Der Ruf nach dem "Rundfunk für jeden Betrieb" wurde laut, als am 10. November 1933 Adolf Hitler zum ersten Mal aus den Berliner Siemens-Werken zu den versammelten Arbeitern sprach.
Da auf dem Markt kein für den Gemeinschaftsempfang geeignetes Gerät aufzutreiben war, erging von der Abteilung Rundfunk der DAF (Deutsche Arbeitsfront) und der Reichsrundfunkkammer der Auftrag an die Funkindustrie, ein spezielles Empfangsgerät zu entwickeln.
Alle 28 Rundfunkapparate herstellenden Firmen Deutschlands wurde von der Wirtschaftsstelle der Deutschen Rundfunkindustrie (WDRI) zur Mitarbeit aufgefordert. Es entstand dann der Arbeitsfrontempfänger DAF 1011, entwickelt von der Gruppe Telefunken / Seibt unter der Leitung von Oberingenieur Klotz. Die Zahl 1011 erinnert an das Datum 10. November 1933. Das Gerät kam im Jahre 1935 nach der Rundfunk-Ausstellung in den Handel.
Den Entwicklern waren einige technische daten zwingend vorgegeben, z.B.
- Ausgangsleistung mindestens 5 W
- Klirrfaktor über den gesamten Empfangsbereich gemessen kleiner als 5 %.
Es entstand ein Dreikreis-Vierröhren-Empfänger mit einer HF-Stufe mit Bandfiltereingang, Rückkopplungsaudion, widerstandsgekoppelte Vorröhre und Endstufe.
Röhrenbestückung: AF3, AF7, AC2, RE614, AZ1. Vorhanden war ein schaltbarer NF-Ausgang für mehrstufige Verstärker sowie ein Tonabnehmer- und Mikrofoneingang. Das Gerät hatte keinen eingebauten Lautsprecher, dafür Anschlußmöglichkeit über einen 200 Ohm.Ausgang für ein bis zwei Lautsprecher.