Vorheriger Rundspruch Vorheriger
Rundspruch
INTERESSENGEMEINSCHAFT DER
FUNKAMATEURE IN HILFSORGANISATIONEN
Retten, löschen, funken...
Nächster Rundspruch Nächster
Rundspruch


IG-FiH AN ALLE vom 01.03.2010
Liebe Mitglieder der
Interessengemeinschaft der FUNKAMATEURE IN HILFSORGANISATIONEN und
Freunde der BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben),


Herzlich willkommen zu unserem Rundspruch. Wir haben wieder neue Meldungen der IG-FiH zusammengestellt, die Sie auch gerne in andere Rundspruchsendungen übernehmen dürfen:

  1. Neue Mitglieder und Änderungen
    liegen heute nicht vor.


  • Unsere Clubstationen
    Alle Mitglieder in DL können nach rechtzeitiger Absprache mit den jeweiligen Stationsverantwortlichen eines unserer Clubrufzeichen mit dem Sonder-DOK FiH an ihrem Heimatstandort aktivieren, zum Beispiel bei einem Tag der offenen Tür in der Unterkunft oder bei einer Aktionsschau der Organisation oder einfach nur mal so, um Punkte für das Blaulicht-Diplom zu vergeben und mit einer QSL-Karte zu bestätigen.

  • Die Ausschreibungen des Blaulicht-Diploms hat erfüllt:
    Wolfgang, DG5BAN.
    Herzlichen Glückwunsch dem neuen Diplominhaber!
    Die Ausschreibung für unser Blaulicht-Diplom ist
    - auf unserer Internetseite www.qsl.net/ig-fih zu finden,
    - in der DIG-Diplombeilage auf Seite 1325 abgedruckt bzw.
    - als DIG-Service 8W bei der DARC-Diplomauskunft erhältlich
    - oder mit Rückumschlag bei uns zu bekommen, Adresse s. unten.

  • Leben in der Risikogesellschaft: Warnung der Bevölkerung ist ein Problem
    Viele Unglücke der letzten Jahre zeigen, dass wir inmitten einer Risikogesellschaft leben: das Hochwasser in der Oder-Region (1997), der Orkan Lothar (1999), die Überschwemmungen an der Elbe (2002) oder die Überschwemmungen in der Alpenregion (2005); das Explosionsunglück in Enschede (2000) oder die Detonation einer Chemiefabrik in Toulouse (2001).
    Wie kann die Bevölkerung effektiv gewarnt werden?
    In Deutschland gab es bis zu Beginn der 1990er Jahre ein fast 87.000 Sirenen umfassendes ziviles Warnsystem. Es wurde in den 1950er Jahren infolge der antizipierten Bedrohung durch den Ostblock aufgebaut. Mit dem Wegfall der konkreten Bedrohungslage durch den Ost-West-Gegensatz, wurden die zehn Warnämter des Zivilschutzes aufgelöst. Sie alarmierten die Bevölkerung vor Gefahren im Frieden und Verteidigungsfall. Daraufhin demontierte der Bund das Warnsirenennetz. Man hielt Einrichtungen für die Warnung der Bevölkerung für verzichtbar.
    Von den ehemaligen Zivilschutzsirenen wurden etwa 40.000 Sirenen kostenlos von den Gemeinden für lokale Zwecke des Brand- und Katastrophenschutzes übernommen. Die Unterhaltskosten tragen die Kommunen selbst. Angesichts knapper kommunaler Kassen ist der Weiterbetrieb mancherorts jedoch fraglich.
    Die heulenden Sirenen mit ihrem an- und abschwellende Heulton sollten die Bevölkerung veranlassen, die Radio- oder Fernsehgeräte einzuschalten bzw. Schutzräume aufzusuchen. Waren die Sirenensignale einst in Deutschland einheitlich, ist an ihre Stelle ein Sammelsurium lokal unterschiedlicher Bedeutungen getreten. Bedeutet in Freiburg ein an- und abschwellenden Heulton "Rundfunkgeräte einschalten", so wird im hundert Kilometer entfernten Baden-Baden beim Ertönen eines einminütigen Heultones hierzu aufgefordert. In Ludwigshafen ist dies gar das einzige Signal.
    Das einzige bundesweit einheitliche Sirenensignal ist der "Feueralarm", der in der Verordnung über öffentliche Schallzeichen in 1 festgelegt ist: "Den Gemeinden, den von ihnen beauftragten Stellen und den Feuerwehren ist es vorbehalten, mit Sirenen folgendes öffentliches Schallzeichen zu geben, um den Alarm bei Feuer und anderen Notständen als Katastrophen auszulösen: dreimal einen in der Höhe gleichbleibende Ton (Dauerton) von je zwölf Sekunden, mit je zwölf Sekunden Pause zwischen den Tönen."
    Wie erreicht man bei drohenden Gefahren möglichst viel Menschen in kurzer Zeit an möglichst vielen verschiedenen Orten, und welcher Informationsgehalt soll übertragen werden? Ein Warnton übermittelt nur eine Bedeutung, nämlich "Alarm". Eine Weitergabe von Informationen darüber, was passiert ist und was zu tun ist, findet nicht statt. Ein "Weckeffekt", den die alten Zivilschutz-Sirenen partiell besaßen, ist besonders für Gefahrenlagen erforderlich, die plötzlich eintreffen und sofortige Warnungen notwendig machen.
    Doch wie soll die Warnung der Bevölkerung geschehen? Der Wiederaufbau des Sirenennetzes scheidet aus finanziellen und den genannten Gründen aus.
    Eine schnell umzusetzende Möglichkeit wäre der Einsatz von Lautsprecherwagendurchsagen, wie es bspw. in der Chemiestadt Ludwigshafen gehandhabt wird. Problem dabei: Der hohe Personalbedarf, das Problem der Wahrnehmung und der Faktor Zeit.
    Eine Alternative zum teuren Sirenensystem sind Durchsagen im Rundfunk, auf die sich Bund und Länder bereits in den 1990er Jahren als alleiniges Warnmittel einigten. Die Warnung über den Rundfunk kündigt nicht nur Gefahren an, sondern gibt auch Verhaltensregeln an die Bevölkerung weiter. Doch wer hat schon Tag und Nacht sein Radio laufen?
    Andere Möglichkeiten wie die Nutzung von Alltagstechnologien scheiden gegenwärtig wegen techni-scher Hindernisse aus. Dazu zählt z. B. ein Weckeffekt auf Basis des Radio Data Systems (RDS) im UKW-Hörfunkbereich oder des bundesweit die Zeitfunkuhren steuernden Langwellenfunksender DCF77. Beides setzt die technische Kompatibilität der Empfangsgeräte voraus.
    Die Verteilung von Warntexten über die Mobilfunkinfrastruktur scheitert an den Kapazitätsgrenzen der einzelnen Zellen und dem fehlenden einheitlichen Alarm-Rufton in den Mobiltelefonen.
    Das Internet könnte auf Basis von RSS-Feeds oder der Einblendung von Meldungen nutzbar gemacht werden. Jedoch ist hier die Frage: Wer ist permanent online?
    Der zwei-Wege-Kommunikationsfluss macht das Telefon zum besten Warnmittel. Aber auch hier gibt es Kapazitätsgrenzen und technische Hindernisse.
    Einen interessanten Vorschlag macht der Deutsche Feuerwehrverband (DFV): Dieser schlug vor, Rauchmelder mit Funkchips auszustatten und die Geräte auch zur Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall einzusetzen. Dies ist der Wirkung der Sirene durchaus vergleichbar. Aber hier fehlen die einheitliche technische Basis und die Geräte sind noch immer unzureichendend verbreitet.
    Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) entwickelte in einem ersten Schritt, verschiedene Technologien des täglichen Lebens zur Bevölkerungswarnung mitzubenutzen, das satellitengestützte Kommunikationssystem (SatWaS). Warndurchsagen werden mit höchster Priorität an die Medienanstalten übertragen. Die Mitteilung beinhaltet die Aufforderung die laufende Sendung zu unterbrechen und den Text der Warndurchsage zu senden.
    Die Infrastruktur ist inzwischen vorhanden und erfolgreich getestet worden. Der Nachteil von SatWaS ist jedoch der fehlende Weckeffekt. Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln sind höchstens 70 Prozent der Bevölkerung zu erreichen. Die größte Effektivität erreicht auch SatWas somit nur in Kombination mit weiteren Warnmitteln.
    Gedanken macht man sich also, Konzepte und Gutachten sind erstellt - nur die Umsetzung ist schwierig, sei es aus finanziellen Gründen oder wegen technischer Hindernisse. Eins muss jedem klar sein: Das Warnmittel gibt es nicht und jeden wird man auch nicht warnen können. Es muss nur sichergestellt werden, dass so viele Menschen erreicht und auch sinnvoll informiert werden können wie möglich. Und die Bevölkerung muss über die Warnmethoden aufgeklärt, aber auch vor Gefahren sensibilisiert werden.

  • Das nächste FiH-Rundsprüche:
    Termine der FiH-Runden:
    An jedem zweiten Sonntag im Monat um 11:30 Uhr Ortszeit UKW-Rundspruch auf dem Hoherodskopf-Relais DB0HK, 145,7875 MHz (Ersatzfrequenz 439,100 MHz).
    An jedem zweiten Montag im Monat um 19 Uhr ORTSZEIT UKW-Runde auf dem Torfhaus-Relais DB0HW, 439,400 MHz.
    PSK-31-Runde 14tägig Mittwochs um 17 Uhr UTC auf 3.582 kHz +-.

    DL-Notfunkrunde:
    Jeden ersten Freitag ab 17:00 Uhr UTC / Vorlog ab 16:45 Uhr UTC, auf 3.760 kHz (+/- QRM)


  • Schreiben Sie Beiträge für die IG-FiH AN ALLE bitte an die Leitstelle DK0FIH (E-Mail: ) oder via Postfach 1153, 38501 Gifhorn.
    Bei dieser Anschrift können Sie sich als Mitglied der IG-FiH anmelden, wenn Sie Angehöriger einer BOS oder eines vergleichbaren Dienstes sind. Infos bei Karsten, DL2ABM (FiH-001ZF), Kai, DL1GJJ (FiH-002KS), Florian, DL2OCL (FiH-003FL) sowie allen anderen FiH-Mitgliedern. Auch die Clubstationen der BOS sind gerne willkommen.

    IG-FiH - Redaktion: DL2ABM (FiH-001ZF) - Ohne Quittung Ende!

    STARTSEITE

    last modified: 06.03.2010 by