Antennen Anpassgeräte

Die Anpassung zwischen Sender-Endstufe und Antenne sollte möglichst gut sein.
Insbesondere bei Multiband-Antennen geht es kaum ohne Anpassgerät, um auf der Zuleitung erträgliche Stehwellenverhältnisse zu haben.
Die  gebräuchlichen  Anpassgeräte lassen sich 2 Gruppen einteilen, in asymmetrische Tuner und symmetrische Koppler.
Asymmetrische Tuner sind ausgelegt, daß sie auf der Eingangs- und Ausgangsseite mit Anschlüssen für (asymmetrisches)  für Koax-Kabel versehen sind. Alle Masseanschlüsse liegen auf einem Punkt.
Einige Tuner besitzen einen Balun auf der Ausgangsseite zum Anschluß von symmetrischen Antennen. Diese Lösung ist aber nicht mehr als eine Notlösung für symmetrische Einspeise-Leitung.
Auf dem Markt befinden sich fast ausnahmslos Tuner.
Für symmetrische Speiseleitungen sind Koppler geeignet. Sie besitzen auf der Eingangsseite die Möglichkeit eine asymmetrische Verbindungsleitung anzuschließen, es folgt ein Transformator, der restliche Koppler ist dann symmetrisch aufgebaut.
Die bekanntesten Koppler auf dem Markt in Europa stammten in Europa von der Fa. Annecke, in den USA von Fa. Johnson, beide sind seit Jahren nicht mehr am Markt.
Auch in der Literatur sind Antennen-Anpassgeräte nur schwach vertreten, in dem bekannten Standard-Werken wie dem Antennenbuch sind zwar einige Informationen darüber zu finden, aber ein zusammenhängendes Werk, das alle Aspekte beleuchtet, ist nicht auf dem Markt.

Induktiv gekoppelte Antennen-Tuner sind praktisch vom Amateur-Funk Markt vor 25 Jahren verschwunden. Ihnen Platz nahmen Netzwerk-Tuner ein, am meisten C-L-C T-Netzwerke und ihre Varianten, der Universal Transmatch von Lew McCoy und das SPC (seriell/parallel C) wurde von Doug DeMaw bekannt gemacht. Obwohl diese Netzwerke mit asymmetrischen (koaxialen) Leitungen zufriedenstellend arbeiten, benötigen sie spezielle Maßnahmen für symmetrische (parallele) Leitungen.
Obwohl unzählige Hams einen Weg gefunden haben, einen Tuner mit einer Parallelleitung zu betreiben, sehen Perfektionisten immer noch Probleme. Einige Tuner haben Baluns am Ausgang, aber diese Tuner können je nach Konstruktion hohe Verluste haben bei großen reaktiven Lasten. Viele dieser Baluns haben ein Übersetzungsverhältnis von 4:1, welches wiederum zusätzliche Probleme bei sehr kleinen Impedanzen verursacht.
Selten haben Hams versucht symmetrische Netzwerke zu bauen. Symmetrische L, T und Pi-Anordnungen sind möglich, kosten aber ihren Preis.
(Auszüge aus "Inductive Coupling" von W4RNL)


 
1.1.2010
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