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Route
2002
Unsere Route nach Norden führt uns jetzt ins Landesinnere.
Der Fluß Hudson, der in den Gebirgen im Norden entspringt, verläuft
in Nord-Süd-Richtung und mündet nach New York in den Atlantik.
Schon immer wurde er zum Transport von Waren und Personen verwendet.
Viele der Einwanderer sind von New York aus diesem natürlichen Weg
gefolgt und haben dort Ortschaften und Farmen gegründet.
Der Handel war auch die treibende Kraft für die Entstehung der
weiterführenden Kanäle, jetzt als "New York State Canal System"
bekannt. |
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Nach einigen Monaten mit immer nur flacher Landschaft um uns herum
freuen wir uns schon, als die ersten Hügel nach einer Flußbiegung
herauskommen.
Immer mehr entdecken wir, daß die Bäume und Pflanzen am
Ufer große Ähnlichkeiten mit der Vegetation bei uns in Europa
haben. |
| Die uns hier immer wieder passierenden Bargen (Schub- und Schleppverbände)
und auch Ozeanfrachter verdeutlichen uns die Wichtigkeit dieser Wasserstraße.
Bis zur Bundeshauptstadt Albany ist der Fluß von diesen Schiffen
befahrbar. |
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Parallel zum Fluß laufen, zum Teil auf beiden Seiten, Eisenbahnstrecken
entlang.
Wir können sie immer schon von Weitem hören, denn sie kündigen
sich bei jedem Übergang und unübersichtlichen Stellen mit lautem
Hupen an.
Die Güterzüge sind teilweise über 120 Wägen lang
und Container stehen teilweise übereinander auf den Ladeflächen. |
In Kingston NY, auf halber Strecke zum Beginn des Kanals, finden wir
eine günstige Gelegenheit den Mast von MOMO legen zu können.
Nachdem alle Segel und die Rollanlage sowie alle Antennen und Anzeigeinstrumente
abgebaut sind und nur noch die nötigsten Verbindungen zum Halt des
Mastes stehen, ist es am nächsten Morgen nur noch eine Sachen von
15 Minuten mit dem Kran und der Mast liegt an Deck.
Bis alles verstaut ist und der Mast gut verzurrt ist dauert es doch
ein wenig länger. |
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Im Roudout Creek in Kingston haben wir einen sehr angenehmen Platz
gefunden. Die Leute von der kleinen Marina und alle Bootsbesitzer sind
sehr nett und hilfsbereit.
So werden wir einmal von Chris zum Supermarkt gebracht, können
einen Grill, den Fernseher (!) und die Duschen nutzen und Henry bringt
auch Renate mit ihrem Gepäck zur Busstation nach Kingston. |
Natürlich wollen wir weiterhin unseren Funkkontakt halten und
ja auch unsere e-mails schicken können. Deshalb bauen wir einen kleinen
Mast auf, von dem wir eine Antenne spannen und auch Club- und Gastlandflaggen
setzen können.
Die ersten Versuche nach Europa zu funken klappen völlig problemlos.
Da freut sich der Antennenbauer!
Mit gelegtem Mast, gut an Deck verzurrt, geht es dann nach ein paar
Tagen weiter den Hudson hinauf. |
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Nach der Bundeshauptstadt Albany fahren wir kurz hinter Troy in das
erste Lock (erste Schleuse) ein.
Der Hudson River liegt vor der Schleuse schon ca. 30 cm über Meeresniveau.
Nach der Schleuse sind wir in tidenfreiem Gewässer und schon fast
5 Meter über Meereshöhe. |
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