabstand ist
mit den Werten moderner und robuster Digitalfunkverfahren vergleichbar.
Die tönenden Morsebetriebsarten A2A und F2A sind dagegen nicht üblich. Ausnahmen: Identifikation oder Morsetraining
(UKW-F2A/F3E-Verbindungen).
Definition CW - Amateurfunksynonyme für den Morsekode
| Continous Waves |
Ungedämpfte Wellen
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Wellenformen

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"Art A1. Telegraphie, rein ungedämpft. Eine ungedämpfte Welle, die nach
einem Telegraphenalphabet getastet wird."
Dazu der historische Gegensatz:
"Art B. Wellen, zusammengesetzt aus einer Folge von Wellenzügen, deren Amplitude nach Erreichen des
Höchstwerts ständig abnimmt; dabei werden die Wellenzüge nach einem Telegraphenalphabet getastet."
[Quelle: AVO Funk, Kairo 1938]
Hinweis: Art B. Wellen waren Aussendungen von Knall- und Löschfunksendern. Wegen der
dabei entstehenden elektrischen Funken wurde diese Übertragungsform "Funken"
genannt, eine noch heute gültige sprachliche Erinnerung an die Anfänge des Funkwesens. |
| Code Work |
... [Quelle: ARRL Handbook 32nd Edition 1955]
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| Clevere Welle |
Eine Werbeabkürzung für diese kunstvolle Funkbetriebsart
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Definition des echten Tastfunks
"Echter Tastfunk ist dann gegeben, wenn zur Generierung und/oder Rezeption des Codes ein den Code unmittelbar
betreffender mentaler Prozeß der beteiligten Humanoperatoren erforderlich ist."
[Quelle: DL7DO, Ehrenpräsident der AGCW, cq-DL 7/80]
Definition eines "echten" Telegrafisten
Frage an Radio Eriwan: Kann man definieren, wer ein echter Telegrafist ist?
Radio Eriwan antwortet: Im Prinzip ja. Er ist ein Mensch, der die Hoffnung aufgegeben hat, in anderen Funkbetriebsarten
glücklich zu werden.
Physische Eigenschaften zum Telegrafisten
"Welche physischen Eigenschaften deuten auf eine Veranlagung zum Morsen hin? Rhythmisches Empfinden,
Konzentrationsfähigkeit und, im allgemeinen gesehen, drängende Wesenart." [Quelle: Morsen, K. Sonnleithner,
1955]
Die Einzigartigkeit in der Funktelegrafie
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Die klassische Morsetelegrafie ist die einzige Funkbetriebsart, in der der Funker
selbst ein Teil des Blockschaltbildes ist. |
Spitznamen der Telegrafiefunker
CWisten, Tastfunker, Tastenquäler, Tastenklopfer, Klopfer, Drahtlosen, Funkenpuster, Puster, Marconis, Sparkis, ...,
Key-basher, telist, telt, tel, sparker, sparks, sparky, Pots, ...
Das Morse-Palindrom
Wort[folge] oder Satz, der vorwärts wie rückwärts - in Morsepunkte und -striche gelesen - den gleichen Sinn
ergibt. Das vermutlich längste englische Morse- Palindrom ist der: " ..-. --- --- -
... - --- --- .-.. ".
Das vermutlich längste deutsche Wort lautet: " .-. . .. - - .. .
.-. ".
Morsesprüche
| Homepagemotto: "Die Morsetelegrafie ist der Urknall des
Internets!" |
| "Didahdidit und andere Zeichen werden nie und nimmer
weichen." |
| "Klopfen, Schlackern oder Wabbeln ist des
Funkers schönstes Babbeln." |
| "Ist Dir das Morsen noch so schwierig, eines Tages wirst Du
gierig." |
[DK5KE]
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Morsen ...

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... regt ebenso an,
... macht ebenso süchtig,
... stärkt ebenso den Kreislauf
und ist zudem
... viel gesünder und bekömmlicher!
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© DK5KE
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