Als Heinrich Hertz Ende des 19. Jahrhunderts bewies, dass sich Elektrizität in elektromagnetische Wellen umwandeln lässt, ahnte noch
niemand, welche Bedeutung diese Entdeckung einmal für die Menschheit haben würde. Jedoch war eine kleine Gruppe äußerst interessiert an Hertz' Studien. Sie bauten erste Sender auf, mit denen man elektrische hochfrequente Ströme über eine größere Entfernung verschicken konnte. Die ersten Versuche brachten überraschend positive Ergebnisse und schon wenig später gab es die erste transatlantische Verbindung - ein beachtlicher Fortschritt, wenn man bedenkt, dass man zu der Zeit mit einem herkömmlichen Telefon noch nicht einmal ganz Europa flächendeckend erreichen konnte. Die Menschen, die sich damals aus privatem Interesse für die Funktechnik interessierten, schlossen sich schon bald zu Gemeinschaften zusammen. Der Amateurfunkdienst war geboren. Der Name entstand deshalb, weil die "professionellen" Dienste schon bald die elektromagnetischen Wellen zu schätzen wussten und die Funkamateure schnell zur Minderheit wurden.
Gesprochen wurde damals jedoch noch nicht, das wäre viel zu aufwendig gewesen. Es wurde einfach ein Strom angelegt, welcher entweder fließt oder nicht. Es gibt also nur 2 Zustände, "Ja" und "Nein". Da der Strom immer gleichmäßig fließt, nannte man die Betriebsart "Continous Wave" ("gleichbleibende Welle") oder abgekürzt "CW". Da man eine Verständigungsgrundlage brauchte, griff man auf das Morsealphabet zurück, welches 100 Jahre vorher von Samuel E. Morse entwickelt wurde. Dieses Alphabet enthält alle notwendigen Zeichen, die man für eine sinnvolle Verständigung braucht.
Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Technik immer weiter, so dass auch Sprache und Daten übertragen werden konnten. Immer neue Betriebsarten wurden zu Erst von Funkamateuren entwickelt und dann ins Kommerzielle übernommen. Der Amateurfunk gewann als zukunftsweisendes Hobby immer mehr an Interesse und Bedeutung. Ohne Funkamateure und dessen ehrenamtlicher Arbeit gäbe es heute wohl viele für uns alltägliche Dinge nicht. Schnurlose Telefone (Handies), um nur ein Beispiel zu nennen.