Die nichtautomatische seitliche Handtastung
Folgende Gebearten sind heute allgemein üblich:
- Das verbreitete Geben mit einer klassischen Morse-Hubtaste.
- Das halbautomatische Geben mit einem mechanischen Bug.
- Das vollautomatische, elektronische Geben mit einem Wabbler.
Meist unbekannt ist dagegen die
- Nichtautomatische seitliche Handtastung mit einem Sideswiper.
Für diese, heute selten gewordene, Gebeform wurden eigens dafür hergestellte Tasten, die "Sideswiper", genutzt. Im
Französischen sind sie unter "gauche-droite" oder "lame de scie" bekannt. Für den praktischen Funkbetrieb wurden
von den Telegrafisten jedoch auch erfolgreich selbstgebaute Horizontaltasten oder einfache Wabbler verwendet, da es sich hier
um ein einfaches Gebeprinzip handelt.
Schaltungsprinzip
Alle Zeichen werden unmittelbar von Hand gegeben. Die einzelnen Zeichen werden wahllos zwischen den beiden horizontalen
Kontaktseiten geformt und sind damit grundsätzlich nicht auf eine bestimmte Seite gebunden. Aus der Praxis heraus wird
jedoch auch empfohlen, alle Buchstaben (bei Rechtshänder) auf der rechten Seite zu beginnen, da dies automatisch eine
gewisse Trennung zwischen den Buchstaben ergibt. Das Klangbild wird dadurch sauberer.
Hat eine klassische Hubtaste jeweils zwei Richtungsbewegungen für einen neuen Impuls, ergibt sich bei diesem Prinzip nur
ein Wechsel. Die Bewegungen halbieren sich und die Folge ist neben einem erleichterten Geben auch eine Steigerung der
Geschwindigkeit.
FME-Doppelseitentaste (DDR)
Auch diese Gebeart hat ein für sie typisches Klangbild, da es eher schwierig ist, ein genügend großes
Strich-Punkt-Verhältnis konstant einzuhalten. Bei ungeübten Betrieb ist daher die Gefahr des "Schmierens" nicht
auszuschließen. Nach den Erfahrungen erfahrener Funker fallen im Vergleich zu einer klassischen Taste die Punkte und
Pausen kürzer - die Striche dagegen länger aus. Die Tastgenwöhnung und die einhergehende Steigerung des
Gebetempos erfolgen meist zügig.
|