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Die neue Corona-Warn-App.

Meldung: BILD v. 24.07.2020   -  13:20 Uhr

Warn-App funktioniert  seit  5  Wochen nicht

Wer kann, der kann - aber viele können nicht, wegen einer veralteten Software.  .  . 

Berlin:  Um die Corona-Warn-App tatsächlich herunterladen zu können, müssen die Smartphones gewisse Standards erfüllen. Auf alten Geräten wird man sie nicht laden können. Was Nutzer alles wissen müssen. 

Von Jan Drebes und Eva Quadbeck 

Die Corona-Warn-App steht zur Verfügung. Die Bundesregierung hatte sich mit der Entwicklung viel Zeit gelassen. Datenschutz und Energieeffizienz sollen gewährleistet sein. In anderen europäischen Ländern ist sie schon im Einsatz – allerdings in anderen Ausführungen.

Wann wird man die Corona-App nutzen können? Die App steht seit dem 16. Juni zum Download bereit.

Wird man die App auf jedes Smartphone laden können? Apple und Google haben bereits im Mai die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die App auf iPhones und Android-Geräte geladen werden kann. Beim iPhone ist Voraussetzung, dass die aktuelle iOS 13.5 heruntergeladen werden kann. Bei einem älteren iphone 5, 5s oder 6 wird das nicht funktionieren. Bei Android-Geräten ist eine 6er Version Voraussetzung für das Laden der App. Zudem müssen Google Play Services auf den Geräten laufen, was bei den neuesten Huawei-Modellen nicht der Fall ist.

Gibt es eine Alternative zum Smartphone? Theoretisch ja. Beispielsweise könnte man Schlüsselanhänger nur mit einer Technologie für die Corona-Warnfunktionen ausstatten. Eine solche Alternative ist von der Bundesregierung für die Warn-App bisher nicht vorgesehen. Es ist aber gut möglich, dass solche alternative Möglichkeiten zu einem späteren Zeitpunkt nutzbar werden.

Wird die App angesichts ihrer langen Entwicklungsdauer auch besser sein als andere? Das wird die Praxis zeigen. Positiv hervorzuheben ist, dass die Bundesregierung gemeinsam mit den für die Entwicklung beauftragten Unternehmen SAP und Telekom die Programmierungsdaten vorab veröffentlicht hat, um auch Fachleuten und interessierten Laien die Chance auf Prüfung zu geben, die der Bundesregierung nicht nahe stehen. Bislang gingen nach Angaben der Bundesregierung 285 Verbesserungsvorschläge ein. Dieses offene Verfahren hat dazu geführt, dass die Kritiker eingebunden wurden und ihre Bedenken zur Verbesserung des Produkts beigetragen haben.
Vorstellung am Dienstag: Corona-Warn-App der
Bundesregierung steht zum Download bereit

Download-Start bei Google und Apple: Achtung, fertig, Corona-Warn-App!

Download für Smartphones gestartet: Justizministerin Lambrecht empfiehlt Corona-App auch für Kinder weiter.

Wie funktioniert die App? Sobald sich zwei Nutzer in einem Abstand von etwa zwei Metern nahe kommen und in dieser Distanz 15 Minuten oder länger verharren, tauschen die Apps über Bluetooth Daten aus. Sollte einer der beiden aufgrund von Symptomen oder aufgrund anderer Hinweise einen Corona-Test machen und dieser fällt positiv aus, dann hat er die Möglichkeit, das Test-Ergebnis in seine Warn-App einzuspeisen. Diese informiert dann anonym alle gespeicherten Kontakte. Sowohl das Laden der App wie auch der verantwortungsvolle Umgang mit dem eigenen Testergebnis und das Einspeisen der Daten sind freiwillig. Die App wird nicht automatisch auf die Handys geladen. Die Gesundheitsämter haben keinerlei Zugriff auf die Daten.

Was mache ich, wenn ich eine Warnung von meiner App bekomme? Man sollte sich sofort darum kümmern, einen Corona-Test machen zu lassen. Dafür wendet man sich entweder an den Hausarzt, an die Ärzte-Hotline 116117 oder ans zuständige Gesundheitsamt. Mit der Warnung besteht nicht automatisch eine Quarantäne. Es wäre aber sinnvoll, sich nach Möglichkeit zu isolieren, bis das Testergebnis da ist. Eine offizielle Quarantäne kann nur das Gesundheitsamt verhängen.

Wie sieht es mit dem Datenschutz aus? Die Entscheidung, die von der App gesammelten Daten dezentral, also nur auf den Daten der Smartphone-Besitzer, zu speichern, war ein wichtiger Schritt, um die Daten der Nutzer zu schützen. Zudem bleibt die Entscheidungshoheit über die Daten bei den Betroffenen. Wer positiv auf Corona getestet wurde, muss sein Ergebnis selbst in die App eingeben, damit die eigenen Kontaktpersonen davon erfahren. Kein Server, kein Gesundheitsamt und keine Ordnungsbehörde erfahren davon.

Was sagen Datenschützer? Eine grundsätzlich Kritik gibt es von Seiten der Datenschützer nicht. Einige Änderungswünsche hatte der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Ulrich Kelber, bereits in die Entwicklung einfließen lassen. „Mir ist besonders wichtig, dass die relevanten Dokumente zum Datenschutz, insbesondere die Datenschutzfolgeabschätzung, zum Start der App fertig sind“, sagte er vergangene Woche. Sie sollten ab dem ersten Tag öffentlich sein, um in der Bevölkerung Vertrauen und Akzeptanz zu schaffen. Eine Datenschutzfolge-abschätzung müssen die Hersteller anfertigen und den Behörden vorlegen, wenn sie in der Datenverarbeitung Risiken sehen. „Ich bin zuversichtlich, dass die beteiligten Unternehmen und Behörden unsere Hinweise schnellstmöglich umsetzen“, sagte Kelber. Was man bis jetzt an Dokumentation und rechtlichen Texten habe, mache insgesamt einen soliden Eindruck.

Kann es Manipulation geben? IT-Experten sehen trotz jüngster Nachbesserungen ein mögliches Einfallstor für Missbrauch bei der Nutzung einer bestimmten Hotline. Die Hotline ist nötig, weil noch nicht alle Corona-Testlabore einen digitalen Anschluss zur App haben. Lässt sich eine Person, die die App nutzt, in so einem Labor testen und fällt der Test positiv aus, kann das Labor das Ergebnis nicht automatisch und anonymisiert in die App einspeisen, so dass der Nutzer andere Personen warnen kann. Die infizierte Person muss eine Hotline anrufen und Prüffragen von Callcenter-Mitarbeitern beantworten, die sicherstellen sollen, dass die Person tatsächlich positiv getestet wurde. Die Fragen und Antworten dürfen keinen Rückschluss auf die Person zulassen. Weil das so ist, könnten die Fragen aber auch von einer anderen Person beantwortet werden, die dann eine falsche Warnmeldung in der App auslösen könnte. Wer die Hotline anruft, läuft zudem Gefahr, dabei die eigene Telefonnummer preiszugeben.

Wie viele müssen mitmachen, damit die App wirklich nutzt? Nach Expertenschätzungen sollten sich 60 Prozent der Bevölkerung beteiligen. Gesundheitsminister Spahn sieht das pragmatisch und sagt, jeder helfe, der sich die App herunterlade. Für die ersten Wochen hofft er auf mehrere Millionen Beteiligte.

Was kostet die App? Die Entwicklung der App hat etwa 20 Millionen Euro gekostet. Der Betrieb wird mit monatlich zwischen 2,5 und 3,5 Millionen Euro zu Buche schlagen. Ein Großteil der Betriebskosten entfallen auf die Hotline, die nicht nur positive Testergebnisse für das Hochladen in der App freigibt, sondern auch für alle anderen Fragen beratend zur Verfügung steht.

Nutzt mir die App auch im Ausland? Bislang nur in den Fällen, in denen sich zum Beispiel in Ferien-Hochburgen Bürger aus Deutschland begegnen, die die Corona-Warn-App nutzen. Die App ist mit anderen europäischen Entwicklungen bislang nicht kompatibel. Daran wird aber gearbeitet.

Was mache ich, wenn ich zwei Mobil-Telefone besitze? Sinnvoll wäre es, die App auf das Gerät zu laden, das man immer mit sich trägt. Es gibt keine Möglichkeit, die Kontakte von zwei Smartphones im Fall eines positiven Corona-Tests zu verknüpfen.

(RP - Online / RP Digital GmbH )

Corona-Warn-App gleich runterladen - oder dann doch lieber nicht . . .

Nach langen Quärälen mit teils heftiger Kritik über die "App", zur Eindämmung der SARS-CoV-2 Epidemie, von der Presse und vom Fernsehen, aber auch im Bundestag gab es bereits am Anfang große Diskussionen und heftigen Gegenwind zur neuen Contact-Tracing-App (Corona-Warn-App) aus verschiedenen Richtungen. Nun liegt die Corona-Warn-App zum Download im Web bereit und man hofft von Seiten der Initiatoren, auch auf eine rege Nutzung durch die Bevölkerung.

Diese deutsche Version der Warn-App, ist aber nur auf der neuesten Software der Smartphone-Anbieter lauffähig, das bedeutet, dass diese Corona-Warn-App leider nicht abwärtskompatibel ist und daher auch in den meisten Fällen auf älteren Geräten nicht installiert werden kann. - Einen sinnvollen Nutzen hat man natürlich nur dann, wenn ein sehr großer Teil der Bevölkerung, einen Download auf das eigene Smartphone mit dieser Contact-Tracing-App (Corona-Warn-App) dann auch durchführt und alles richtig installiert wurde (Falls verwendbar auf dem Smartphone des Anwenders). Zum Beispiel braucht ein iPhone die aktuelle Software: Vers. iOS 13.5

Wer kann meine Daten mitlesen

Ob die Verantwortlichen nicht die Rechnung ohne den Wirt gemacht haben, sollte sich bald herausstellen, denn die Teilnahme an der Corona-Warn-App-Aktion, ist wohl bisher von fehlender Begeisterung für die neue Contact-Tracing-App (Corona-Warn-App) gekennzeichnet. Ein hoher Prozentsatz der Internetanwender in der Bevölkerung, ist nämlich nicht dazu bereit, ihre persönlichen Daten und andere personenbezogene Informationen, auf andere, unkontrollierbare und unbekannte Wege, stillschweigend an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen.

Vielfach ist die Meinung verbreitet, dass man bei den Umfragen unter der Bevölkerung und in der Meinungsforschung wohl auch bei den Prüfungs-Ergebnissen, dieser neuen Contact-Tracing-App (Corona-Warn-App), die Augen schnell zugemacht wurden und dann mit geschlossenen Augen, mit der App an den Start gegangen ist. Auf mehrfache Anfragen im Ausland, betreffend einer Übernahme und Nutzung dieser Corona-Warn-App, wurde in allen Fällen nur abgewinkt.

Wer kommt für die App in Frage

Man muss einfach die Tatsachen erkennen und auch die Ergebnisse der Umfragen zur neuen "Contact-Tracing-App" (Corona-Warn-App) auf den Tisch legen, dass ja in Deutschland, nicht jede Person ein Smartphone besitzt, ist ja eine nicht widerlegbare Tatsache.

Die Gruppe der Kleinkinder im Vorschulalter die in den Kindergarten gehen, haben bestimmt kein Smartphone in ihrem Besitz und brauchen es wohl auch noch nicht. Es gibt aber sehr viele ältere Menschen, die ein Handy, wenn überhaupt, nur zum Telefonieren benutzen weil in diesen alten Geräten auch keine Digitalanwendungen vorgesehen wurden. Es gibt auch Smartphones die weder fürs Internet, noch zum telefonieren genutzt werden, diese Besitzer benutzt das Gerät nur als Fotoapparat und ersparen sich dann auch die auflaufenden Gebühren an einen Provider.

Eine weitere Gruppe sind Smartphonebesitzer die zwar ein Smartphone haben, aber kein Internet nutzen möchten und daher auch nur damit telefonieren wollen. Es gibt dann auch noch die Gelegenheitsnutzer, die keinen Vertrag haben und das Smartphone im Prepaid-Modus mit einer relativ niedrigen und kleinen Datenrate, nur gelegendlich nutzen. Dann kommt ein Personenkreis, der stolzer Besitzer eines Smartphones ist und auch das Internet nutzt, aber eine alte Software auf dem Gerät hat, für die es aber kein Update mehr gibt. Zu der zuletzt genannten Personengruppe gehören aber auch Schnäppchenjäger, die ein neues Smartphone zum Super-Schnäppchenpreis gekauft haben, dass aber mit einer alten nicht updatebaren Software bestückt ist.

Jetzt kann es aber auch noch einige Smartphonebesitzer geben, die ein neues modernes Gerät haben, dass aber vor dem Download der Corona-Warn-App, ein Softwareupdate erhalten muss, was für viele Menschen, die in technischer Hinsicht etwas unbegabt sind, dann eine besondere Hürde darstellt und daher dann auch meist nicht ausgeführt wird. Zuletzt gibt es dann noch einen bestimmt sehr kleinen Persohnenkreis, die "Mobiltelefonfreaks", die immer das Allerneueste und das Modernste haben müssen, also das modernste Smartphone mit der aktuellsten Software, aber die App, unter Umständen gar nicht haben wollen.

Eine andere Klientel ist eine Gruppe von Autofahrern, die ihr Smartphone nie mit sich mitführen sondern immer im Auto, im Handschuhfach liegen lassen (unter meinen Bekannten machen das schon fünf Autofahrer genau so). Dazu kommt auch noch eine Gruppe von Funkamateuren, die so ein Smartphone, z.B. mit den modernsten GPS-Navigationsanwendungen betreiben.

Es gibt auch noch eine Menge anderer Beispiele, die aufzeigen, dass eine Installation der App auf dem Smartphone, nicht immer für jeden Anwender, sinnvoll oder auch nicht möglich ist. Die Bereitstellung zum Download dieser Corona-Warn-App, ist auch erst zu einem sehr späten Zeitpunkt erfolgt, man kann auch sagen, dass die "Corona-Grippe" hier in Europa, zu diesem Zeitpunkt schon fast vorbei ist.

Zur Corona-App sind bereits fast 300 Verbesserungs-
vorschläge eingegangen. Der Betrieb der App kostet
den Steuerzahler monatlich bis zu 3.5 Millionen EUR.
Eine Alternative zum Download auf ein Smartphone,
wurde für die neue Contact-Tracing-App, von der
Bundesregierung nicht vorgesehen.

Eine Beurteilung der neuen "Contact-Tracing-App"
durch den Chaos-Computer-Club - CCC (Hamburg),
mit entsprechenden Denkanstössen zu den Mindest-
anforderungen und Empfehlungen zur Corona-App,
ist unter dem folgenden "Link" zu finden.

(Copyright © 2020 by Nachrichten-Archiv DD6NT)

Die neue Corona-App: Forscher fordert 10.000 Smartphones für Bremer Senioren

Die Corona-App soll die Pandemie eindämmen. Doch viele Ältere können selbst wenn sie wollten, diese App nicht nutzen, weil sie kein Handy haben oder nicht damit umgehen können. Ein Bremer, pensionierter Professor für Angewandte Informatik an der Universität Bremen (Herbert Kubicek), will das jetzt ändern. Die Sache hat natürlich auch einen Haken.

Wenn dieser "Gutmensch" aber nicht dazu auch noch 10.000 mal die Folgekosten bei dieser Aktion (Telefon und Datenflatrate-Rechnungen) mit übernimmt, ist die ganze Aktion wohl ziemlich sinnlos, weil sich viele Senioren wegen zu geringer Renten, die laufenden Kosten für ein Smartphone-Abo nicht leisten können.

(Quelle: ARD-RB / Text gekürzt/ergänzt v. DD6NT)

Senioren-Alttag ohne Smartphone
Foto: ARD-RB 
 

Contact-Tracing-App - von der Realität abgekoppelt . . .

Die Debatte um die Corona-Warn-App hat sich leider in vielerlei Aspekten von der Realität weit abgekoppelt. In den Reden von Politikern und Firmenvertretern klingt es so, als könne die App als Wundermittel wirken. Es müssten nur genug Menschen überzeugt werden, die Anwendung zu installieren, und dann sei der wichtigste Schritt zur Eindämmung der Pandemie geschafft.

Das ist jedoch nicht so.

Es gibt etliche Länder, die bereits seit Wochen Apps zur Erfassung von Infektionsketten im Einsatz haben. Einen durchschlagenden Erfolg gab es in keinem einzigen Land. Die Erfahrungen sind durchwachsen.

Das hängt vor allem mit zwei Problemen zusammen: Erstens ist das für die App verwendete Bluetooth-Signal schwer zu kontrollieren. Schon eine bestimmte Handyhülle, eine Handtasche oder dünne Wände in der Wohnung können die Technik beeinflussen. Im Endeffekt könnte die Corona-Warn-App zu schnell oder zu langsam Alarm schlagen.

Die zweite große Hürde ist die Verbreitung. Die Technik soll nicht auf jedes Signal zurückgreifen, sondern auf den besonders energiesparenden Bluetooth-Standard. Der ist jedoch nur in modernsten Smartphones eingebaut. Viele Geräte kommen also gar nicht infrage.

50 Millionen Deutsche müssten die App nutzen.

Doch eine große Anzahl von Nutzern ist nötig, damit die Corona-App überhaupt ihren Zweck erfüllen kann. 60 Prozent der Bevölkerung müssten sie nutzen, sagen Epidemiologen. Das wären rund 50 Millionen Menschen in Deutschland. Unrealistisch.

Zum Vergleich: Facebook zählt nach Jahren rund 60 Millionen täglich aktive Nutzer in Deutschland.

Der Sinn einer Corona-Warn-App ist damit unklar. Die Herausforderungen sind groß, überzogene Hoffnung aber ist falsch.

(Copyright © 2020 by Handelsblatt Online.de)

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