Kurzbeschreibung des  DKE 38

Der deutsche Kleinempfänger DKE 38 - im Volksmund "Göbbels-Schnauze" genannt - war das erfolgreichste Gerät zur 15. Großen Deutschen Rundfunk-Ausstellung 1938 bei einem Verkaufspreis von nur 35 .- RM.

Es gab auch hier die Möglichkeit zur Ratenzahlung. Bei 5.- RM Anzahlung konnte das Gerät in 15 weiteren Raten zu je 2,30 RM abbezahlt werden. Bis Oktober 1938 waren bereits über 220.000 Stück produziert, bis Ende 1938 aber 700.000 Stück GEsamtproduktion geplant.

Der Deusche Kleinempfänger war ein Allstromgerät, das an Gleich- und Wechselspannungsnetzen im Bereich 100 bis 240 Volt betrieben werden konnte. Um einen niedrigen Stromverbrauch zu erreichen, wurde ein neuer Röhrensatz entwickelt mit der Doppelröhre VCL 11 und der Gleichrichterröhre VY 2. Das Triodensystem der VCL 11 arbeitete als Audion, das Pentodensystem als Endstufe.

Das Chassis wurde aus Preßstoff hergestellt, ebenso der Membrankorb des Freischwinger-Lautsprechers. Als Empfangsspulen wurden die gleichen Eisenkernspulen wie beim VE301 Wn und dyn verwendet. Die Antennenankopplung konnte stetig verändert werden.

Der Empfangsbereich erstreckte sich von 200 m bis 600 m und von 800 m bis 2000 m. Die Umschaltung des Empfangsbereiches erfolgte selbsttätig beim Durchdrehen des Abstimmrades (Rote Zahlen / weiße Zahlen).

Die Entwicklung des DKE 38 wurde federführend bei der Firma Lorenz durchgeführt. Das gehäuse wurde ebenso wie das des VE301 dyn von Prof. Schneckenberg entworfen.

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