| The world with Andy |
| 2x4CX250 in Gegentakt: 1KW auf 144MHz | |
| Nachdem ich nun schon viel von meiner 1-stufigen 4CX250B gelernt habe, insbesondere im Aufbau der Schirmgitterversorgung und das Betreiben im C-Betrieb, wollte ich noch "einen draufsetzen" und einen Doppeltopf in Gegentakt-Schaltung aufbauen, ehe ich mich den großen Russen-Röhren zuwende.
Hier lag es nächsten, den von Stefan, LA0BY publizierten Aufbau zu wählen. Zudem betreibt Anwar, DL5DBM, dieses Design in ähnlicher Form seit geraumer Zeit sehr erfolgreich. Beide stellen Info`s auf Ihren Homepages zu diesem Design zur Verfügung. Glücklicher Weise fand sich eine schon fast kommerzielle Quelle, der ich die Konstruktionszeichnungen für den Koaxialtopf
übergeben konnte, so dass ich von einem Aufbau des recht anspruchvollen Designs verschont geblieben bin. Das Resultat ist eine Cavity nie gekannten Anspruches, hi.
Ein erster stromloser Test der Cavity erfolgte bei Anwar, DL5DBM. Mittels Dip-Meter und anderen Hilfsmitteln stellten wir die Neutralisation ein und auch Resonanz war schnell gefunden. Das "i-Tüpfelchen" war das anschließende Versilbern sämtlicher Kreise. | |
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| Auch bei der Konzeption des Schirm- und Steuergitternetzteils betrieb ich ausnahmsweise "Outsourcing" und bestellte bei OM Richard Joachims (DL4KH) die passende Baugruppe. Er konzipierte m.E. ein sehr gute Spannungsversorgung mittels MosFets und Parallelregler, die mir 400V bei 40mA liefert und bei Überstrom abschaltet. In eBay ersteigerte ich zu meinem Glück noch ein Gehäuse der Marke Schroff für damals 15DM und hatte nun nahezu alle wichtigen Komponenten komplett. Es folgten mehrere Wochen des Einbaus und der Positionierung der Cavity und der Bauteile/Gruppen innerhalb des Gehäuses. Ein Lüfter wurde gefunden; so heftig in der Luftdruck- und Fördermenge, dass er in der Drehzahl reduziert werden musste. Und noch eine Rechnung ging auf: ich konnte ohne Koaxkabel zur Rückwand des Gehäuses gelangen: Richtkoppler (kommerz. aus C-Netz Technik) und Koaxrelais (CX540D) bildeten die Verbindung. An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis: Ohne eine gesicherte Steuerung der Abläufe innerhalb einer UKW-Station geht in diesem Leistungsbereich nichts! Deshalb ist es zwingend notwendig, einen Sequenzer einzusetzen, der diese Aufgabe übernimmt. Er ist fester Bestandteil meiner Endstufe und steuert wie folgt: PTT wird gedrückt: VV schaltet ab, die Koaxrelais der PA ziehen an, die Cavity wird "scharf" geschaltet, zum Schluss schaltet der TRX (TRV) auf Sendung. Bei umschalten auf Empfang gehts genau anders rum. Nichtbeachtung kann ein Abbrennen der Relaiskontakte, eine Zerstörung des VVs und ein anschwingen der PA zur Folge haben. "Das Auge isst mit!"...und so entschloss ich mich, die Frontplatte in Hochglanzausführung zu wählen. Ein fataler Fehler, wie sich beim Beschriften der einzelnen Regler und Instrumente herausstellte. Jeder noch so kleine Kratzer wird bestraft. Zwar relativierte sich der Effekt nach dem Überlackieren der Buchstaben mit Klarlack etwas, aber unsichtbar wurde er nicht. |
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| März 2002: Derzeit betreibe ich die Endstufe im Testaufbau. Mittlerweile ist der dritte Satz Röhren eingesetzt, ich hatte nie zwei annähernd gleiche auf Anhieb gefunden. Zwar ist es nicht so kritisch wie z.B bei einer Parallelschaltung, aber zu Groß darf der Unterschied auch nicht sein. 900W habe ich schon gesehen...allerdings input, hi. Noch gibt es Probleme mit der Symetrie, die Röhren scheinen nicht gleich angesteuert zu werden, was sich natürlich dann auf die Neutralisation niederschlägt und damit auf den Wirkungsgrad. Ich werde die Röhren in den C-Betrieb versetzen, um dann mittels des zwangsläufig fließenden Steuergitterstromes die Symetrie einzustellen. Hier ein Bild vom Testaufbau, die PA steht in der Mitte, auf die Seite gekippt. |
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| Mai 2002: Am Vatertag (9.Mai) kam Anwar, DL5DBM zu Besuch und wir haben gemeinsam versucht, bei Tee und guter Verpflegung durch meine YL die PA auf Symetrie abzugleichen. Nach 9 Stunden vielen Lesens (VHF DX Book G3SEK) und probieren an diversen Kreisen stand folgendes fest: der Eingangskreis der PA ließ sich zwar auf 1:1 SWR abstimmen,
allerdings nur zu einer Röhre hin. Kopfschüttelnd und ratlos beendeten wir den Vatertag, denn es war schon sehr spät geworden. Am nächsten Tag beschloss ich, dem Butterfly-Luft-C ein paar Platten abzunehmen, vielleicht war der gesamte Kreis zu stark kapazitiv belastet. Und siehe da: eine positive Tendenz war zu erkennen. Am Ende blieb nur die Hälfte an Platten über: der Drehko hatte nur noch 2x 10pF. Aber jetzt ließen sich beide Röhren schön auf Symetrie bei sehr gutem SWR abstimmen. Natürlich musste die Neutralisation jetzt neu eingestellt werden. Glücklicherweise erreicht ich noch am gleichen Tag unseren OVV Hanno (DG4YHN), der mir freundlicherweise seinen FT-221 als Zweit-Empfänger ausleihte, um so das eigene Signal am Ausgang der PA auf minimum abzustimmen. Die Testumgebung änderte ich danach sofort für den heißen Betrieb ab, um endlich Leistung zu sehen. Langsam drehte ich die Hochspannung auf zahme 1500V hoch und steuerte mit ca. 0,5W an. Da ich g1 und g2 auf C-Betrieb eingestellt hatte (-90V g1 und 250V g2) floß auch direkt Schirmgitterstrom. Nach Abgleich aller Kreise stellten sich ca. 250W Output bei 1500V und 250mA ein. Das entspricht einem Wirkungsgrad von gut 67%, was in Anbetracht der niedrigen Anodenspannung sehr gut ist. Die immer noch kleine Steuerleistung lässt durchblicken, das die in der Literatur angegebene Verstärkung von 26dB durchaus realistisch ist. Der Geruch von heißem Metall beendete jäh meine Freunde am Funktionieren der PA. Glücklicherweise war es nur das Dummyload, das bei 250W keydown heiss wurde, denn ich hatte vergessen, die Lüftung einzuschalten... Ich verlängerte noch etwas die Auskoppelschleife im Anodenkreis, denn der DrehKo war fast ganz eingedreht. Jetzt wird die Cavity wieder zurück ins Gehäuse eingebaut und dann folgt der Test an der Antenne unter echten Bedingungen. Weitere Infos folgen.
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