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Morsetelegrafieseite DK5KE
Die Morsetelegrafie ist der Urknall des Internets
 
Tipps gegen Telegrafiestörungen und deren mögliche Abhilfe


- Sendeunterbrechung bei kurzzeitigen Fremdstörungen
- Genaue Sender-Einstellung auf exakt gleiche Sendefrequenz
- Verringerung der Filterbandbreite auf den kleinst möglichen Wert
- Richtige Nutzung des HF- und NF- Lautstärkereglers
- Intelligente Nachregelung der Hörablage (Clarifier, RIT)
- Frequenzversatz des Senders auf Empfänger-Zero-Beat
- Geringer Frequenzwechsel mit einer kurzen Punktfolge
- Ausnutzung der vollen QSK-Möglichkeit
- Zusätzliche Antennenwahlmöglichkeit nur für den Empfänger
- Kurzzeitiges, langsames Tempo mit Rufzeichenangabe
- Verbesserung des Hörempfindens für Hörgeräteträger

Siehe auch:
- Fachliche Anwendung aller Bedienelemente


Sendeunterbrechung bei kurzzeitigen Fremdstörungen

Kurzzeitige Unterbrechungen können sowohl Funk- als auch häusliche Ursachen haben. Ist nur eine kurze Unterbrechung zu vermuten, kann die Abkürzung EB (= warten) getastet werden. Eine Bestätigung mit R (= Richtig/ Erhalten) oder eine EB- Wiederholung ist sinnvoll. Gleichfalls kann die vorraussichtliche Wartezeit in Minuten (z. B. EB 2) angehängt werden. Auch die Q-Gruppe QRX (= Ich werde Sie ... wieder rufen.) ist geeignet. Dauert die Unterbrechung länger, kann auch hier die vermutete Minutenzahl (z.B. QRX 2) angehängt werden. Mögliche Verunsicherungen werden dadurch vermieden, der Funkverkehr bleibt entspannt.


Genaue Sender-Einstellung auf exakt gleiche Sendefrequenz
 
Die Sendefrequenzen stimmen beim Funkbetrieb nicht immer überein.
Grafil Oft nutzen Partner nicht die gleiche Frequenz. Bei Nutzung (zu) schmaler Filter hören dann andere Funkstellen oft nur eine Station. Unerwünschte Frequenzbelegungen (CQ-Rufe) auf der vermeintlich freien Frequenz sind die Folge!

Tipp: Verschiedene Geräte besitzen eine zusätzliche TUNE-Taste, mit denen die Senderendstufe zum Senden abgestimmt werden kann. Gleichzeitig kann damit auch geräteabhängig bei Empfang ein korrektes Schwebungsnull eingestellt werden. Stimmt weiterhin die Tonhöhe der Gegenstation mit der des Mithörtons überein, entspricht auch dies - je nach Gerät - der exakt gleichen Sendefrequenz.


Verringerung der Filterbandbreite auf den kleinst möglichen Wert
 
Nach dem Wechsel aus anderen Betriebsarten bleibt manchmal die alte ungünstige Filtereinstellung erhalten. Unnötige Störungen sind dann häufig die Folge.
Grafik
Oft wird, leider auch aus bequemlichen Gründen, die geringst mögliche Bandbreite des Empfängers nicht genutzt. Zusatztipp: Der Einsatz eines Notchfilters verbessert bei Störungen zusätzlich den Empfang!

 
Richtige Nutzung des HF- und NF- Lautstärkereglers
 
Oft sind trotz starker Signale des Partners die Hintergrundgeräusche sehr störend. Hier kann die HF- Lautstärke (RF) soweit vermindert werden, bis die Geräusche nahezu verschwinden. Die NF- Lautstärke (AF) wird dann soweit erhöht, bis das stärkere Nutzsignal noch gut verstanden werden kann. Schwächere Stationen können jedoch in diesem Falle wegen der geringeren Empfindlichkeit nicht oder nur schwierig empfangen werden!


Intelligente Nachregelung der Hörablage (Clarifier, RIT)
 
Bei Störungen kann die Empfängerverstimmung auf Schwebungsnull des Morse-Störers eingestellt werden. Die eigene Sendefrequenz wird hierbei nicht verstellt. Der Ton des QSO-Partners verändert sich zwar, aber die Lesbarkeit bleibt voll erhalten!


Frequenzversatz des Senders auf Empfänger-Zero-Beat
 
Marke
Ist der Frequenzabstand des Störers geeignet, kann der Sender auf das "Hör-Schwebungsnull" nachgezogen werden. Die Frequenz erscheint dann wieder frei, ein ungestörter Betrieb kann weiterhin erfolgen.


Geringer Frequenzwechsel mit einer kurzen Punktfolge
 
Bei starken Störungen hört man schnell unter oder oberhalb des Kanals.
Grafik
Man merkt sich den Abstand in kHz, telegrafiert z.B. "QSY 3 UP" und verdreht dann mit einer Punktfolge langsam den VFO auf diese Stelle. Die Gegenstation hört die sich verändernden Punkte und wechselt mit.


Ausnutzung der vollen QSK-Möglichkeit
 
Verschiedene Geräte bieten die Möglichkeit zwischen den Morsezeichen zu hören ("QSK" oder "full break-in").

QSK

Im Störungsfall vermeidet diese Form ein unnötiges Senden, da Fremdsignale sofort oder zumindest in Wortabständen bemerkt werden.


Zusätzliche Antennenwahlmöglichkeit nur für den Empfänger
 
Zur Verringerung von Störungen ist eine wählbare, zusätzliche Empfangsantenne (Ferrit- oder Rahmenantenne) wertvoll. Diese kleine Antenne kann in unittelbarer Reichweite des Funkamateurs stehen. Bei Bedarf kann das störende Signal durch Anwahl und Antennendrehung auf das Störerminimum eingestelt werden. Das gewünschte Nutzsignal der Partner sollte dabei jedoch stark genug sein.


Kurzzeitiges, langsames Tempo mit Rufzeichenangabe
 
In der Schnelltelegrafie finden gelegentlich Verwechselungen mit "störenden" Fernschreibsignalen oder sogar als Bandeindringling statt. Man wird nicht als legal telegrafierender Funkamateur erkannt. Daher sollte bei solchen Störungen kurz die Geschwindigkeit - mit entsprechenden Hinweisen - verringert werden,  z.B. "HR QSO DE DK5KE PSE QSY". Auch kann es sinnvoll sein, gelegentlich die teilnehmenden Rufzeichen in langsamerer Geschwindigkeit zu tasten.


Verbesserung des Hörempfindens für Hörgeräteträger

Taste mit Hörgerät
Sind Hintergrundgeräusche in oberen Hörbereich zu laut? Stören Relais? Fehlt ein schmales NF-Filter?

Es ist kein Scherz, kann doch das Morse-Hör-Erlebnis bei den Trägern von Hörgeräten erheblich verbessert werden. Moderne Mini-Hörsysteme verfügen über die Möglichkeit individueller Programmierungen durch den Akustiker.

Wird als Zusatzprogramm ein "CW-Modus" mit einer Durchlasskurve von ca. 250 Hz bis 750 Hz eingerichtet, die anderen Frequenzen jedoch auf Null gesetzt, ergibt sich ein ungestörter Fokus auf das Morsen hören.

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