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Hamspirit
Der Ehrenkodex des Funkamateurs


Hamspirit
Der Schwingkreis in einer Raute gilt als Symbol des Amateurfunks. Funkamateure verwenden ihn gerne als Erkennungszeichen. Er steht für den einzelnen Funker.

In der Grafik berühren sich zwei Schwingkreise als Symbol der Verbundenheit. Sie stehen für das freundschaftliche Für- und Miteinander im weltweiten Amateurfunk.

Das richtige Verhalten wird in den historischen Leitsätzen - dem Hamspirit (Amateurfunkgeist) - formuliert. Er gilt als Ehrenkodex der Funkamateure.


Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts formulierte der amerikanische Funkamateur Paul. M. Segal diese zeitlosen Verhaltensweisen für den Amateurfunk. Sie sind weltweit bekannt und werden als ungeschriebenes Grundgesetz anerkannt.

Ihre Beachtung ist die Grundlage und der Erfolg des Amateurfunkdienstes. Hamspirit - der Ehrenkodex der Funkamateure - ist aktuell, auch für die Zukunft!

  1. Der Amateur ist wohlgesittet ...

  2. Die Arbeit des Funkamateurs ist gesetzlich ...

  3. Der Amateur ist fortschrittlich ...

  4. Der Amateur ist freundschaftlich und hilfsbereit ...

  5. Der Amateur ist duldsam ...

  6. Der Amateur ist ausgeglichen ...

  7. Der Amateur ist bescheiden ...

  8. der Amateur hilft der Wissenschaft ...

  9. Der Amateur ist frei ...

10. Der Amateur fördert die internationale Freundschaft ...

[Leitsätze: Handbuch Amateurfunk, 1966]



Hamspirit
Praktischer Morsebetriebs-Hamspirit

Der Hamspirit ist die Basis eines guten Miteinanders!
Die 10 Morse-Betriebsgebote sind daraus abzuleiten.

1. Höre immer, bevor du sendest!

Ein kurzes "QRL?" oder ein "?" vor dem Sendestart vermeidet Störungen. Vielleicht war die Frequenz bereits belegt? Ungeduld kann stören! - Oder möchtest du nicht auch in Ruhe telegrafieren können?
 
2. Rufe nur, wenn du auch hörst!

Blindes Rufen ohne rechtes Hören verdirbt anderen Funkern die Freude. Störungen entstehen, der Empfang wird unnötig erschwert. - Oder möchtest du nicht auch erst klar verstanden werden?

3. Beachte fremdgerichtete Rufe!

Gibt es einen gezielten (DX-)Anruf oder schließt ein Ruf mit "KN", ist ein Drittanruf nicht erwünscht und störend. - Oder möchtest du nicht auch hin und wieder gezielt und ohne Zwischenruf telegrafieren?

4. Sende immer kurze CQ-Anrufe!

In der Kürze liegt die Würze! Die Geduld wird nicht auf die Probe gestellt, der zuhörende Funker ist sofort orientiert. - Oder möchtest du nicht auch ohne marterndes Wartegefühl funken?

5. Nenne häufig dein Rufzeichen!

Rufzeichen sind Namen! Namen stehen für Menschen! Anonymus-Morsen grenzt aus und vermeidet neue Kontakte. - Oder möchtest du nicht auch andere Stationen schnell erkennen?

6. Gebe das Tempo des Partners!

Ein Gebot der Höflichkeit ist die Tempoanpassung an den Partner. Eine QRQ-Frage ist später immer möglich. - Oder möchtest du nicht auch einen unverständlichen Redeschwall vermeiden?

7. Gebe mit sauberer Handschrift!

Eine unleserliche Doktorschrift verwirrt. Genau so verwirrt eine schlechte Gebeweise. Die Konzentration leidet und der Funker ermüdet. - Oder möchtest du nicht auch entspannt und ohne Klaue lesen?

8. Gebe immer ein ehrliches RST!

Jeder möchte aufrichtig behandelt werden! Darum gebe entweder ein ehrliches RST oder verzichte ganz darauf! - Oder möchtest du nicht auch ohne Mogelei behandelt werden?

9. Achte auf den QSO-Textinhalt!

Der Textinhalt ist des Funkers Morseseele. Wer hört schon gerne unklare oder missverständliche Inhalte? - Oder möchtest du nicht auch eine verständliche und faire Sprache hören?

10. Seit untereinander freundlich!

Das Hauptgebot! Ein freundliches Miteinander schließt Negatives aus! „Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus!“ - Oder möchtest du nicht auch von anderen akzeptiert und geachtet werden?

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