Funkamateure besitzen nicht selten die Eigenschaft, unwissende mit Fachchinesisch und unverständlichen Kürzeln zu nerven. Wir möchten ihnen auf dieser Seite nur die grundlegenden Dinge erklären und hoffen, dass wir dies einigermaßen verständlich machen.
Amateurfunk und CB-Funk. Amateurfunk wird häufig mit dem allgemein bekannten CB-Funk in Verbindung gebracht. Jedoch haben diese beiden Bereiche nichts miteinander zu tun. Wenn man in das Hobby der drahtlosen Sprachkommunikation einsteigen will, kann CB-Funk durchaus die richtige Entscheidung sein. Allerdings bewegt sich der CB-Funk in keinster weise auf einer ernsthaften wissenschaftlichen Basis. CB-Funker sind außerdem durch enge Gesetze in Bezug auf Geräte und Ausgangsleistung äußerst eingeschränkt.
Prüfung. Funkamateure müssen sich einer Lizenzprüfung unterziehen, bevor sie auf Amateurfunkbändern senden und empfangen dürfen. Es gibt in Deutschland 3 Prüfungsklassen. Je höher die Lizenzklasse, desto schwieriger die Prüfung - aber desto mehr Möglichkeiten hat man später auf den Frequenzen.
Rufzeichen. Nach bestandener Prüfung erhält jeder Funkamateur sein individuelles Rufzeichen. Damit ist er weltweit identifizierbar, außerdem sind seine Daten über Telefonbuchähnliche Verzeichnisse ("Callbook") jederzeit abrufbar. Das Rufzeichen setzt sich aus dem Präfix (1-3 Zeichen), einer Zahl (Ø = Clubstation, 1-9 = Einzelperson) und dem Suffix (1-3 Zeichen) zusammen.
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DL
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1
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ABC |
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Präfix
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Zahl
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Suffix
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- Funkamateure der Klasse 3 besitzen die sogenannte Einsteigerlizenz, die es erst seit 1997 gibt. Sie erlaubt es, auch ohne intensive Kentnisse in das Hobby hineinzuschnuppern. Offiziell sind Funkamateure der Klasse 3 "vollständige" Funkamateure, es gibt lediglich Einschränkungen in Bezug auf Frequenzen und Sendeleistung. Klasse-3-Amateure tragen den Präfix DO im Rufzeichen.
- Funkamateure der Klasse 2 haben eine vollständige schriftliche Amateurfunkprüfung in den Bereichen "Technische Kenntnisse", "Betriebliche Kentnisse" und "Kentnisse von Vorschriften" abgelegt. Sie dürfen auf allen freigegebenen Frequenzen über 30MHz mit voller Sendeleistung (maximal 750 Watt) senden und tragen die Präfixe DB, DC, DD, DG oder DM im Rufzeichen.
- Funkamateure der Klasse 1 besitzen die höchste deutsche Amateurfunklizenzklasse. Zusätzlich zur vollständigen schriftlichen Amateurfunkprüfung haben sie eine Morseprüfung abgelegt, welche den Betrieb auf der Kurzwelle (also Frequenzen unter 30MHz) ermöglicht. Klasse-1-Amateure identifizieren sich mit den Präfixen DF, DH, DJ, DK oder DL.
- Außerdem gibt es noch Ausbildungsrufzeichen, unter denen eine unlizenzierte Person unter Aufsicht eines lizenzierten Funkamateurs Amateurfunkbetrieb ausüben darf. Sie tragen den DN-Präfix. Übrige deutsche Präfixe sind DE (kein offizieller Präfix, sondern Kennzeichen für Höramateure, sog. ShortWave-Listener), DA (Sonderrufzeichen), DP (exterretorial, z.B. Raumfahrt), DQ (Sonderrufzeichen), DI und DR (nicht vergeben) sowie Y2 bis Y9 (ex-DDR-Rufzeichen, nicht mehr vergeben).
Frequenzen. Je nach Lizenzklasse sind im deutschen Amateurfunk verschiedene Frequenzbereiche zugelassen. Jeder Frequenzbereich hat seine eigenen spezifischen Ausbreitungsbedingungen, kein Frequenzband gleicht dem anderen. Im Amateurfunkbereich spricht man oft von "Bändern". Diese beziehen sich auf die ungefähre Wellenlänge der Frequenz, die man anhand folgender Formel einfach ausrechnen kann:
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Lichtgeschwindigkeit
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= Wellenlänge
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Frequenz
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Die Lichtgeschwindigkeit beträgt konstant ca. 300000km/s. Wenn man also beispielsweise von einer Frequenz von 144MHz ausgeht, erhält man eine Wellenlänge von ca. 2 Metern.
Bänder. Auf folgenden Frequenzen ist in Deutschland Amateurfunkbetrieb gestattet:
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160m [1715-1800 kHz, 1810-2000 kHz]
Hauptsächlich Morsetelegrafie, auch Sprechfunk
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80m [3500-3800 kHz]
Sprechfunk und Morsetelegrafie
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40m [7000-7100 kHz]
Sprechfunk und Morsetelegrafie
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30m [10100-10150 kHz]
Morsetelegrafie, gelegentlich Datenfunk
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20m [14000-14350 kHz]
Sprechfunk und Morsetelegrafie Datenfunk, Standbildübertragung |
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17m [18068-18168 kHz]
Sprechfunk und Morsetelegrafie
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15m [21000-21450 kHz]
Sprechfunk und Morsetelegrafie, gelegentlich Standbildübertragung |
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12m [24890-24990 kHz]
Sprechfunk und Morsetelegrafie
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10m [28000-29700 kHz]
Sprechfunk, Relaisbetrieb und Morsetelegrafie, Satellitenbetrieb |
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6m [50-54 MHz]
nur mit Sondergenehmigung, Experimental
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2m [144-146 MHz]
Sprechfunk, Datenfunk, Relaisbetrieb
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70cm [430-440 MHz]
Sprechfunk, Datenfunk, Relaisbetrieb, Fernsehen, Satellitenbetrieb |
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23cm [1240-1300 MHz]
Sprechfunk, Datenfunk, Relaisbetrieb, Fernsehen, Satellitenbetrieb |
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13cm [2300-2450 MHz]
Sprechfunk, Datenfunk, Relaisbetrieb, Fernsehen, Satellitenbetrieb |
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9cm [3400-3475 MHz]
Morsetelegrafie, Datenfunk
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6cm [5650-5850 MHz]
Sprechfunk, Datenfunk, Fernsehen, Satellitenbetrieb
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3cm [10000-10150 MHz]
Sprechfunk, Datenfunk, Fernsehen, Satellitenbetrieb
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1,2cm [10000-10150 MHz]
Sprechfunk, Datenfunk, Fernsehen, Satellitenbetrieb
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Wenn Sie sich näher für Amateurfunk oder die einzelnen Betriebsarten interessieren sollten, kontaktieren Sie uns bitte. Wir versorgen Sie gerne mit weiterem Informationsmaterial oder führen Ihnen Amateurfunk "live" vor.
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