a:2:{s:7:"VERSION";i:1;s:7:"CONTENT";s:2866:" Die Geminiden sind vom 06.12.2011 bis 16.12.2011 zu beobachten. In den letzten Jahren war der Strom sehr aktiv, teilweise sehr helle Objekte. Die Umlaufsperiode des Geminiden-Stroms um die Sonne mit 1,65 Jahren gibt Rätsel auf. Einen Komet mit solch kurzer Umlaufsperiode konnte man sich nicht vorstellen, weshalb recht exotische Hypothesen zum Ursprung der Geminiden aufgestellt wurden. Am 11.10.1983 entdeckte man den Asteroiden 3200 Phaeton (Gruppe der Apollo-Asteroiden, 5,1 km Durchmesser, Geschwindigkeit 720,000 km/sec in Sonnennähe), der in rund 524 Tagen in einer stark elliptischen Bahn um die Sonne zieht. Da seine Bahn mit der langgezogenen Staubwolke der Geminiden übereinstimmt, vermutete man zunächst, dass Phaeton der Kern eines erloschenen Kometen sein könnte. Infrarotaufnahmen zeigten jedoch, dass seine Oberfläche aus festem Gestein besteht. Trotz hoher Temperatur von 600 Grad C konnten jedoch keine Emissionen wie bei einem Kometen nachgewiesen werden. Die Geminiden, deren Radiant im Sternbild Zwillinge nahe bei den hellen Sternen Castor und Pollux liegt, nehmen in mehrfacher Hinsicht eine Ausnahmestellung ein. Der Anstieg zum Maximum erfolgt recht langsam über mehrere Tage hinweg, der Abfall dann aber ziemlich rasch. Da der Radiant Mitte Dezember der Sonne am Himmel gegenübersteht, ist er während der gesamten Nacht über dem Horizont zu finden. Die Höchststellung wird kurz nach Mitternacht erreicht. Deshalb lassen sich die Geminiden im Gegensatz zu anderen Meteoren sehr gut in den Abendstunden beobachten. Die Geminiden sind besonders eindrucksvoll, weil Sie viele helle, typischerweise gelb-weiss leuchtende Meteore hervorbringen. Die hellsten Meteore erscheinen erst nach dem Maximum, während davor die schwächeren Objekte dominieren. Innerhalb der Staubwolke ist demnach eine Sortierung der Partikelgrößen erfolgt (was auch bei anderen Meteorströmen beobachtet wird). Die Geminiden wurden 1862 entdeckt; davor gab es keine nennenswerte Aktivität. Die Zentralstundenrate (ZHR) stieg von 14 (1877) auf derzeit über 100 (2009: ca.140). Die Geminiden sind der ergiebigste jährlich auftretender Meteorstrom. Grund für diese Zunahme ist der Orbit der Geminiden-Meteore, dessen Schnittpunkt (Knoten) mit der Erdbahnebene sich durch die Schwerkraftwirkung von Jupiter und Erde verschiebt. Er lag um das Jahr 1700 noch rund 20 Millionen Kilometer innerhalb des Erdorbits, um 1900 aber nur noch knapp 3 Millionen Kilometer. Im Jahr 2100 befindet er sich bereits 16 Millionen Kilometer außerhalb der Erdbahn. Dieser Meteorschauer ist daher für uns erdgebundene Beobachter nur eine sehr vorübergehende Erscheinung. Wird fortgesetzt. Bitte öfter neu laden. Fragen an:";}