Kurzbeschreibung des  Deutschen Olympiakoffers 1936 und 1937

Der Olympiakoffer 1936 entstand aus einem Preisausschreiben zur Schaffung eines volkstümlichen Kofferempfängers. Angeregt wurde dieser Wettbewerb von der Wirtschaftsstelle Deutscher Rundfunkgroßhändler WDRG. Der Hintergrund war, dem im Sommer zu verzeichnenden Hörerschwund entgegenzuwirken.

Als offizielle Bezeichnung für das Gerät wurde der Name "Olympia Kofferempfänger" festgelegt. Mit diesem Gerät sollte der Rundfunkempfang im olympischen Jahr 1936 auch außerhalb der Wohnung sichergestellt werden.

Ein technischer Mangel, den der Olympiakoffer 1936 hatte, war das fehlen einer eingebauten Rahmenantenne. Die beigelegte Antenne mußte erst umständlich an Ort und Stelle ausgeworfen oder ausgespannt werden.

Gewählt wurde die Schaltungsausführung als Zweikreis-Geradeausempfänger mit HF-Verstärker, Audion und 2facher NF-Verstärkung. Als Lautsprecher fand ein permanentdynamisches System Anwendung. Das Gerät war mit KF4, 2 * KC1, und KL1 (2V Sparröhren) bestückt.

Als Zubehör war für dieses Gerät ein Netzanschlußteil lieferbar. Die Abmessungen waren so gewählt, daß das Netzgerät sowohl in den Batterieraum des DO 36 als auch in denjenigen des Modells 1937 gut hineinpaßte.

Beim neuen Olympiakoffer 1937 wurde eine Rahmenantenne im Deckel des Gerätes untergebracht. Betrieben wurde der Empfänger mit einer Spezialanodenbatterie und einem säuredichten Akkumulator. Der Lautsprecher wurde nicht in den Deckel eingebaut, sondern geneigt im Chassis untergebracht, damit die Metallteile die Rahmenantenne nicht störten. Das Gerät stellte einen 4 Röhren Zweikreiser in Geradeausschaltung mit Rückkopplung dar. Die Lautstärkeregelung erfolgte durch Heizregelung der ersten Röhre. Das Gerät schaltete sich automatisch beim Schließen des Deckels ab.

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