Kleine Montageanleitung
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Bild 1.
Als Erstes werden an den Gewindestangen 2 Muttern einseitig 10 mm eingeschraubt. Dann sind an beiden Kunststoffplatten die abgedichteten Kugellager einzupressen. An den Gewindestangen kommt eine Unterlagscheibe aufgeschoben und wird nun in die Kunststoffplatte eingesteckt. Achtung: das Kugellager muss aussen sein. Wieder eine Unterlagscheibe, Mutter aufschrauben bis die Gewindestange bündig mit der Mutter ist, dann die innere Mutter festziehen. So werden an allen vier Ecken die Gewindestangen in die Anschlussplatte montiert.
Bild 2.
Vor der Montage muss geklärt werden, ob eine Loopanschlussplatte (zur Befestigung an den Alurahmen) unten, mitte, oben oder gar nicht benötigt wird. Dann kann mit dem Aufbau der Statorplatten begonnen werden. Wieder zuerst eine U-Scheibe aufschieben und mit den Statorplatten beginnen, dann eine Distanzhülse, Statorplatte, Distanzhülse usw. bis die Hälfte der Statorplatten montiert sind. Abschliessend eine U-Scheibe und wieder 2 Muttern, wobei die Innere von Hand festgezogen wird. Nun verfährt man mit der anderen Seite genau gleich. Natürlich muss die Loopanschlussplatte am gewünschten Ort (oben, mitte, unten oder gar nicht) berücksichtigt werden.
Bild 3.
Jetzt wird der Rotor montiert. Wieder 2 Muttern etwa 20 mm auf die Gewindestange aufschrauben. Zuerst wird eine U-Scheibe aufgesteckt, dann die Rotorplatte, Distanzhülse, Rotorplatte usw. bis alle Rotorplatten aufgesteckt worden sind. Mit U-Scheibe und Mutter wird das ganze Paket von Hand festgezogen und auf einer ebenen Unterlage ausgerichtet. Eine 2. Mutter aufschrauben. Nun probieren wir dieses Paket in das Statorpaket einzuschieben, um zu sehen wieviel die Gewindestange aus dem Kugellager hervorschaut. Wenn dies etwa Mutterndicke ist und mittig vom Statorpaket, belassen wir es so wie es ist. Andernfalls kann jetzt noch etwas nachkorrigiert werden. Rotorpaket wieder heraus nehmen. Nun auf einer harten Unterlage die Rotorplatten aufliegen lassen und sanft anziehen. Lassen wir das Rotorpaket nun zwischen den Fingern rotieren, sehen wir die Unregelmässigkeiten, welche grob gerichtet werden.
Bild 4
Rotor endgültig in das Statorpaket einführen, Mutter aufschrauben und festziehen (ev. mit U-Scheibe). Falls noch nicht gemacht, an allen 5 Gewindestangen eine 2.Mutter aufschrauben, U-Scheibe aufschieben und die 2. Kunststoffplatte aufstecken, auf gewünschte Länge mit den inneren Muttern richten. An den vier Ecken U-Scheibe und Muttern aufschrauben, die beiden Abschlussplatten mittels Zollstock genau parallel richten und die äusseren Muttern festziehen. Nachkontrolle der parallelität!! Auf die Rotorachse wird nun auch eine Mutter aufgeschraubt, bis diese am Kugellager ansteht. So kann jetzt etwas Vorspannung gegeben werden, was eine spielfreie Rotorachse bewirkt (deshalb die Kugellager von aussen montieren). Mit der inneren Mutter kontern. Nun kommt die Arbeit, welche präzise sein muss! Die Statorplatten müssen genau(!!) in die Mitte der Rotorachse gerichtet werden, auch wenn die Rotorplatten selber noch nicht stimmen! Achtung: mit dem anziehen ergibt sich erst das endgültige Mass. Da mit dem Transport, Handling usw. die Rotorplatten etwas verzogen sind, werden sie jetzt mittels drehen der Achse genau mittig zwischen die Statorplatten gerichtet. Je genauer desto besser arbeitet der Kondensator, die Spannungsfestigkeit wird so am Besten und übertrifft meine Angaben!
Bild 5
Auf die Rotorwelle kommt nun noch die gewölbte Scheibe mit dem Filzring darunter, welche als Bremse dient. So wird verhindert, dass sich der Kondensator selbständig verstellt. Jedes Getriebe und möge es noch so fein sein, hat Spiel. Bei Wind oder Vibrationen ruckelt es am Kondensator ganz fein. Dann ändert dies ganz wenig die Frequenz und es "flimmert" im Band. Deshalb sollte auf diese Bremse nicht verzichtet werden!
Es darf auch nicht vergessen werden, dass ein guter Loopring ein hohes Q hat und somit die Resonanzkurve auch steilflankig und sehr schmalbandig ist.
Nun ist jedem Konstrukteur freigestellt, ob ein Getriebemotor, Schrittmotor oder sonstwie eigene Ideen angewendet werden. Hauptsache man hat Spass am Hobby.
Nun wird gemessen. Egal ob ein Motor montiert ist oder nicht, wir möchten wissen, welche Kapazität hat denn dieser Kondensator.
Hier ist der Kondensator auf eine Kartonschachtel gestellt, um auf die Messung so Unbeeinflusst einzuwirken wie möglich. Die Leitung ist auch kurz zuhalten, damit sich die Leitungskapazitäten auch gering auswirken.
Auf dem Bild links ist ein ELBRO EK2115, Kapazitäts-Messgerät zu sehen.
Achtung: Die nun gemessenen Kapazitäten sind Richtwerte und ändern sich je nach Umgebung, Feuchte, Aufbau und Auflage, Messgerät*, Annäherung von Hand und Körper usw. Bei welchen Eck-Frequenzen eine Loop wirklich arbeitet, zeigt sich erst nach der Montage im Ring!!! Deshalb sollen die Endkapazitäten genug Spielraum haben zu der Arbeitsfrequenz, wobei der unteren Endkapazität mehr Aufmerksamkeit gegeben werden muss! Denn die Kapazitätsänderung ist immer steigend!!
*Kapazitäten im pF-Bereich genau zu messen, ist sehr schwierig.