OE4EWA  Wolfgang
Sonden Sammel Erfolge
Sortiert vom neuesten bis zum ältesten Fund
11.Juli 2021  Leichter Familienfund
Den heutigen Sondensucherfolg werde ich so schnell nicht vergessen.
Er war keinesfalls geplant. Ich war bei meinem Bruder in OE1 zum Essen eingeladen.
Im Zuge der Gespräche sind wir irgendwie auf die Sondensuche gekommen.
Mein Neffe war derartig fasziniert, dass er mehr darüber wissen wollte.
Somit suchte ich auf radiosondy.info eine Kaltsonde heraus und stieß dabei auf
die nahegelegene Wiener Sonde. Suche eingetragen, Bruder und Neffe in das Auto
verfrachtet und Richtung Landeort losgezogen. Ich habe ihnen schon das Schlimmste erzählt:
Wahrscheinlich liegt alles auf einen hohen Baum und mein Neffe muss raufklettern, um die Sonde zu bergen.
Aber es kam alles ganz anders. Als ich am Landeort ankam, sah ich schon auf der linken Fahrbahnseite
den roten Fallschirm liegen. Ich parkte mich gegenüber ein und ging Richtung Fallschirm.
Dann sah ich die Sonde auch gleich. Sie lag nur wenige Meter vom Fallschirm entfernt,
ebenso am Strassenrand. Mir ist aufgefallen, dass einige Ballonreste und auch die Schnur
um die Mitte des Fallschirmes gewickelt war. Er konnte sich so sicher nicht ganz entfalten und
erklärt dies die hohe Sinkgeschwindigkeit. Jedenfalls habe ich alles geborgen, und sowas von einfach,
damit hatte ich niemals gerechnet. Mein Neffe war ein wenig enttäuscht, wollte er doch
auf die Bäume klettern. Auf alle Fälle habe ich jetzt sein Interesse für die Sondensuche geweckt.
Flugstrecke mit 33.704m größter Höhe



Landung neben der Nordbrücke


Gleich neben der Straße liegen alle Teile bereit zum Mitnehmen


Fallschirm mit Ballonresten verwickelt


Sonde gleich daneben


alle Teile eingesammelt


8.Juli 2021  Schweißtreibende Bergung
Als ich heute in der Früh mein tägliches Ritual vollzog, bemerkte ich, dass mein Raspberry
am Dachboden wegen Hitzeferien seinen Dienst verweigerte. Nach einem "Reboot machts gut" bemerkte ich,
die Grazer Nachtsonde legte sich ich meiner Nähe zum Abholen nieder. Eine Signalnachricht diesbezüglich
traf bisher nicht ein. Nachdem YL und Hund "zwangsweise" vom Kurztrip überzeugt werden konnte,
ging es zum Landeort. Dort angekommen, bot sich uns eine traumhafte Aussicht.
Aber als "Sonden-Entsorgungsdienst mit Homeoffice und Aussendienst" stand noch eine Arbeit an.
Um es spannender zu machen, verzichtete ich zuerst auf den TTGO und versuchte es optisch.
Keine Chance. Bin dort bei knallender Sonne ganz schön im Kreis gelaufen und habe
sicher 10kg Körpergewicht verloren. Nicht das ich die Aussicht genossen hätte, es war mir einfach zu heiss.
Somit warf ich den TTGO an und hoffte, die Sonde sendet noch. JA, Signal da.
Am Rande des Weizenfeldes entlang bis das Signal am stärksten war und ich rechtwinkelig
in das Weizenfeld gehen kann. Als ich etwa 30m weizenfeldein gegangen bin,
hatte ich eine mir bekannte Schnur um meinen Bauch, denn gesehen habe ich noch immer nichts.
Der Rest steht im Prospekt und ist uns allen hier bekannt. Hier bekommt Bauchgefühl eine ganz neue Dimension.
Jedenfalls Sonde, Fallschirm und Ballonrest aus dem Weizenfeld entfernt und mit schnellen Schritten
wieder wieder Richtung Auto. Dort erwartete mich DIE Klimaanlage, YL und Hund.
Als ich aus dem Weizenfeld kam, konnte ich noch die Worte "Bravo" und Klatschen vernehmen.
Kamen vom meiner YL, der Hund bellte nicht. Das muss ich ihm noch beibringen.
Flugstrecke mit 24.151m größter Höhe


sanfte Landung mit 2,6m/s auf einem Feld


herrliche Aussicht hier oben beim Landeplatz


Da drinnen muss sie wo liegen. da hilft nur der TTGO


Sonde gefunden


alle Teile geborgen


12.Juni 2021  Feldbergung mit Murphey
Nach längerer Sendepause war es wieder so weit. Die Mittagssonde aus Wien hat
sich wieder einmal in meine Gegend begeben. Wie auch die Sonde "Brav gelernt"
hat, habe ich die geplante Suche eingetragen und bin zum Landeort losgefahren.
Dort angekommen, konnte ich gar nichts wahrnehmen. Aber zum Glück empfing der
TTGO noch ein Signal. Ups. Signal weg. Ich habe mich zu weit vom Landeort entfernt.
 Als drehte ich um und tastete mich langsam zum Maximum des Signals heran.
Nichts zu sehen. Murphey darf natürlich nicht fehlen. Als ich die GPS Koordinaten von TTGO
aufs Handy für den Fussmarsch übertragen wollte, war der Akku leer.
Zum Glück hatte ich das Ladekabel für den Zigarettenanzünder mit.
Nachdem ich rund 20m feldein gegangen bin, konnte ich die Sonde endlich wahrnehmen. Vom
Fallschirm bzw. Ballon war weit und breit nichts zu sehen. Das Hochheben und kräftiges Ziehen
 an  der Schnur hat den Landepunkt bekanntgegeben. War ja eh klar.
Mitten in einem hohen Weizenfeld. Fallschirm, Ballonreste und Sonde eingesammelt und
 wieder die Heimreise angetreten. Wenigstens weiss ich nun, wir haben
einen Kriegsgefangenfriedhof und ein riesiges Pferdegestüt in unmittelbarer Nachbarschaft.

Flugstrecke mit 34.014m größter Höhe


Landung in den Feldern bei Haschendorf / Deutschkreutz


Sonde hat sich bei der Maispflanze eingefädelt


Schnur geht ins hohe Weizenfeld



Der Schirm mit viel Ballonresten versunken


Alle Teile geborgen


24.März 2021  leichte Feldbergung
Als ich in der Früh aufstand, fand ich am Handy eine Signalnachricht
betreffend Wiener Nachtsonde zur Bergung vor.
Voller Eifer ging es an den PC, um Details zu erforschen.
Die Sonde soll in einem Acker liegen. Noch schnell geprüft,
ob sie noch empfangbar ist. Leider nicht. Da YL und Hund noch schliefen,
begab ich mich alleine Richtung Sonde. Am Wege dorthin bemerkte ich,
dass der Sondenmonitor noch nicht eingeschalten war. Ziemliche Fummelei
während der Fahrt, denn ich war zu faul stehenzubleiben.
Als ich am vermeintlichen Landeort ankam, sah ich schon von Weitem
 den roten Fallschirm. Er wurde durch den Wind aufgeblasen und blieb
es bis zur Bergung auch. Zuerst wollte ich den Feldweg unterhalb der Sonde
 zur Bergung nutzen, was sich als großer Fehler erwies. Der Acker war so abschüssig,
dass ich die Sonde dort nicht mehr sehen konnte. Somit musste ich umdrehen
 und den Feldweg oberhalb der Sonde ansteuern. Erst jetzt wurde mir bewusst,
wie groß dieser Acker war, denn die Sonde lag fast mittig in dessen Fläche.
 Ein Blick auf den Sondenmonitor - kein Signal. War aber gar nicht mehr notwendig.
Der Fallschirm war so gut zu erkennen, selbst ein Blinder hätte ihn gesehen :)
Zu Fuss ging es nun Acker-Feld-ein Richtung Fallschirm. Dort angekommen,
wie üblich, der Schnur optisch folgen. Sie war fast gerade in voller Länge
 ausgelegt und an dessen Ende die Sonde aus der Ferne klar erkennbar.
Wieder Acker-Feld-Ein mit Hakenschlag Richtung Sonde. Aufgehoben,
 auf Nicht-Senden geprüft, Schnur irgendwie zusammengekäuelt, das komplette Gespann
gepackt und Heimreise angetreten. Im QTH angekommen, waren YL und Hund
 bereits erwacht und BEIDEN habe ich vom Bergungserfolg bereichtet.
 Der Hund hat mich nur komisch angesehen :)

Flugstrecke mit 34.503m größter Höhe


Landung auf freiem großen Feld


von weitem der aufgeblasene Schirm zu sehen


gerade ausgelegte Schnur


keine Ballonreste - alles geborgen


24.Februar 2021 ein zusätzlicher Ballon
Als ich in der Früh mein morgentliches Ritual zum Kaffee startete,
stellte ich fest, eine Signal-Nachricht wartete auf mich.
 Mit Kaffee und Handy bewaffnet, ging es an den PC um Details zu erforschen.
Jö (nein nicht die Bonuscard), eine Sonde im Drive-In-Verfahren liegt für mich bereit.
Ab in das Shack um festzustellen, ob sie vielleicht noch sendet.
 Kein Signal feststellbar. Daher schön brav Sondensuche eingetragen,
 Hund abgefüttert und YL aufgeweckt. Sondensuche steht an.
Am vermeintlichen Landeort bei wunderschönen Wetter angekommen.
 Nichts zu sehen und kein Signal. Bei einer Ackerladung sollte mich die Sonde eigentlich anspringen.
Einfach nichts zu sehen, ausser einem hellgrauen VW, der auch auf und ab fährt.
Freundlicher OM, wie ich nun einmal bin, habe ich ihm aus der Ferne zugewunken.
Im Acker, wo die Sonde vermutet wurde, bin ich rauf, runter, kreuz und quer gegangen.
Keine Sonde. Dafür aber mindestens 2kg Matsch auf meinen Stiefeln.
Dann sehe ich auf der gegenüberliegenden Seite der Talsole etwas Weisses.
Könnte ein Ballon sein. Ihr dürft raten. Hingefahren, inspiziert, war ein Plastiksackerl.
Grrrrrr. Jetzt war ich dann so sauer, das ich den Hund aus den Auto holte und
 an der Örtlichkeit etwas mit dem Hund spazieren ging.
 Dann sah ich DAS erleuchtende ROT. Auf der gegenüberliegenden Seite
von der ich gerade kam. Meine YL schon mehr als genervt, stimmte diesem letzten
Versuch zu. Jackpot. Es war tatsächlich die Sonde.
Sie lag genauso wie auf radiosondy.info angezeigt, aber 100m nördlicher.
Mit 5kg Matsch auf meinen Stiefeln und komplett geborgener Sonde,
sollte die Heimreise stattfinden. Zum Finale dachte ich mir,
lasst den Hund noch ein wenig Ausschau halten nach dem Mittagessen.
 Frischfleisch hat er nicht gefunden, dafür einen weiteren Ballon :)

Flugstrecke mit 33,688m größter Höhe


Landung auf freier Fläche


ein kleiner roter Fleck in der Ferne


Alle Teile geborgen


Ballon ist Ballon und wird auch noch mitgenommen. Gratulation an das unbekannte Brautpaar


5.Dezember 2020  Erste Suche erfolgreich
Seit 2 Monaten wünsche ich mir eine Sondenlandung in der Nähe meines QTHs.
Leider wurde ich bisher "wissentlich" enttäuscht, die Sonden mieden bevorzugt mein QTH.
Mitten beim Frühstückskaffee packte mich der Wahnsinn und ich suchte mir eine "Kaltsonde" von radiosondy.info heraus.
Gefunden! GPS Koordinaten in das Google Maps zum Navigieren übertragen und reisefertig gemacht.
In der Erwartung eigentlich nichts mehr vorzufinden, packte ich den Hund in das Auto und startete Richtung Zielgebiet.
Das Wetter ging während der Fahrt von trüb - nebelig - in Sonnenschein über. 
Am geplanten Zielort angekommen, das erste Problem. Die Einfahrt zur Forststrasse war versperrt.
Aber keine Hinweise sichtbar, dass ein Betreten verboten oder gefährlich sein könnte.
Somit parkte ich das Auto abseits des Schrankens und lud meinen Hund aus dem Fahrzeug aus.
Nun hiess es, mit Hund etwa 500m den Forstweg bis zur ersten Gabelung zu Fuss zu beschreiten.
Eine Tortur, weil mein Hund noch keine unveränderten Waldgerüche kannte.
Da können 500m sehr sehr sehr lange sein :) Mit Adleraugen festigte ich die Höhe der Bäume. 5-6m im Schnitt.
Vorbei an Bienenstöcken links und rechts des Forstweges kam die gewünschte Kreuzung immer näher.
Aber jeder Meter nach vorne ließ auch die Höhe der Bäume in gleicher Höhe wachsen.
Ich habe eigentlich hier schon jedwegen Erfolg aufgegeben. Dann sah ich ihn: den roten Fallschirm in den
Baumkronen und eine gespannte Schnur, die im Sonnenlicht hell hervortrat.
Genau an der bekannten GPS-Position. Schnur verfolgt, da lag eine kleine weisse Box am Waldboden. JACKPOT!
Ich will zum Ende der Schnur, aber mein Hund nicht, der Weg dorthin ist mit kniehohen dornigen Sträuchern bewachsen.
Nun kurz: Hund an einen Baum mit Leine befestigt, Sonde kassiert, an Schnur heftig gerüttelt ohne Erfolg.
Sonde von der Schnur getrennt und mit Hund den Rückweg angetreten. Ein voller Erfolg für Hund und mich :)
Flugstrecke mit 35.804m größter Höhe


Landepunkt im Wald


Er darf mit auf die Suche


Sonde am Waldboden


Fallschirm zu hoch oben (roter Kreis)


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