INFORMATIONEN zum NAVIGATIONSPROGRAMM nach GESTIRNEN von Mike Stefanski. ------------------------------------------------------------------------ 1. Das Programm ASTRO.EXE Dieses Programm macht genau das, was man tun muss, um aus einer mit dem Sextanten gemessenen Gestirnshöhe eine Standlinie in der Seekarte zu erhalten. (Nach dem Höhenverfahren von Marc St. Hilaire mit Hilfe des Nautischen Jahrbuchs und der Tafelwerke HO 249) Das Programm arbeitet aber ohne Ermittlung des Rechenorts; also direkt mit dem gegißten Schiffsort. Dennoch ist es gut geeignet, eigene Berechnungen zu überprüfen indem man an Stelle des gegißten Schiffsortes den Rechenort eingibt ! Um eine Position zu erhalten, müssen Sie zuvor natürlich mindestens zwei sich sinnvoll (Winkel > 20°) schneidende Standlinien berechnet haben. Bei der Berechnung des Zielkurses wird als eigener Standort die letzte berechnete Position verwendet. Ist keine Position vorhanden, werden Sie aufgefordert Ihren Startpunkt einzugeben. Bei der Datum- und Zeiteingabe können Sie mit RETURN die Werte der Computeruhr übernehmen. 2. Das Programm NJ.EXE Dieses Programm druckt die Tagesseiten des Nautischen Jahrbuchs sowie die Sternörter aus. Sie brauchen lediglich noch ein beliebiges, altes Jahrbuch wegen der Beschickungstabellen und der Schalttafeln; als Tagesseiten nehmen Sie die Ausdrucke dieser Programme, und schon kann es losgehen ! Sollte es Probleme beim Ausdrucken geben, so können Sie ein ASCII-Textfile erzeugen und mit einen Textverarbeitungsprogramm (welches mit Ihrem exotischen Drucker harmoniert) ausdrucken. Dies sollte aber nur in Ausnahmefällen nötig sein. Die meißten Nadeldrucker sind, was einfachen Textausdruck angeht, weitgehend EPSON-kompatibel. Bei Tintenstrahl- und Laserdruckern sind die Geräte von HP so populär, daß wohl jeder eine Druckmöglichkeit hat. Gedruckt wird lediglich Text und Blockgrafikzeichen des IBM-ASCII-Zeichen- satztes. Das heißt, alle Drucker, die mit der Druck-Taste den Textbildschirm- inhalt unter DOS korrekt aufs Papier drucken, können auch mit meinem Programm die Tagesseiten des Nautischen Jahrbuchs ausdrucken (als EPSON-Drucker) 3. Bemerkungen zur Genauigkeit. Die Programme benutzen (falls vorhanden) den mathematischen Coprozessor. Fehlt er, rechnen sie ebenso genau, nur dauert es etwas länger. Die verwendeten Rechenalgorithmen für Gestirnspositionen sind sehr genau. Sie liegen in der Größenordnung von Minutenbruchteilen. (Siehe Montenbruck-Pfleger, Astronomie mit dem PC). Nicht ganz so genau sind die Beschickungen für den gemessenen Winkel und die Positionsberechnung. Aber der größte Ungenauigkeitseinbringer ist der Navigator selbst !! Denn eine Sextantmessung vom Schiff aus ist höchstens auf ein paar Minuten genau !!! Sternörter: Der Algorithmus zur Sternortberechnung ist nicht perfekt. Nach 2015 wird die Ungenauigkeit teilweise eine Minute überschreiten. Ferner werden folgende Sterne etwas ungenauer berechnet: 2, 4, 6, 9, 10, 20, 21, 22, 23, 26, 31, 36, 40,46, 47, 48, 52, 55, 58, 59, 63, 70, 74, 79, 80. ...