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Der Sensor - Eine beliebte Schnelltelegrafietaste (QRQ)
| Tastennamen: |
Sensor, DK4XL-Sensor, DJ5IL-Sensor, ...
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| Gebeprinzip: |
Kontaktloser Geber auf Kapazitäts- oder Widerstandsbasis mit
elektronischer, horizontaler bzw. seitliche Tastung |
Arbeitsweise:
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Squeeztaste mit kontaktlosem Berührungspaddle. Das Tastprinzip
entspricht grundsätzlich der normalen elektronischen Morsetaste mit zwei Paddles. Der Sensor ist besonders wegen der
fehlenden, "zeitfressenden" mechanischen Wege eine beliebte QRQ-Taste.
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| Frequenzen: |
Für die Schnelltelegrafie werden gerne die Treff-Frequenzen
3569 kHz und 7024 kHz genutzt.
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Eine Bauanleitung zur Eigenbau-Sensortaste
von Martin Odenbach, DK4XL
DK4XL-Sensor
Das Geklapper meines Bencher-Gebers ging meiner Frau derart auf die Nerven, dass sie mich bat, dieses Geräusch ihr
zuliebe abzustellen. Ohne gleich ganz mit der Telegrafie aufzuhören, ist das bei einem mechanischen Geber so gut wie
unmöglich. Selbst vermehrter Einsatz von hochwertigsten Uhrenölen und das Verstellen der Kontaktabstände auf
Werte im Mikrometerbereich können eine solche Situation nur kurzfristig entspannen.
Auf den (damals noch bekannten) WAA-Frequenzen gab mir Klemens, DL5ZAS, WAA#008, den entscheidenden
Tipp: Er benutzte eine Taste, bei der die Kontakte zwischen Punkt, Strich und Masse nicht mehr mechanisch, sondern über
die Haut geschlossen wurden. Er schickte mir den Schaltplan einer Vorschaltelektronik, die empfindlich genug war, auf die
kapazitiven Veränderungen an den Sensoren zu reagieren und entsprechende Impulse an eine ETM-1C-Elektronik
weiterzuleiten.
Vorschaltelektronik

Der "Sensor" selbst ist mechanisch sehr stabil gebaut. Seine Grundplatte ist aus Kupfer, 180 x 100 x 10 mm, und
wiegt etwa 2 kg. Messing eignet sich natürlich ebenso. Bei Schwierigkeiten mit der Beschaffung einer solchen Grundplatte
bin ich gern behilflich. Ich bevorzuge eine schwere Platte, damit die Taste beim Geben nicht wandert – so wie alle
anderen Tasten. Als Füße dienen Schranktürzuschlaggeräuschverhinderungspölsterchen von IKEA, damit
nicht alles verkratzt und Unebenheiten ausgeglichen werden.
Senkrecht zur Grundplatte ist am vorderen Ende eine Acrylplatte mit zwei Schrauben M3x25 montiert. An diesem
Acrylständer sind rechts und links je ein Kupferplättchen mit doppelseitigem Teppichklebeband angebracht. Dadurch
sind diese Punkt- und Strichkontakte von der Grundplatte isoliert. Direkt an den Kontakten ist mit Hilfe der
6k2-Widerstände die oben erwähnte Vorschaltelektronik angelötet.
Da Kupfer (oder Messing) sehr schnell auf Hautschweiß (auch in geringsten Mengen) reagiert, liegt die Hand nicht direkt
auf der Kupfergrundplatte, sondern auf einer angeschraubten Tantal-Platte. (Titan oder V4-Edelstahl tut’s sicherlich
auch).
Sensor-Mechanik
Das ist eigentlich schon alles. Von dem Acrylklötzchen, das die Punkt- und Strichkontakte trägt, sollte man sich
gleich mehrere in verschiedenen Größen beschaffen. So kann man ziemlich einfach durch Austauschen ermitteln, mit
welcher Kontakthöhe und mit welchem Kontaktabstand man am besten klarkommt. Mittlerweile gebe ich seit etwa 10 Jahren
mit meinem Sensor und hatte noch keinen Ärger, auch nicht bei extrem feuchten oder trockenen Fingern.
Ein Sensor ist zwar für hohe Geschwindigkeiten prädestiniert, er nimmt aber auch solche Ausreden wie "meine
Taste klemmt" oder "vielleicht Neu-Justage erforderlich" etc. Auch wird bei einem Sensor nicht automatisch die
Fähigkeit mitgeliefert, schnell und gleichzeitig lesbar geben zu können. Es ist halt wie beim Bogenschießen
oder beim Tennisspielen: gutes Material macht noch keinen Meister. Es ist vielleicht hilfreich, mehr aber auch nicht. Die
Umstellung vom mechanischen Geber zum Sensor fällt leichter, wenn bereits mit der Mechanik eine
"sensorähnliche" Gebetechnik mit geringem Anschlagshub und Kraftaufwand praktiziert wurde.
Wer seine eigene telegrafische Leistungsfähigkeit ziemlich objektiv bewertet haben möchte, sollte unbedingt das
PC-Programm von DF4KV ausprobieren. Es funktioniert mit der hier abgebildeten Vorschaltelektronik
genauso gut, wie mit einem alten einarmigen Vibroplex-Keyer.
© Martin Odenbach, DK4XL, WAA#025, (DK4XL©web.de) - TNX!
Neuer Sensorbau von DK4XL
Martin, DK4XL, stellte seinen neuen Sensor vor. Das Besondere: Eine leitfähige Metallplatte für die Hand ist nicht
mehr notwendig. Der Telegrafiebetrieb erfolgt technisch fehlerfrei. Eine ultimative Taste! - Die Bilder sprechen für
sich!

Grundplattenmaß: 200 x 100 x 10 mm Acryl satiniert
Sockelmaß: 30 x 30 x 10 mm, satiniert
Sensoren aus Messing, 1 mm stark, rundpoliert
Quelle SMD-Sensorbausatz: QRP-Shop
Der QRQ-Test endete mit Begeisterung! |
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© DK5KE
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