Fishermans Dipper
Artikel im FUNKAMATEUR 6/1998 Seite 693
Ein Dipper ist ein universelles Meßgerät zur vergleichenden
Resonanzmessung an Schwingkreisen
Seine Einfachheit machte es möglich, solch ein Gerätchen im Rahmen des
FA-Ideenwettbewerbes "Wochenendprojekte in Dosen" in einer
Apothekenschachtel unterzubringen.
Ein Dipper besteht aus einem in der Frequenz veränderbaren Oszillator mit kalibrierter Skala, dessen HF-Spannung angezeigt wird.
Beim aktiven Betrieb wird ein zu messender Schwingkreis (Prüfling) lose an dem Schwingkreis des Dippers angekoppelt, d. h. in dessen Nähe gebracht. Der Dipper wird von der niedrigsten zur höchsten Frequenz durchgestimmt. Sind Dipper und Prüfling in Resonanz, dann entzieht der Prüfling dem Dipper Energie und es kommt zu einem Spannungseinbruch am Indikatorinstrument. Der Zeiger des Instrumentes "taucht" deutlich dem Nullpunkt entgegen, er macht einen "Dip". Daher der Name.
Jetzt braucht man die Frequenz nur noch an der hoffentlich gut geeichten Skala abzulesen.
Ist der Schwingkreis eine Antenne, dann sieht man auf Anhieb, ob sie zu lang oder immer noch zu kurz ist.
Besteht der Schwingkreis aus Spule und bekanntem Kondensator (Wert ist aufgedruckt) läßt sich die Induktivität der Spule errechnen. Oder umgedreht.
Im passiven Betrieb als Absorptionsfrequenzmesser läßt
sich die abgegebene HF einer Baugruppe (z.B. VFO) durch einen
invertierten Dip feststellen, d. h. die LED leuchtet bei Resonanz.
Weitere Einsatzmöglichkeiten im aktiven Betrieb ist die Verwendung
als Signalgenerator, die Bestimmung der Eigenresonanz von HF-Drosseln
und die Bestimmung des Verkürzungsfaktor eines Kabels.
| Spule | Bereich | Wdg. | Draht- | Spulenlänge |
| 1 | 390...520 kHz | 200 | 0,3 mm | 35 mm (2 Lagen) |
| 2 | 1,4... 4,7 MHz | 68 | 0,3 mm | 22 mm |
| 3 | 4,3... 14 MHz | 33 | 0,3 mm | 11 mm |
| 4 | 14... 34 MHz | 16 | 0,5 | 10 mm |
Bauteile:
1 BF245
2 BC547C
1 VQA13 o.ä.
1 Drehko 200pf
( Quetscher/Klein-Flachdrehkondensator z. B. Conrad Best.-Nr.: 48 23 15-44)
1 Drehknopf
1 Sub-D-Buchse 9-polig
4 Sub-D-Stecker 9-polig
4 Spulenkörper 16 mm (Steckmuffen zur Verbindung von Elektro-Installationsrohren PG16)
1 Schalter
1 Batterieanschluß-Clip
1 Ferritperle
1 Einstellregler 100k
1 Widerstand 10 Ohm
1 Widerstand 220 Ohm
1 Widerstand 33 kOhm
1 Widerstand 220 k Ohm
2 Si-Dioden SAY17; oder 1N4148
1 Kondensator 8,2 pf
2 Kondensator 33 pf
3 Kondensator 47 pf
2 Kondensator 10 nf
1 Universalleiterplatte
1 Apothekenschachtel
div. Cu-Lackdraht (CuL) 0,3...0,5 mm Durchmesser
1 Ordnerlabel (selbstklebend)
Literatur:
(1) Heilmann, H.-D., DM3HM: Einfacher MOSFET-Dipper, FUNKAMATEUR
Heft 6, 1972, Seite 294
Bilder:
Bild 1: Stromlaufplan des FET-Dippers mit LED-Anzeige (siehe oben)


Copyright© Andreas Bilsing, DL2LUX, upload 11.Juni 1998