"Roger Piep" für den digitalen Sprachspeicher
Erweiterung des in UKW-Berichte 4/2000 von DJ8ES vorgestellten Sprachspeichers.
 

Mit der Sprachspeicher-Familie ISD 25XX wurden in der Amateurfunkliteratur eine grosse Anzahl mehr oder weniger aufwändiger Bauvorschläge veröffentlicht. Eher am unteren Ende bezüglich Funktionsumfang und Bauteileaufwand ist die Version von DJ8ES. Trotzdem erfreut sich diese Schaltung einer grossen Beliebtheit (mir sind bereits zwei erfolgreiche Nachbauer bekannt  hi). Die Baubeschreibung, eventuell auch Platine und Bausatz, gibts bei [1]. Dieser Aufsatz beschränkt sich aufs Erweitern der "Roger-Funktion".
Die komplette Aufnahme- und Wiedergabesteuerung ist bereits im Sprachspeicher-IC ISD2560 integriert. Der Mikroprozessor "langweilt" sich mit dem Messen der Pausen zwischen den einzelnen CQ-Rufen. Die Implementation der "Roger Piep" Funktion drängt sich geradezu auf.

Funktionserweiterung
Am Ende jeder Durchsage, egal ob sie direkt vom Operator ins Mikrofon gesprochen oder aus dem Sprachspeicher ausgelesen wird, soll ein kurzer Ton der Gegenstation die Mikrofonübergabe signalisieren. Dieser Ton mit einer Frequenz von ca. 1 kHz und 0.1 s Dauer wird neben den bisherigen Funktionen zusätzlich vom Mikrokrozessor generiert. Dazu wurde das Programm mit MCS-BASIC komplett neu geschrieben.

Hardware
Die Modifikationen beschränken sich auf


 
  • das Verdrahten des PTT-Eingangs,
Der PTT-Eingang wird über eine geeignete Buchse zum PTT-Kontakt des TRX-Mikrofones geführt. Das Einfügen eines PI-Filters unmittelbar an der Buchse mit zwei 100nF-Kondensatoren und einer Breitbanddrossel blockt störende HF ab.
  • das Umlöten des Basiswiderstandes des PTT Schalt-Transistor an den Prozessor-Pin 17,
Der Basiswiderstand auf der Platine wird entfernt. Mit verlängerten und isolierten Anschlussdrähten lötet man den Widerstand auf der Platinenunterseite von der Basis des BD135 zum Pin 17 / AT90S2313.
Mit einem neuen Widerstand mit ungekürzten, aber isolierten Anschlussdrähten gehts etwas einfacher.
  • das Anschliessen eines Trimmpotis und eines Widerstandes zur Pegelanpassung des Tonsignales an den Prozessor-Pin 16.
Die beiden Bauteile werden auf der Platinen-Unterseite, montiert. Das Poti wird mit der Platine in der Nähe von Pin 16 / AT90S2313 verklebt. Dabei ist auf die Zugänglichkeit beim Abgleich zu achten. Der Festwiderstand wird zwischen Poti-Schleifer und dem 560 Ohm Widerstand ("NF"-Seite) der bestehenden Schaltung eingelötet.

 

Modifiziertes SchemaModifiziertes Schema (Ausschnitt)

Software
Diese kann bei mir durch zusenden des unprogrammierten Mikroprozessors bezogen werden. Bitte die Modalitäten per E-Mail erfragen.
 
 
 



 

Links und Referenzen zum Thema

[1] UKW-Berichte

UKW-Berichte, Telecommunications
Eberhard L. Smolka, DB7UP
Jahnstr. 7
D-91083 Baiersdorf
Tel. ++49 9133 - 7798-0
Fax. ++49 9133 - 7798-33


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