OE3TPB Thomas
Sonden Sammel Erfolge

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21.Februar 2020  Sonden - Puzzle
Am 6.7.2018 habe ich am Nachmittag meiner Tochter bei einer Reitstunde in Mauerbach zugeschaut,
als die Meldung einer Sonden-Landung nur wenige Kilometer entfernt am Handy einlangte.
Wenige Minuten später war ich bereits vor Ort und konnte den Schirm auch rasch entdecken.
An der letzten APRS Position stand (und steht noch immer :-)) allerdings ein ziemlich hoher Baum
in dem sich die Sonde weit oben gut versteckte. Auch bei weiteren Besuchen hat sich die Sonde nicht gezeigt.
Heute war wieder einmal eine Reitstunde am Plan und ich nützte die Zeit für einen weiteren Versuch.
Diesmal mit Erfolg: genau unter dem Baum fand ich im Laub zunächst einige Styroporteile,
und dann auch die Platine und die Batterien. Genau dort hatte ich auch früher schon gesucht
und bin vermutlich sogar schon auf der Sonde gestanden.
Damit habe ich endlich meine 20. Sonde gefunden!

Flugstrecke mit 35.606m größter Höhe


Landung westlich des Tulbinger Kogels


ein kleiner erster Hinweis zwischen den Blättern


ziemlich beschädigt...


Batterien, Platine, Sensoren und einige Plastikteile gefunden


Fallschirm hoch oben im Baum


17.August 2019  Radtour mit Altsondensuche
Die Sonde hatte schon eine Vorgeschichte: OE1FFS Fritz war am Flugtag der Sonde nach der Landung schon vor Ort
und konnte nur den Fallschirm in über 20m Höhe finden und die Sondenposition mittels Sondefinder feststellen.
Da aber alle Teile in unerreichbarer Höhe hingen war damals eine Bergung nicht möglich.
So machte ich heute eine Radtour in die Gegend um einmal Nachschau zu halten, ob die Sonde  nach 10 Monaten schon
den Weg zum Boden gefunden hatte. An der angegebenen Position von Fritz konnte ich nach kurzer Umsicht
tatsächlich die Sonde am Boden liegend und teilweise von Laub bedeckt mit allen Teilen - da sie auseinandergefallen war -
finden und einsammeln. Vom Fallschirm war jedoch nichts zu entdecken. Den muss einer der Stürme wohl weggetragen haben.

Flugroute mit 34.786m größter Höhe


Letzte damals mitgeschriebene Position


Fundstelle der Sonde


auseinandergefallen oder aufgebrochen durch Wildverbiss beschädigt


deutliche Verbiss Spuren am Styropor sichtbar


23.März 2019 Mit Geduld und Ausdauer zur Sonde

Die Laufrunde "Rund um den Lainzer Tiergarten" stand schon länger wieder am Plan, und da mit geringem Umweg auch noch zwei Altsonden am Weg lagen,
gab es bei dem schönen Wetter kein Halten mehr.

Nummer 1: Wiener Sonde P1040187 vom 4.8.2018
OE3KAS hat die Sonde damals in den Bäumen geortet. Der Schirm war auch heute noch von Weitem
hoch im Baum zu sehen. Die Sonde lag genau an der letzten Position am Boden und war leicht zu finden. 

Nummer 2: Wiener Sonde N3620456 vom 7.5.2018
Ich konnte den Schirm damals finden, die Sonde war aber "unsichtbar". Bei mehreren Besuchen danach
konnte ich die Schnur bis zu einem Baum ca. 50m vom Schirm entfernt verfolgen - die Sonde ließ sich allerdings trotzdem nicht entdecken.
Heute habe ich sie direkt neben diesem Baum im Laub gefunden, der Schirm hängt immer noch unerreichbar in den Bäumen. 

Das war sicher der längste Fußweg zu einer Sonde bisher, hat sich aber auf jeden Fall ausgezahlt.

Flugstrecke am 4.8.2018  der 1 gefundenen Sonde mit 33.868m größter Höhe


Landung am südlichen Ende des Lainzer Tiergarten




Fallschirm hoch im Wipfel des Baumes


Flugstrecke am 7.5.2018 der 2. gefundenen Sonde mit 34.059m größter Höhe


Landeplatz südweatlicher Bereich


leicht verwittert aber nicht verwest


Fallschirm auch hier hoch oben


28.Dezember 2018  Aller guten Dinge sind drei
Am 19.11.2018 ist die Sonde P0930885 nur 1.8km von meinem Zuhause entfernt in Purkersdorf gelandet.
Eigentlich für die Gegend St.Pölten vorhergesagt, hat sie anscheinend aufgrund des Schneefalls ihren Flug schon etwas früher beendet.
Damals war ich kurz nach 6:00 Uhr bereits vor Ort und konnte das Signal mit 12.5kHz abseits der Frequenz immer noch empfangen,
allerdings war die Sonde im frischen Schnee und im Dunkeln nicht auffindbar.
Einige Tage später, bei Tageslicht und ohne Schnee, konnte ich sie in ca. 13m Höhe auf einem Baum hängend entdecken.
Heute hat sich nun endlich eine Gelegenheit ergeben entsprechend ausgerüstet die Sonde zu bergen. Mit einem 10m und 5m zusammengebundenenen
GFK Mast und einem am Ende quer angeklebtem Holzstück konnte ich die Schnur einwickeln und abreissen,
und die Sonde endlich in Händen halten. Der Fallschirm musste am Baum daneben zurückbleiben.

Flugstrecke mit 34.985m größter Höhe


Landung im Wald westlich von Purkersdorf


Fallschirm unerreichbar hoch im Baum


beim 3. Besuch endlich geborgen


11.November 2018 Altsondenbergung im Lainzer Tiergarten
Das schöne Wetter heute Nachmittag habe ich für einen Lauf genützt,
und dabei wollte ich im Lainzer Tiergarten bei der Sonde P1520546 vom 2.6.2018 vorbeischauen.
Die Sonde war offensichtlich auf einem Baum gelandet, da die Positionsdaten
über viele Stunden die gleiche Position gezeigt haben. Der Empfänger von Fritz OE1FFS
war in optimaler Position, um die Sonde bis zum Batterie-Ende zu decodieren.
Bei meinem ersten Besuch am 9.6. waren weder Sonde noch Schirm im dichten Grün der Bäume zu erkennen.
Heute war es schon deutlich einfacher: Der Schirm lag genau an der letzten Position am Boden
und am Baum daneben hing die Sonde in ca. 7m Höhe. Mit einem langen dünnen Baum, der dort am Boden lag,
konnte ich ausgestreckt und auf Zehenspitzen stehend gerade die Schnur über der Sonde erreichen.
Nach ein bisschen herumreißen hat die Schnur letztlich aufgegeben und die Sonde landete vor meinen Füßen.
Geruch, Spuren und Geräusche aus der Nähe machten mir klar, dass ich mich hier im Wildschweinrevier aufhielt.
Also schnell die Teile zusammengepackt und wieder zurück zum Weg, bevor sich die Schweine auf Sondenjägerjagd begeben...
Flugstrecke am 2.6.2018 mit 37.482m größter Höhe


Landung im Lainzer Tiergarten im Wald. Bis 12:06 Uhr hat sie noch  gesendet


Der Fallschirm hat es schon bis zum Boden geschafft


Die Sonde noch hoch oben


Nun ist der "Müll" auch geborgen


27.Oktober 2018 Man muß nur Geduld haben
Da ich heute in der Nähe unterwegs war, habe ich der Sonde N3620235 vom 25.3.2018 einen Besuch abgestattet.
Ich hatte die Sonde damals am Vormittag nach der Landung bereits entdeckt,
allerdings hing sie hoch oben unerreichbar auf einem Baum, ebenso wie der Schirm.
Auch bei einem "Kontroll-Besuch" im Juni im Zuge einer Rad-Runde hing sie immer noch oben.
Heute war die Sonde weg und zunächst auch am Boden nicht auffindbar.
Da nur wenige Meter weiter eine Futterstelle aufgebaut ist, hatte ich schon den Jäger in Verdacht.
Ich bin daher weitergegangen um nachzusehen, ob der Schirm noch am Baum hängt,
und habe ihn am Boden liegend gefunden. Am Weg zurück zum Auto bin ich dann fast
auf die Sonde gestiegen, die sich bereits gut im Laub versteckt hatte.
So kann ich also 7 Monate nach der Landung einen Komplett-Fund verzeichnen!
Flugstrecke der Sonde mit 35.375m größter Höhe


Flugdaten der Sonde vom 25.3.2018


Fund beim ersten Besuch der Sonde am Landetag - Fallschirm hoch oben


Sonde auch hoch genug um sie zu bergen.


7 Monate später liegt sie also am Boden zum "ernten" bereit


Auch die Sonde hat den Weg nach unten endlich geschafft.


22.August 2018 und wieder eine 30 Minuten Bergungsonde
Eigentlich bin ich früher aufgestanden, um zeitiger im Büro zu sein. Die Landeposition der Wiener Nachtsonde P0940544
war dann aber doch zu verlockend: nur 6km entfernt neben der Strasse im Wald...sofern sie nicht hoch oben hängt,
sollte das eine leichte Bergung sein. Also den Umweg riskiert und die bereits auf Google-Maps
erkannte Parkmöglichkeit nahe der Sonde anvisiert. Trotz vieler Reflektionen beim Peilen war die Sonde
nach wenigen Minuten im Gras ca. 50m vom Auto entfernt gefunden, direkt darüber hoch oben im Baum
war auch der Schirm zu sehen. Der hat sich aber anscheinend ziemlich in den Ästen verwickelt und die Schnur ist gerissen,
ohne dass sich der Schirm auch nur bewegt hat. Wie schon am Tag davor hat
der Umweg inklusive Bergung nur ca. 30min gedauert - so könnten die Tage öfters beginnen.
Flugroute mit 33.794m größter Höhe


Landung nördlich von Mauerbach im Wald





21.August 2018 Schnelle Bergung im Vorbeifahren
Die heutige Wiener Mittagssonde P1040125 hat sich für die Gegend westlich vom Wolfersberg im 14.Bezirk angekündigt.
Da ich am Nachmittag ungefähr zur Landezeit ohnehin Richtung Mauerbach unterwegs war,
hatte ich die Sonde also etwas genauer im Auge. Tatsächlich ist sie dann in der Nähe des Hotels Sophienalpe
nur ca. 100m von der Strasse entfernt gelandet. Knapp ein halbe Stunde später war ich bereits vor Ort
und konnte die Sonde nach kurzer Suche durch Peilen am Boden finden, die Schnur hat sich hoch oben in einem Baum verloren.
Nach ein bisschen Ziehen war dann endlich auch der Schirm sichtbar, der sich aber nicht über die Äste ziehen hat lassen.
Irgendwann ist die Schnur gerissen - und wenige Meter neben mir der Schirm mit einem Bündel an Ballonresten gelandet.
Nun noch den Weg durch Gebüsch und Dornen zurück zum Auto - in der Büro-Adjustierung kein wirkliches Vergnügen -
und schon gings weiter zum Abholen meiner Tochter. Der Umweg hat ziemlich genau 30min gekostet und ist fast nicht aufgefallen...
Flugstrecke mit 32.885m größter Höhe


Landung auf der Sofienalpe natürlich im Wald


Sonde unbeschädigt am Waldboden


Auch das restliche Fluggespann geborgen. Der Wald ist wieder sauber.


16.August 2018 Schweißtreibende Sondenbergung
Nach den ersten vorhergesagten Landeplätzen der Wiener Mittagssonde P1040188 wollte ich eigentlich zu Hause
mit einem Kaffee darauf warten, dass die Sonde auf meinem Balkon landet. So einfach wurde es letztlich doch nicht,
und sie ist einige Kilometer weiter im Lainzer Tiergarten gelandet. Am Weg zum Auto fragte schon Fritz OE1FFS
ob ich sie suchen wollte, und kurz darauf schickte er mir die Details inklusive Satellitenfoto vom Baum,
in dem bzw. unter dem sie hängen müsste. Ziemlich verschwitzt habe ich nach kurzer Wanderung die Position erreicht,
und nach ein paar Runden um die Bäume auch bald den Ballon in den Ästen und die Sonde am Boden entdeckt.
Die Schnur ist beim Anziehen leider gerissen, aber nachdem man bekannterweise nur einen Brief aufgibt,
aber keinesfalls eine Sonde mit Ballon, bin ich einige Meter nach oben geklettert und habe mit
einem langen dünnen Baumstamm den Schirm von Ast zu Ast nach unten bewegt. Das war noch
anstrengender als der Aufstieg, aber was tut man nicht alles für eine komplette Sondenbergung...

Flugstrecke mit 32.673m größter Höhe


Landung mit 12,1m/Sek Sinkgeschwindigkeit im Lainzer Tiergarten


Fallschirm schön am Baum und Sonde darunter.    Am Sondengehäuse wieder ein Stempel mit "BRAV GELERNT"
.

der Aufprall hat Spuren am Styroporgehäuse hinterlassen. Alle Teile wieder eingesammelt damit keine Tiere im Tiergarten zu Schaden kommen!
.

14.Juli 2018 ein perfekter Urlaubsbeginn
Am Mittwoch, 11.7.2018, landete die Linzer Sonde N1253088 in der Nähe von Moniholz im Waldviertel.
Da ich am Samstag 14.7. mit meiner Tochter auf dem Weg zum Campingurlaub am Ottensteiner Stausee war,
und die Sonde immer noch Status "Unbekannt" hatte, wollten wir den kleinen Umweg in Kauf nehmen und die Suche wagen.
Nur etwa 300m von der letzten Position entfernt gab es einen schattigen Parkplatz und die Suche konnte beginnen.
Fast genau entlang der vorhergesagten Flugbahn gab es eine Wiese, die links von sehr hohen und
rechts von ziemlich hohen Bäumen begrenzt war. Das Gras war mindestens brusthoch,
und so habe ich meine Tochter auf die Schultern genommen.
Die Arbeitsteilung war klar: ich versuche einen Weg durch Gras und Dornen zu finden,
und sie aufgrund der besseren Aussicht Spuren von der Sonde. Kurz darauf hat sie auch schon eine verdächtige
Schnur zwischen zwei Baumwipfeln entdeckt. Im dicht verwachsenen Wald war die Orientierung gar nicht so einfach,
aber gottseidank konnte ich die weiße Box knapp über dem Boden baumeln sehen.
Am Baum daneben war auch ein kleines rotes Knäuel zu sehen und beim Anziehen an der Sonde konnte der Schirm auch tatsächlich bis zum Boden gezogen werden.
So konnte ich meine 10. Sonde komplett und vollkommen intakt bergen und dem Urlaubsbeginn stand nichts mehr im Wege.
Flugstrecke von Linz ins Waldviertel mit 25.905m größter Höhe


Wie es sich gehört Sondenlandung im Wald -viertel


Sanfter kann eine Sonde wohl nicht landen auf der Antenne stehend und unbeschädigt.
.

Auch hier wieder alle Teile geborgen - perfekter Urlaubsbeginn


1.Juni 2018 Fast ein Drive Inn
Die Wiener Morgensonde P1520599 ist nur wenige km von meinem QTH entfernt und
zwischen zwei ca. 300m voneinander entfernten Straßen gelandet. Da verletzungsbedingt
derzeit nur einfache Sonden in Frage kommen, war die genau richtig. Nach einer ersten erfolglosen
optischen Erkundung musste mir der mobile Sondenraspi die genauen Koordinaten verraten.
Letztlich baumelte die Sonde dann nur ca. 30m von der Straße entfernt
in Kniehöhe von einem Baum herunter. Die Schnur ist beim Anziehen gerissen
und es hingen noch ein par Ballonreste daran, vom Schirm war leider nichts zu sehen.
Die zweite „P“ Sonde in meiner Sammlung hat es mir gottseidank nicht sehr schwer gemacht.

Flugroute mit 35.564m größter Höhe


Letzte bekannte Höhe mit normaler Sinkgeschwindigkeit 5 m/sek


Fundort nahe der Straße


Leichte Bergung


Der Aufkleber löst sich schon


25.Mai 2018 Teamwork und ein bisschen Glück
Die heutige Wiener Nachtsonde P1530569 hat sich Hintersdorf nordwestlich von Wien als Landegebiet ausgesucht.
Da ich am Nachmittag ohnehin in der Nähe war, habe ich mich ca. 12 Stunden
nach der Landung auf die Suche gemacht. Die letzte Position war über einem Haus
und eine kurze Rechnung anhand von Sink- und Fluggeschwindigkeit hat eine Landung in einem der Gärten
auf der anderen Straßenseite ergeben. Ich habe bereits damit gerechnet,
dass nach so langer Zeit die Sonde vermutlich nicht mehr sichtbar irgendwo herumliegt,
und gleich einmal beim ersten Haus geläutet. Leider hat niemand aufgemacht,
und nach einer kurzen erfolglosen Suche in der Umgebung wollte ich bereits wieder aufbrechen,
als jemand mit seinem Hund aus dem Nebenhaus kommt. Ein roter Fallschirm ist ihm heute Früh nicht aufgefallen,
aber gemeinsam machen wir uns noch einmal auf die Suche. Außerdem soll ich ihm meine Telefonnummer
geben und er wird die Nachbarn alle fragen, falls wir nichts finden. Ein Einheimischer
kennt natürlich jeden Trampelpfad, und bald sind wir durch dichten Wald auf der Rückseite des Gartens angelangt.
Dort finden wir zwar keine Sonde, aber den Nachbarn, der mein Läuten gehört hat
aber zu langsam beim Tor war (bzw. ich zu schnell wieder weg). Inzwischen ist der Hund verschwunden,
und so sucht der eine den Hund und ich mit dem anderen die Sonde. Wenige Minuten später läutet das Handy:
der erste Helfer hat nicht nur seinen Hund wieder gefunden, sondern auch den nächsten Nachbarn daneben –
und der wiederum in seinem Garten Fallschirm mit Sonde. Als ich zurückkomme liegt bereits alles neben meinem Auto
und ich muss die Sachen nur noch einpacken. Der zweite Such-Partner ist von der Reißfestigkeit
der Schnur ganz begeistert - ich schenke sie ihm, zukünftig wird sie Gemüsepflanzen und Blumen vor dem Umfallen bewahren.
Ich bin immer wieder von der Freundlichkeit und Begeisterung der Leute überrascht, bei der Sondensuche zu helfen.
Und begeistert bin auch ich, den neuen Sondentyp aus Styropor in meinem Fundus zu haben.
Flugroute mit 28.086m größter Höhe


Landung im Wiener Wald nordwestlich von Wien


Landeanflug mit 8,7m/s fallend gerade noch über die Straße geschafft.


Alle wichtigen Teile bekommen. Auf die Schnur kann man gerne verzichten.


meine erste RS41 der neuen Generation im Styroporgehäuse


21.April 2018  Sondenjäger im wahrsten Sinn des Wortes
Die Vorankündigung für eine Landung der Wiener Nachtsonde in der Gegen Alland,
und auch die Nachricht über die tatsächliche Landung dort konnten mich noch nicht
ausreichend motivieren. Nach der WhatsApp Nachricht von Fritz -OE1FFS am Vormittag gab es aber kein Halten mehr.
Auf der Karte hat es einfach ausgesehen, Landung knapp neben der Straße.
Vor Ort gab es dann doch einige erschwerte Bedingungen. Der Akku von meinen beiden
Funkgeräten war leer und der mobile Sonden-Raspi zeigt trotz richtiger Frequenzeinstellung
und gutem Signalpegel keine Sondenposition an. Die Straße mündet in einer Forsttraße,
die nur für Anrainer zu befahren ist, und daran wollte ich mich auch halten -  also geht’s zu Fuß weiter.
Dann sind alle Wiesen Richtung Sonde eingezäunt, und nur ein Bach hat hier natürliche Öffnung erlaubt, also durch…
Wie ich aus einem Gebüsch krabble, steht ein Jäger vor mir, der gerade mit Holzarbeiten beschäftigt ist,
und mich fragt, ob ich etwas bestimmtes suche. Nach einer kurzen Erklärung sitzen wir in seinem Geländewagen
und er fährt mit mir die Forstwege ab, zwischendurch sucht er mit seinem Fernglas von Anhöhen und Jägerständen
die Gegend ab, während ich mit einer Powerbank versuche, mein Yaesu zumindest kurz Einschalten zu können.
Ich erzähle ihm, dass die Sonden manchmal auch hoch oben hängen und nicht erreichbar sind…
das Argument lässt er nicht gelten, er hat eine Motorsäge mit und ein Baum mehr oder weniger spielt keine Rolle!
Bei der vorhergesagten Landeposition versuche ich eine Peilung und kann die Richtung gerade noch eingrenzen,
bevor das Funkgerät sich wieder ausschaltet. Gottseidank kann ich bald darauf
den Schirm hoch oben in einem Baum erkennen, und der Jäger findet fast direkt darunter die Sonde am Boden.
Er fragt, ob ich den Schirm auch brauche…weil dann schneiden wir den Baum halt um.
Ich winke ab, so groß ist der Umweltschaden durch den Fallschirm auch nicht, dass ein Baum daran glauben soll.
Der Fundort war nur ca. 30m von der Stelle entfernt, von der wir mit dem Auto weggefahren sind. Hätten Raspi und Funkgerät funktioniert…
Wir sammeln noch sein Werkzeug ein, und dann bringt er mich zurück bis zu meinem Auto.
Wieder einmal eine äußerst nette Bekanntschaft beim Sondensammeln gemacht.
Insgesamt hat die Aktion natürlich wieder deutlich länger gedauert als der Familie versprochen war, was mich wohl demnächst ein Eis kosten wird.
gesammte Flugstrecke mit 31.864m größter Höhe


Letzte mitgeschriebene Höhe in 940m westlich von Alland


Suchstrecke


Sonde unbeschädigt, Fallschirm zu Gunsten des Baumes zurückgelassen.


15.April 2018 einfacher als erwartet
Schon Ende Februar habe ich den Schirm der Linzer Sonde M1343625 vom 7.9.2017, ca. 350m
von der letzten Positionsmeldung entfernt, hoch oben in einem Baum entdeckt.
Damals war von Sonde und Schnur nichts zu sehen, und da nur wenige Meter entfernt eine Forststraße verläuft,
habe ich vermutet, dass die Sonde jemand gefunden hat. Tage später, beim Durchsehen der Fotos,
habe ich in der Vergrößerung ein verdächtiges rechteckiges Ding entdeckt…hängt da die Sonde neben dem Schirm im Baum?
Heute war endlich wieder Zeit, und ich habe mich mit meiner Tochter und einem Rucksack voller Kletterausrüstung
noch einmal auf den Weg zum Fundort gemacht. Der Plan bzw. die Hoffnung war, das Kletterseil irgendwie
über einen ausreichend dicken Ast der umliegenden Bäume zu bekommen, und dann hoch genug zu klettern,
um mit dem ca. 8m langen GFK Mast (die letzten 2m sind vor längerer Zeit einem Windstoß zum Opfer gefallen) die Sonde herunterzustoßen.
Vor Ort ist mir gleich ca. 10m weiter ein weißes Ding im Laub aufgefallen – die Sonde!
Kein Wunder, das ich die im Schnee damals nicht gefunden habe. Der Ehrgeiz war geweckt,
und so haben wir noch versucht, den Schirm zu bergen. Der nächstgelegene Baum war leider nicht besonders dick,
hatte aber viele (dünne) Äste, an denen ich bis in ca. 8m Höhe klettern konnte.
Der Schirm war immer noch deutlich außer Reichweite der Mastspitze, muss also über 20m hoch hängen.
Trotz tatkräftiger Unterstützung meiner Tochter ist es uns nicht gelungen, in ausreichende Nähe des Schirms zu kommen,
und so haben wir das Vorhaben letztlich aufgegeben. Die Sonde hat ganz offensichtlich eine schwere Zeit hinter sich…
Antenne ausgefranst, Gehäuse aufgerieben, Sensor abgebrochen, innen rostig. Auf den Resten eines Aufklebers
ist aber immerhin die Nummer noch zu erkennen, und mit neuen Batterien sendet sie noch!
Obwohl ich mir den schweren Rucksack ersparen hätte können, war die Freude trotzdem groß, eine so alte Sonde noch zu finden.
Flugstrecke am 7.September 2017 mit 24.872m größter Höhe


östlich von Hochstraß nahe der A21 Wr. Aussenringautobahn der Landeplatz im Wald


im Winter: Fallschirm sichtbar aber keine Sonde
.

im Laub versteckt war sie im Winter auch noch zugeschneit


hoch oben im Baum zum Fallschirm bergen. Trotz höchstem Einsatz gelingt es nicht immer!


Antennendraht aufgedrillt...


von Mäusen schon angefressen...


abgebrochener Sensorflügel und verrostetes Abschirmblech...


gerade noch lesbare Sondennumer. Umwelt wenigstens vom Elektronikmüll befreit.


29.März 2018 einfach und schnell
Ein Blick aufs Handy in der Früh sagt mir, dass vor einigen Minuten die
Linzer Sonde N1423596 nur 3.4km entfernt gelandet ist. Die Landekoordinaten schauen
vielversprechend aus: stabile Punktewolke in offen zugänglichem Gelände neben der Straße.
Nachdem es noch keinen Eintrag für eine geplante Bergung gibt und ich am Weg in die Arbeit fast daran vorbeifahre,
ist die Route schnell klar. Beim Einbiegen in die Gasse sehe ich schon aus einiger Entfernung ein grünes Licht
knapp über dem Boden und vermute zuerst einen Hund mit Leucht-Halsband dahinter, doch einige Meter
weiter sehe ich das Licht an einer weißen Box. Tja, so einfach kann es sein. Die Sonde hängt
nicht einmal 1m über dem Boden fast in Reichweite vom Autofenster aus, die Schnur geht über einige Bäume
zum Schirm nach oben. Ich kann ihn zwar durch kräftiges Ziehen
auf den Baum daneben bringen, dann reißt leider die Schnur und der Schirm muss oben bleiben.
Viel einfacher geht es nicht mehr, nicht einmal 15 Minuten später bin ich schon wieder am Weg in die Arbeit.
Flug von Linz nach Wien mit 25.252m größter Höhe
Landung im Westen von Wien im 14.Bezirk
gerade noch frei hängend über dem Boden
.
Der Schirm wird wohl beim nächsten Sturm herunterkommen
Linzer Autostartsonde N1423596
24. März 2018 Anstrengender als gedacht
Laut Vorhersage soll sich die Wiener Mittagssonde in die Gegend Schöpfl verirren.
Schönes Wetter, sonst nix vor, Tochter ist motiviert – also gute Voraussetzungen für eine gemeinsame Sondensuche.
Die Sonde hält sich brav an die vorhergesagte Route und wir brechen kurz nach dem Platzen des Ballons Richtung St.Corona am Schöpfl auf.
Noch habe ich Hoffnung, die Sonde im Anflug filmen zu können. Leider habe ich dort aber keinen Handyempfang,
und so ist meine letzte empfangene Positionsmeldung östlich von St.Corona mit über 2000m Höhe.
Ich drehe um und fahre ein Stück zurück, um etwas näher an den möglichen Landeort zu kommen.
Dort piepst das Handy - Fritz OE1FFS schickt mir gottseidank die Landekoordinaten.
Diese Information kam gerade rechtzeitig, weil wir schon einen Parkplatz gefunden haben und
uns am falschen Berg und 2.5km entfernt von der Sonde auf die Suche gemacht hätten.
Wir wechseln einfach die Straßenseite und nehmen über die Südseite vom Schöpfl den direktesten Weg Richtung Sonde,
die natürlich fast ganz oben gelandet ist. Schon nach wenigen Metern stehen wir im teilweise knöchelhoch verschneiten Wald.
Es wird anstrengend, die Motivation meiner Tochter lässt bald nach, und nach ca. 1 Stunde sind wir endlich bei den Landekoordinaten.
Trotz abmontierter Antenne pfeift die Sonde aus jeder Richtung fröhlich aus dem Lautsprecher des Funkgerätes,
aber weder Sonde noch Schirm lassen sich blicken. Nach einigem Hin- und Herlaufen kann ich die Richtung etwas einschränken
und sehe endlich die Schnur, und auf einer erhöhten Böschung einige Meter weiter den Fallschirm am Boden (!) –
das hätte ich mitten im Wald doch nicht erwartet. Die Schnur lässt sich leicht ziehen, und dann sehen wir gute 30m
weiter hinter einem Baum auch die Sonde auf- und ab-wackeln. Eigentlich genau an den letzten Koordinaten…warum war das so schwer?
Zurück geht es gottseidank etwas einfacher weil bergab, mittlerweile ist uns beiden kalt
und die Schuhe sind naß. So bald werde ich meine Tochter wohl nicht mehr zum Sondensuchen überreden können…
gesammte Flugroute mit 32.859m größter Höhe


Landeplatz nahe Schöpfl Schutzhaus


Nahe des Forstweges aber im steilen Gelände


Da leuchtet der rote Schirm am Boden. Im Wald schon ein besonderer Glücksfall


Sonde einfach zum herunterpflücken (wenn man die Schnur nachläßt Hi)


Alle Teile geborgen! der Wald ist wieder sauber! Jetzt gehts zum Aufwärmen!


21.Februar 2018 Zeitiger Wintereinsatz
Fast einen Monat nach der letzten Suche sehe ich zeitig in der Früh die Email-Benachrichtigung über die
Landung der Wiener Sonde N3640030 in meiner Nähe. Da das kein großer Umweg am Weg ins
Büro ist, wage ich den Versuch…

.

Um 6:30 bin ich bereits vor Ort und kann die Sonde mit dem Empfänger noch gut hören. Es schneit und ist kalt, und nach
einer ersten Runde um das BOKU Gelände ist klar: die Sonde liegt natürlich IM eingezäunten Bereich.
Gottseidank sind schon einige Mitarbeiter unterwegs und nach einer kurzen Erklärung ist das Interesse geweckt. Ein
Mitarbeiter macht sich mit mir auf den Weg
J
An der letzten Position ist nichts zu sehen und vor allem aus Zeitgründen (die Diensteinteilung steht an) geben wir
vorerst auf. Am Weg zurück sehe ich endlich den Fallschirm ziemlich hoch in einem Baum hängen, die Sonde
sendet zwar immer noch brav ist aber nicht auffindbar. Zurück im Gebäude werde ich dem Chef vorgestellt
und bekomme die Erlaubnis, alleine weiterzusuchen. Also noch einmal zurück. Ich schraube die Antenne zum Peilen ab
und kann in einer Richtung immer noch etwas hören…weit kann sie also nicht sein. Kurz darauf entdecke ich die Schnur,
und ein Stück darunter – halb im Schneematsch am Teich versunken – die Sonde. Ich kann die Schnur
mit einem Ast an den Rand ziehen und so die Sonde „angeln“, viel weiter am Teich hätte sie nicht liegen dürfen…
Der Schirm muss leider am Baum hängen bleiben. Ich drücke noch auf den Knopf und nachdem nichts blinkt
bin ich der Meinung, dass die Sonde abgeschaltet ist. Zurück beim Eingang präsentiere ich meinen Fund und nach einem
kurzen Tratsch mache ich mich auf den Weg ins Büro.

Suchbild: welcher weiße Fleck ist die Sonde?
..


Doch das Abenteuer ist noch nicht zu Ende…
Bald darauf stehe ich etwas länger an einer Kreuzung und versuche am Handy den Fund zu loggen, entdecke dabei
aber den Eintrag von Fritz, dass er sich um 8:00 auf den Weg machen will. Es ist 7:59…
Ich drehe das Funkgerät auf und unterbreche die Satzberg-Morgenrunde für eine wichtige Durchsage
:-)
Fritz hat das allerdings längst erkannt und gibt mir meine Position durch ?!? Die Sonde ist doch abgedreht  - oder doch nicht?
Dank der Hinweise von Fritz gelingt es mir Sonden-Greenhorn letztlich das Ding ruhigzustellen. Ich bin jedenfalls
ziemlich beeindruckt, dass die Miniatur GPS Antenne der RS41 Sonde im Fußraum meines Autos so guten
Empfang hat - und die Sonde mit 60mW tadellos meine Position verraten hat.
Mein Track durch Hietzing ist noch einige Stunden nach der Sondenlandung auf aprs.fi zu sehen…


26.Jänner 2018 Die ersten Versuche - Sonde 1 & 2
Das Interesse an Stratosphärenballons und einem eventuellen Selbst-Bau war schon längere Zeit geweckt.
Den letzten Kick sich dem Thema mehr zu widmen gab dann der QSP Bericht über das Ballon-Projekt der
HTL Kapfenberg. Bei der Recherche kommt man ziemlich bald zur Seite von OE1FFS…und damit war klar:
es muss eine solche Sonde her, um sie dann genauer unter die Lupe zu nehmen.
Nach einigen Tagen Beobachtung auf aprs.fi und Stöbern auf der Seite von SQ6KXY fehlte nur noch ein freier Tag…
Am 26.1. war’s dann soweit und ich hatte mich für zwei Sonden entschieden, die nicht allzu weit auseinander
in der Nähe von Hollabrunn gelandet sind. Dadurch habe ich mir höhere Chancen ausgerechnet, zumindest eine davon zu finden.

Zuerst ging’s zu Sonde N142361 aus Linz vom 6.1.2018. Die Track-Aufzeichnung hat vielversprechend ausgesehen, da die Sonde
ganz offensichtlich nicht viele „Fluchtmöglichkeiten“ hatte.


Ziemlich abseits der Zivilisation und toller (Wetter-)Stimmung war der Fund dann fast zu einfach. In etwa 100m abseits der
letzten Position lag die Sonde im Feld.

.


Von diesem Erfolg bestärkt ging es weiter zur Sonde N1440285 aus Kümmersbruck vom 22.1. Nachträglich betrachtet etwas blauäugig
bin ich gleich zur berechneten Landeposition am Ende der gelben Linie spaziert. Da die Geschwindigkeit der letzten
Positionsmeldung mit 65km/h aber noch ziemlich hoch und die Höhe offensichtlich nicht bzw. falsch kalibriert
war (Start bei 3306m, Landung bei 2943m), habe ich es riskiert.


Netterweise gibt es dort einen Waldlehrpfad mit Parkplatz und einem Wanderweg, der genau in die richtige Richtung
geführt hat. Leider gibt es auch zahlreiche weiße Hinweisschilder, die beim Suchen ständig optische „Fehlalarme“ auslösen.
Wenige Meter neben einem Weg ist dann aber plötzlich in Brusthöhe ein weißes Ding gebaumelt. Der Schirm hat sich einige
Meter weiter (vergeblich) versteckt. Die Schnur war über mehrere Bäume fest gespannt und nach einigen artistischen
Kletter-Übungen konnte ich den Schirm nur durch Abschneiden der Schnur bergen.

.
.

Vor lauter Motivation und Übermut habe ich mich am Nachhauseweg noch auf die Suche nach der
Wiener Sonde M2321314 vom 19.5.2017 gemacht. Diese war aber leider unauffindbar (ein Fund wäre mir dann
aber auch schon fast unheimlich geworden).

Alles in allem jedenfalls ein äußerst erfolgreicher erster Tag als Sondensucher.






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