Die JUNKER
Die JUNKER-Präzisionstaste ist die wohl berühmteste deutsche Morsetaste. Heute noch gehört sie bei den aktiven
Telegrafisten zu der begehrtesten Handtaste. Dies war vor Jahren der Grund eines Besuchs von rheinischen WAA'lern. Bereits an der Eingangstür wurden die CWisten in einer auffälligen Form mit der
Morsegeschichte konfrontiert.
Türgriff in Form eines Tasthebels
Zur Geschichte: Joseph Junker, Kapitän zur See, gründete das Unternehmen im Jahre 1926 in Berlin. Dort entwickelte
er unter anderem Röhrenprüfgeräte sowie eine Morsetaste, die Ende der zwanziger Jahre patentiert wurde und
noch heute in dieser Form weltweit im Einsatz ist. Die Tasten wurden zeitgemäß modifiziert. Sie werden noch heute
hergestellt. Im Jahre 1934 wurde die Produktion nach Bad Honnef, nahe Bonn, verlegt. Dort ist das Unternehmen noch heute
ansässig.
Junker-Handtaste
 |
 |
Diese Informationen sind für den Telegrafisten aus mehreren Gründen interessant. Sie zeigen nicht nur ein
Stück der deutschen Morsegeschichte, sondern auch einen Hinweis über die fachgerechte Funkenentstörung:

Diese Schutzschaltung ist immer dann notwendig, wenn beim Morsen über die Tastkontakte ein induktiv belasteter Strom
fließt, bei dem Abreissfunken entstehen, sie dann die Oberfläche der Kontakte beschädigen. Der Funker erkennt
es an den zusätzlich auftretenden, typischen Funken- Empfangs- Knackgeräuschen.
Junker-BUG
Neben der berühmten Handtaste wurden bis etwa 1970 auch halbautomatische Morsetasten hergestellt. Heute gelten diese
Tasten schon als Rarität. Wir durften diese Taste zwar fotografieren, aber leider nicht in eine Sammlung einreihen.
Halbautomatische Morsetaste
mit Grundplatte aus gezogenem Stahl.
System "BUG" - Edelmetallkontakte
Abmessung: 215 x 85 x 80
Gewicht: 1,520 kg
[Prospekt: Mit freundlicher Genehmigung der Fa. JUNKER]
|