Modifications for the Standard C-430

19-07-1998 SRC430 - 9k6, so gehts V.1.2 German language



19-07-1998 SRC430 - 9k6, so gehts V.1.2


From: DG3UAP @ DB0RBS.#BW.DEU.EU (Wolfgang)

24.06.1996


Unterschied zu V.1.0 vom 30.04.1996:

Unterschied zu V.1.1 vom 03.05.1996:

Die alten Versionen 1.0 vom 30.04.1996 und 1.1 vom 03.05.1996 koennen geloescht werden, falls das mit der Fernloeschung in den Boxen nicht klappt ....

Hallo liebe Standard-9k6-Fans,
nachfolgend ein Erfahrungsbericht wie ich den Umbau auf 9k6 bei dem schon aelteren Quarzmobil-Geraet realisiert habe.
Dabei kam es mir darauf an, moeglichst wenig an der Originalschaltung abzuaendern.
Frueher bereits verbreitetete Vorschlaege, die eine Deaktivierung des Kanalwahlschalters in irgendeiner Form beinhalteten, kamen fuer mich nicht in Frage.
Es bot sich an, den Memory-Kanal entsprechend so umzubauen, dass auf einem Digipeater 9k6-Betrieb moeglich ist.
Ich arbeite mit einem PAR96 als Modem an einem 80286-PC und der Software Baycom 1.60
Ueber die zweite serielle Schnittstelle laesst sich gleichzeitig ein Baycom-Modem fuer 1k2 betreiben, was eine Gate von 1k2 nach 9k6 realisierbar macht.

Ein Hinweis erscheint mir angebracht: Das C430 hat eine 'Schaltbandbreite' von etwa 4 MHz, d.h. das Geraet ist als Europaversion im allgemeinen fuer den europaeischen Relaisbetrieb TX 430-434 MHz, RX 436-440 MHz konzipiert.
Deshalb nicht wundern, wenn es ausserhalb ziemlich taub ist. (Steht nur in der DL-Anleitung, nicht im englischen Original !) Fuer die Duplex-Digipeater (-7.6 MHz) mit 9k6 ist das unwesentlich.
Mir stand im wesentlichen der Schaltplan des C430 bei der Planung des Umbaus Verfuegung.

Nahezu zeitgleich startete Christoph DL5DAN eine Umbauaktion an einem gleichen Geraet und gab mir die Sicherheit, auf dem richtigen Weg zu sein.
Von ihm erhielt ich folgenden Tip, nachdem ich zuerst eine Art Zwischenplatine duer den Memory-Kanal/TX realisieren wollte, auf der neben dem TX-Quarz auch Vorspannung und Modulationskreis plaziert werden sollten. (Bei meiner Loesung war die Schwingfrequenz immer einige Kilohertz zu tief.)



18.04.96


From: DL5DAN @ DB0SEL.#BW.DEU.EU (Christoph)

So, hier die Anleitung. Im TX hab ich den roten 30pf C direkt neben dem Trimmer entfernt, ersetzt durch 22pf (auf der Memory Platine).
Dann eine Varicap BB405 parallel zum Trimmer, Kathode nach au�en hin, d.h. zum Verbindungspunkt Quarz Trimmer.
An diesen Verbindungspunkt ueber einen 18K Widerstand 8 V von der Nachbarhauptplatine holen, an diese Stelle geht ein wei�er Draht dran, ist ungefaehr in Hoehe des Quarzes.

*** siehe meinen Kommentar unten (DG3UAP)***
Ueber 15k Widerstand NF einspeisen.
Im Rx ist der direkte Ausgang vom Demodul. anscheinden der blanke Draht vom 47k Widerstand direkt neben der Spule mit dem rosa Kern.
Das wars erst mal Wahrscheinlich sollte man da noch nen Trenn- C einbauen, mal schaun.
73 de Christoph



Soweit die Tips von Christoph.

*** Aus meiner Erfahrung mit dem PAR96, welches nur 2 Vss Modulationssignal fuer den Tx-Zweig liefert, habe ich als Vorspannungszufuehrung 56 kOhm gewaehlt, man kann ohne weiteres bis 100 kOhm waehlen.
Dieser Vorspannungs-Widerstand bildet NF-maessig mit dem Modulationswiderstand von 15 kOhm einen Spannnungsteiler, der die 2 Vss entsprechend verringert. (Wenn beide Widerstaende gleich gross sind, auf 1 Vss. Dieser Wert war bei mir zu gering.)
Wegen der HF-Entkopplung sind die Widerstaende moeglichst KURZdraehtig an der Tx-Memory-Platine anzuloeten, sonst wirkt der 'lange' Widerstandsdraht als L oder C und verursacht alle moeglichen 'Dreckeffekte'.

Ich empfehle folgende Vorgehensweise:
Bestueckung des Memory-Kanals Tx/Rx mit den PR-Kanalquarzen und umschalten auf den Memorykanal am Mikrofon.
Ein kurzer Probeabgleich der Trimmer, ob die Empfangs- und Sendefrequenz sauber einstellbar sind, indem eine Dummyload an der Antennebuchse angeschlossen wird.
Die Sendefrequenz sollte mit Hilfe eines Frequenzzaehlers geprueft werden, Empfang laesst sich auch durch Abgleichen auf maximalen S-Wert beim Empfang des Digipeaters testen.
Dazu muss natuerlich eine Antenne statt der Dummyload dran :-) Evtl. eine Handfunke mit Dummy als Messender nehmen und das C430 (evtl ohne angeschlossene Antenne) auf maximalen S-Meterausschlag abgleichen.
Der Rx-Zweig braucht danach nicht erneut abgeglichen zu werden.

Ob man nun zuerst den TX- oder Rx-Zweig anpackt ist gleichgueltig, nur sollte man in Stufen vorgehen, falls es ploetzlich 'nicht mehr tut' wie beabsichtigt. Und das Ganze aus einem strombegrenzten Netzteil (12 V/2,5 A) speisen, bei einem Bleiakku bleibt im Kurzschlussfall moeglicherweise nur ein kleines Haeuflein schwarze Asche zurueck ....

Tx-Zweig:
Der 30 pF-Kondensator ist recht gut zugaenglich, ohne die Tx-Memoryplatine auszubauen, wenn man einen kleinen Loetkolben verwendet. (Von hinten, d.h. der Loetseite erhitzen und den Kondensator mit einer Pinzette herausziehen.) Wenn noetig, mit Entloetlitze die Loecher wieder frei machen. Als Ersatz dann 22 pF (oder, falls die Frequenz je nach Quarztoleranz vorher nicht schoen mittig einstellbar war mit etwa gleichen max. und min. Werten, 18 pF) einbauen. Mit der Kapazitaetsdiode BB405 (2 ... 11 pF, siehe Datentabelle unten) erreicht man dann wieder 30 pF wie gehabt.
Diese Kapazitaetsdiode wird extrem kurzdraehtig auf der Trimmerunterseite angeloetet, Kathode ('Ring') nach aussen ! An die Kathode muessen auch der Modulations- und Vorspannungswiderstand.
Die Vorspannung (ca. 8...9 Volt) habe ich der Einfachheit halber vom Modulationshub-Poti (R350) durch einen duennen von oben am Potianschluss angeloeteten Litzendraht abgenommmen , an den 56 ... 100 kOhm-Widerstand gefuehrt und mit Schrumpfschlauch isoliert.

Alternativ kann ein Spannungsregler 78L08 in der ueblichen Standardschaltung verwendet werden, um aus den 12-14 Volt Betriebsspannung die 8 Volt Vorspannung zu erzeugen. Laut Versuchen von Christoph, DL5DAN, laesst dich das TX-Delay so von 15 auf unter 10 reduzieren, da die Spannung der Varaktordiode auch in den Sendepausen stabil bleibt und ein Einschwingvorgang entfaellt.
Der Eingang des Spannungsreglers muss gegen Schwingneigung mit einem 0,1 uF-Kondensator abgeblockt werden, am Ausgang ist ein 1 ... 4,7 uF Tantalelko (12 V Spannungsfestigkeit) notwendig. Wer nur einen 5 Volt-Regler hat, kann in den Massepin eine Z-Diode fuer 3,3 Volt (z.B. ZPD 3,3) einschalten und den Regler so auf 8,3 Volt hochlegen. Dann sollte am Reglerausgang aber noch ein 1 kOhm-Widerstand fuer einen stabilen Vorstrom durch die Z-Diode sorgen (ca 5 mA).


Die einpolig abgeschirmte Modulationsleitung habe ich an den laut Schaltplan freien Pin 5 der 9 poligen ACC-Buchse gefuehrt. Das ist ein bisschen eine Fummelei.
(Bei mir fuehrte nach einer Aenderung des Geraetevorbesitzers an diesen Pin der Kollektor des Busy-Lamp-Schalttransistors Q121/2SC1213. Ich konnte auf diesen Draht zurueck greifen, so dass ich nicht mit dem Loetkolben an die ACC-Buches AT-5 musste.) Ich habe ein Stueck RG 174-Kabel zur weiteren Verkabelung verwendet.
Die Abschirmung muss beidseitig (!) an Masse gelegt werden, sonst brummt es. Am besten an die Masse der AT-Buchse (Pin AT-1) und an die Masse der TX-Memory-Platine und NICHT irgendwo anders anloeten.
Um die 8 Volt Varaktorspannung nicht zum Modem gelangen zu lassen, wird ein Koppel-Kondensator eingefuegt. (siehe unten) Nun kann schon ein Test gemacht werden:
C430 an Dummyload anschliessen und ein zweites Funkgeraet auf die Sendefreqenenz einstellen. Der Modulationseingang bleibt dabei frei ! (Achtung: TX =RX-7.6 MHz ,deshalb nuetzt der Testswitch nichts, er bleibt AUS.)
Zugehoeriges Mikrofon auf den Memorykanal umstellen und durch Druecken der PTT am Mikrofon senden.
Im Sendebetrieb mittels des Trimmer-C auf die Sollfrequenz einstellen, d.h. auf maximal klare Sprachmodulation, falls kein Frequenzzaehler greifbar ist. Das Messinstrument am C430 sollte auf etwa '8' ausschlagen, es zeigt die relative Sendeleistung. Die Stromaufnahme ist dabei etwa 2,5 A (bei 12 Volt).
So man hat, einen Sinusgenerator an Masse und das Signal ueber ein Koppel-C ca 0,1 uF an den Modulationseingang anschliessen. (Dranhalten oder Drahtende in AT-5 reinstecken !) Ohne Koppel-C geht nichts, da dann die 8 Volt Varaktorspannung zusammenbricht, und die Sendfrequenz (bei mir um 20 kHz) absinkt. Mittels des zweiten Funkgeraetes pruefen, ab welcher Spannung das Signal etwa gleich laut wie ein FM-Relais moduliert erscheint. Diese notwendige Spannung (messbar mit Multimeter oder Scope, (Vss=2,8*Veff) sollte nicht ueber 2 Vss liegen, dem maximalen Spannungswert des PAR96 oder TNC.
Im Frequenzbereich 300 Hz .... 3 Khz sollte die Lautstaerke etwa gleich und noch bis etwa 6 kHz hoerbar sein.
Damit kann man den Tx-Frequenzgang grob pruefen, auch wenn das Vergleichsfunkgeraet natuerlich fuer 300...3500 Hz optimiert ist.

Rx-Zweig: *
- Achtung, die Rx-Zweige koennen je nach Geraeteserie variieren !-
Das Empfangssignal muss direkt am Demodulator abgenommen werden. Dieser Punkt geht normalerweise ueber R142=47 kOhm ueber eine Leitung an Pin AT-6 der ACC-Buchse.
Mit dem Ohmmeter die Leitung suchen und auf die EINGANGSseite dieses Widerstandes umloeten ! Dabei kann ein Schutzwiderstand von 1 kOhm eingefuegt werden, der evtl. Rueckwirkungen auf den Demodulator oder 'Unglueckfaelle' beim Experimentieren reduzieren kann. (Dieser ist im Schaltplan unten enthalten.)
Speziell Rueckspannungen koennen dann weniger Schaden anrichten. Schliesst man ein Scope an Pin AT-6 gegen Masse an und empfaengt ein Digipeatersignal, muss schon das 'Auge' des Digitalsignal sichtbar sein. Nicht wundern, dass das Signal sehr verzerrt ist, da der zum Lautstaerkeregler gehende Tiefpass den Anstieg stark verschleift. Bei mir hat es trotzdem mit dem Empfang und Dekodieren geklappt !

Tip fuer Oszilloscope-Einstellung: AC-Kopplung, Trigger intern, vertikal ca 1 V/Div, und horizontal ca 1 ms/Div.
Um den Einfluss des Tiefpasses zum Lautstaerkeregler zu beseitigen, habe ich den Widerstand R 141 = 1 kOhm durch 10 kOhm ersetzt.
Nun koennte man noch den Kondensator C 146= 0,02 uF durch 0,002 uF ersetzen und der Frequenzgang waere wie gehabt Richtung Lautsprecher. Ich habe bei mir darauf verzichtet, da ich das Geraet eigentlich nur fuer Packet einsetze. Schon durch die Aenderung des Widerstands ergibt sich ein sehr schoenes Augenmuster. Wer auf den Lautsprecher verzichten kann, kann einfach auch das von oben zugaengliche Drahtende von R 141 durchkneifen und hat fortan Ruhe vor dem laestigen Rauschen und qso-Gequassel auf FM-Relaiskanaelen ...
(Ich bevorzuge, den Lautstaerkeregler auf Null zu stellen. :-) Wer den 1 kOhm-Widerstand ersetzen will kann ihn besser ausloeten, wenn er ihn am oberen Ende kurz abkneift, das so verbleibende lange Drahtende des alten Widerstandes stehen laesst, und am anderen Ende aus dem Platinenloch ausloetet. Evtl. muss auch hier mit Loetsauglitze das Loch wieder frei gemacht werden.
Der neue 10 kOhm-Widerstand laesst sich nun mit einem Ende in das eine freie Platinenloch und mit dem anderen ans verbleibende lange Drahtende des alten 1 kOhm-Widerstandes anloeten. So kommt man mit Loetkolben einigermassen dran. Natuerlich kann man auch einfach einen kleinen 10 kOhm Widerstand in Reihe zu den 1kOhm schalten.

PAR96-/TNC-Anschluss:
Als Anschlusstecker dient der frueher in der Roehrenzeiten uebliche 'Noval'-Stecker. Den gibt es vielleicht noch auf Flohmaerkten oder in Omas/Opas uraltem, defekten Fernseher auf dem Dachboden ... (Er diente oft zum Anschluss der Ablenkeinheit auf der Hauptplatine).

Die Umschaltung auf den Memory-Kanal geschieht sinnvollerweise durch Anschluss des Modems an der ACC-Buchse.
Dazu ist es noetig, wie im Mikrofon, Pin 2 (Mic) mit Pin 1 (GND) ueber 10 kOhm zu verbinden. Der notwendige Widerstand kann direkt auf den ACC-Stecker geloetet werden. (siehe unten !)
Dann kann das Mikrofon, welches diese Umschaltung normalerweise macht, (und bei Umschalten auf TX auch die Geraeusche und Geheimnisse im Zimmer uebertraegt ...) wegbleiben.
Masse zum Modem kommt an Pin AT-1, PTT an AT-3 und Rx an AT-6.

Tx erfordert ein wenig Beachtung.
Wie ich die letzen Tage gelernt habe (siehe die Diskussionen ueber meinen Beitrag 'Ausgangselko C10 im Baycom-Modem'), geht man bei PAR96/TNC davon aus, dass eine Modulation gegen Masse erfolgt.
Wer sein Modem so anschliesst wie vorgesehen, schliesst die DC-Vorspannung durch den Elko im PAR96/TNC kurz. Deshalb sollte der Elko im TNC/Modem gedreht werden und mindestens 12 Volt Spannungsfestigkeit haben.
Oder einen 100 kOhm Widerstand gegen Masse (dann findet der Elko im PAR96/TNC seinen richtigen Bezugspunkt) und einen umgekehrt gepolten Elko (22 uF/16 V) mit Plus Richtung 15 kOhm-Widerstand der Kapazitaetsdiode zusaetzlich ins C430 einbauen. Siehe unten.

Der Tx-Hub ist wie in PAR96/TNC-Anleitungen beschrieben einzustellen.

-------------------------------------------------
Daten der Kapazitaetsdiode BB405B lt. Datenblatt
Sperrspg. max. 30 Volt

C/pF        2  5  8 13 17  
UR/Volt    20  9  5  2  1 
-------------------------------------------------

Die Schaltung zwischen C430 AT-Buchse und dem PAR96/TNC sieht also wie folgt aus:
(ich kann hier nur die PAR96-Belegung angeben !)

* Nachtrag:
Von Michael (DD0UL) habe ich einen anderen Schaltplan erhalten, bei dem im Rx-Zweig hinter dem Demodulator eindoppelter RC-Tiefpass liegt. Dieser Widerstand heisst hier R 140 und muss dann von 10 kOhm auf 47 kOhm erhoeht werden. Evtl kann auch der erste Tiefpass-Kondensator zusaetzlich ausgeloetet werden.
Vermutlich gibt es verschiedene Varianten des SRC 430, in jedem Fall ist der Pin zu suchen,wo der Pin AT-6 ueber einen Widerstand angeloetet ist. Auf jeden Fall sollte das jeweils zugehoerige Schaltbild eingehend studiert werden.
Dieser Schaltplan mit einem ANDEREN Aenderungsvorschlag (ueber den Umbau des VCO-Sc halters) befindet sich in meiner Box DG3UAP @DB0RBS und kann jederzeit dort ausgelesen werden.

Die DC-Trennung im Rx-Pfad erfolgt durch den Koppelkondensator im PAR96.
Das Funkgeraet wird am besten ueber eine mehradrige abgeschirmte Diodenleitung mit dem PAR96/TNC verbunden.
Ueber eine Ader laesst sich evtl. noch die 12 Volt Betriebsspannung fuers PAR96 entnehmen, wenn ein entsprechender Pin freigemacht wird. (Siehe den Artikel von Martin, DG8UAU, ueber PARPOWER, in der Rubrik BAYCOM.)

Das Beste zum Schluss:
Wie ueblich keine Gewaehr meinerseits fuer Eure Basteleien, aber vy 55.
Rueckfragen via PR werde ich soweit moeglich beantworten, kann aber natuerlich keinen 'Beratungsservice' fuer hoffnungslose Faelle garantieren :-))

Viel Spass mit PR und 9k6 wuenscht mit

55+73 from Wolfgang, Pforzheim, DG3UAP @DB0RBS (Dok A12)