Amateurfunk kann zerlegt werden in "Amateur" und "Funk". Unter dem Begriff "Funk" ist allgemein die Ausbreitung von elektromagnetischen Wellen zu verstehen inclusive deren technische Erzeugung ( = Bereitstellung von Trägersignalen) und Modulation ( = Hinzufügen von Information). Dabei kommt es darauf an, auf welche Frequenzbereiche Bezug genommen wird. Üblicherweise ist der Längstwellen- bis UKW-Bereich (ca. 10 kHz bis 300 MHz) gemeint. Aber auch auf höheren Frequenzen sind Wellenausbreitungen möglich (Hoch- und Höchstfrequenzbereich). Selbst sichtbares Licht stellt einen Frequenzbereich elektromagnetischer Wellen dar (ca. 375 THz bis 750 THz). Die Frequenz ist die periodische Amplitudenänderung (Anzahl der Wellen) pro Zeiteinheit und wird in Hertz (Hz) gemessen.
Ein "Amateur" ist eine Person, die eine bestimmte Tätigkeit bzw. Sache nicht berufsmässig betreibt, sondern aus Liebe zur Sache an sich. Hinter diesem Begriff versteckt sich sicherlich auch ein Synonym für "Nichtfachmann". Funkamateure hingegen betreiben zwar ihr Hobby "Funk" in ihrer Freizeit aus persönlichem und großem Interesse, von nichtfachmännischer Vorgehensweise kann dabei aber keine Rede sein! Jeder Funkamateur muß bei offizieller Stelle eine Prüfung erfolgreich ablegen, bevor er selbst senden darf. In dieser Prüfung hat er funkspezifische Fachkenntnisse nachzuweisen, die eines mehr oder weniger großen Lern- und Ausbildungsaufwands bedürfen, aber im Prinzip für Jedermann aneigenbar sind. Lizensierte Funkamateure sind durchaus als aktive "Fachgebiets-Kenner" zu bezeichnen.
Der Amateurfunk ist also ein Hobby auf dem Gebiet der Funktechnik, das sich mit dem Senden und Empfangen von Nachrichten befaßt. Eine genauere Umschreibung wäre an dieser Stelle unangebracht, da die Inhalte dieses Hobbys in zu vielfältiger Weise differenzierte Ausprägungen finden. Schon alleine durch die unterschiedlichen persönlichen Möglichkeiten der Funkamateure, sich in ihr Hobby einzubringen, wird dies verdeutlicht. Die Funkwellen mit Frequenzen unterhalb des sichtbaren Lichts sind nun für die menschlichen Sinne bei Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte nicht "greifbar"; wir können sie weder sehen, weder hören, noch schmecken, fühlen oder riechen.
Es ist stets zu berücksichtigen, daß Funkamateure nur in speziell an sie zugewiesenen Frequenzbereichen senden dürfen, wobei der Empfang auf allgemein zugängliche und öffentliche Frequenzbereiche (Rundfunk, Fernsehen usw.) ausgeweitet ist. Der Empfang von Amateurfunkaussendungen hingegen ist übrigens Jedermann auch ohne Amateurfunkprüfung gestattet.
Um der etwas abstrakten Darstellung meines Hobbys etwas "Farbe" zu geben, sind an dieser Stelle einige Fotos zu finden.