Wer diese Rubrik aufmerksam verfolgt, dem wird vielleicht nicht entgangen sein, daß ich vor einiger Zeit auf der Suche nach dem K5JB-Compilat von JNOS war. Leider hat sich - bis auf eine Ausnahme - bis heute niemand gemeldet. Mittlerweile habe ich die Software, die ich benötigte, jedoch gefunden.
Wer sich nun fragt, weshalb ich das schreibe, erhält von mir im
folgenden Beitrag eine klare Antwort: Mit Hilfe dieser Software ist es
mir möglich geworden, das zu verwirklichen, was ich schon seit einem
knappen halben Jahr erreichen wollte: die Verbindung von komfortabler Internet-Client-
und -Server-Software unter einer grafischen Benutzeroberfläche (hier:
Windows 3.1) mit meinem TNC2DL (mod4). Auf diese Weise kann ich nun TCP/IP-Verbindungen
im AMPR-
Netz mit Mausunterstützung und grafischer Oberfläche in
PR herstellen. Da sich auf meine Frage nun keiner sonst gemeldet hat
und ich vermute, daß die hier entwickelte Lösung - abgesehen
von leichten Abwandlungen durch Treiber wie ETHRAX25 (mit dem ich es aber
nie zum Laufen brachte) - die einzige unter Windows 3.1 ist, möchte
ich sie hier vorstellen.
Eigentlich wollte ich dabei noch abwarten, bis ich eine zweite IP-Nummer zugeteilt bekommen habe, aber Ralf, DL4TA, scheint derzeit im Urlaub zu sein, und ich möchte die interessierte Leserschaft nicht länger warten lassen.
Der nachfolgende Text (WINTCPPR.TXT) ist umfangsbedingt mit LHA gepackt und mit 7PLUS codiert unter den Namen WINTCPPR.P0? eingespielt. In dem Archiv sind außerdem noch meine Quellen sowie die für den Betrieb nötige Software, auf die auch im Text Bezug genommen wird, enthalten.
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Version 1.0
16.06.1996
I N H A L T :
1. Einführung
2. Vorgehensweise
2.1 Erster Versuch mit ETHRAX25.COM
2.2 Zweiter Versuch: Verbindung über JNOS
2.3 Schrittweise Beschreibung
2.3.1 Beschaffung der Software
2.3.2 Informieren
2.3.3 Überblick
2.3.4 Start der Software
2.3.5 Konfiguration
2.3.6 FERTIG!
2.4 Fehlerbehebung
3. Ausblick
4. Copyright, Adressen, Haftungsausschluß
4.1 Copyright
4.2 Haftungsausschluß
4.3 Adressen
1. Einführung
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Auf anderen Betriebssystemen existieren bereits komfortable TCP/IP-Lösungen
für die Anwendung im PR-Netz (z. B. WAMPlus unter Linux oder OS/2).
Windows-Benutzer dagegen waren bislang davon ausgeschlossen, da keine vollwertige
TCP/IP-Software unter diesem Betriebssystem für PR entwickelt worden
war. Anfang dieses Jahres hatten wir (Florian, DL4NEC, und ich) uns die
Aufgabe gestellt, diesem Mangel abzuhelfen. Da jedoch keine ausreichenden
Programmierkenntnisse in den gängigen Programmiersprachen vorhanden
waren, mußten wir versuchen, uns irgendwie mit bereits vorhandener
Software zu behelfen. Unser Ziel war es nun, die aus dem Bereich der drahtgebundenen
Kommunikation unter Windows zur Verfügung stehende Software über
sehr spezielle Treiber mit einem
TNC zu verbinden. Durch den QRL-bedingten Streß hat es etwas
gedauert, bis der entscheidende Durchbruch erzielt werden konnte. Nun habe
ich es hier auf meinem Rechner mit Windows 3.1 realisieren Können,
während Florian, DL4NEC, in der nächsten Zeit versuchen wird,
dasselbe unter Windows 95 zu erreichen.
2. Vorgehensweise
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2.1 Erster Versuch mit ETHRAX25.COM
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Zunächst versuchten wir, die Verbindung zwischen dem WinSock-
Treiber (hier: Trumpet WinSock) und dem TNC2 über den Windows-Packet-Treiber
WINPKT.COM und den Treiber ETHRAX25.COM, der die ankommenden Ethernet-Pakete
in AX.25-Pakete umwandeln sollte, herzustellen. Wie erste Versuche zeigten,
wollte dies jedoch nicht so ganz klappen. Der TNC im KISS-Modus sandte
die Frames offenbar unverändert mit der Zieladresse QST als Unnumbered
Infoframes (UI) aus.
2.2 Zweiter Versuch: Verbindung über JNOS
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Der zweite Anlauf brachte schließlich den gewünschten Erfolg:
Florian, DL4NEC, wurde auf ein paar Texte von Erik, KE4HSA, im EL-Server
bei DB0GV aufmerksam, die sich mit eben dieser Thematik befassen. Die Verbindung
zwischen TNC2 und WinSock sollte diesmal über JNOS und eine hardwaremäßige
Direktkopplung zweier serieller Schnittstellen am Rechner erfolgen, um
dem PC eine Vernetzung über
eine asynchrone Schnittstelle vorgaukeln zu können. Diese Lösung
erschien uns jedoch etwas aufwendig, so daß wir uns für die
alternativ vorgeschlagene Software-Lösung, die auf einer speziellen
JNOS-Version von K5JB basieren sollte, entschieden. Zu diesem Zeitpunkt
spielte ich meine Anfrage nach dieser Software ein. Als ich keine Antwort
erhielt, beschloß ich zu versuchen, den Autor der Texte persönlich
zu connecten. Leider war sein Host über den User-Einstieg seiner MyBBS
(KO4KS-15) nicht erreichbar. Ich suchte nun in meiner
Heimat-Mailbox DB0SIF nach weiteren Veröffentlichungen von Erik,
KE4HSA, und wurde auch fündig. In einem dieser Bulletins wird der
Hostname eines JNOS-Servers in Florida angegeben, auf dem sämtliche
für dieses Projekt notwendige Software zum Abruf bereitstände.
Ich machte mich sofort auf den Weg dorthin und holte mir die Dateien (nähere
Informationen hierzu in Kapitel 2.3.1). Das spezielle JNOS-Compilat von
K5JB war hier nicht vorhanden, ist aber offenbar
auch überhaupt nicht zwingend erforderlich. Ich hatte bislang
auch mit dem normalen JNOS keine Probleme, obwohl in einer der Textdateien
von Erik, KE4HSA, von möglichen gelegentlich auftretenden Zeichenverlusten
die Rede war. Diese Datei, die in DB0GV nicht vorhanden war, nannte nun
auch konkretere Maßnahmen, die durchzuführen sind, wenn Winsock
mit dem TNC irgendwie
verbunden werden soll. Nach genauem Befolgen der dort genannten Schritte
hat bei mir alles auf Anhieb funktioniert, und ich kann jetzt beispielsweise
mit NetScape einen WWW-Host im AMPR-Netz connecten und mir seine Homepage
im HTML-Format ansehen. Durch "Zuschalten" entsprechender Software auf
den WinSock-Treiber können aber auch alle anderen Services, die als
höherliegende Protokolle auf TCP/IP aufsetzen, unter Windows genutzt
werden.
2.3 Schrittweise Beschreibung
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1. Beschaffung der Software
Zunächst muß man sich die Textdateien von Erik, KE4HSA, und
die benötigten Treiber zur Verbindung
von JNOS und WinSock besorgen. Da ich zum einen die Internet-Gateways
nach Florida entlasten möchte und zum anderen den ohnehin schon
etwas umständlichen Prozeß nicht noch weiter verkomplizieren
möchte,
spiele ich alle benötigten Treiber und Texte im Anschluß
als 7PLUS-codiertes LZH-Archiv in diese Rubrik ein.
Wer sich dennoch selbst auf den Weg machen will (vielleicht weil er
meinen Angaben nicht traut ;) ), bekommt die Files entweder über
PR oder über das Internet (soweit ich das zumindest dem Hostnamen
entnehmen kann, ist der Server auch von dort aus erreichbar).
a) PR: - per AX.25 : * bei einem beliebigen Internet-Gateway
(z. B. ON1KUL)
eingeben: "T KO4KS" (ohne Anführungszeichen!)
* als Login das eigene Rufzeichen, als Paßwort eine
Leerzeile eingeben
* am TNOS-Prompt eingeben: "T BOX.KD4KSA"
* Login und Paßwort wie oben
* Nun können mit "W KE4HSA" das Directory
abgerufen und mit "D <filename>" die jeweiligen
Text- bzw. mit
"DU <filename>" die jeweiligen ausführbaren Files
und ZIP-Archive heruntergeladen werden. Alle
Dateien sollten *einzeln* gespeichert werden.
* Bei den mit "DU" gelesenen Dateien muß die erste
Zeile (der Pfadname) herauseditiert werden.
* Nun sind die mit "DU" gelesenen Dateien noch mit
UUDECODE zu decodieren (das gesamte Paket
wurde vor einiger Zeit unter dem
Rufzeichen DL1ALL in die
Rubrik SOFTWARE@DL eingespielt).
- per TCP/IP:
* FTP-Verbindung zu box.kd4ksa.ampr.org
aufbauen. Die
L2-Route muß im Routing-File angegeben werden; sie
läuft über <hausdigi> <internet_gate> KO4KS-15
* mit "CD KE4HSA" in das richtige Verzeichnis
wechseln
* mit "GET <filename>" die entsprechenden Dateien
abholen
b) Internet:
* FTP-Verbindung zu ftp://packet.intnet.net/ke4hsa
herstellen
* weitere Schritte: s. a) per TCP/IP
2. Informieren
Nachdem nun alle Dateien auf der eigenen Festplatte liegen,
sollte
man sich zunächst alle TXT-Files mit Bedacht
durchlesen (sofern
man Englisch kann).Hier erfährt man noch zusätzliche
nützliche
Informationen, die hier nicht enthalten sind, da sie nicht
ganz essentiell
sind (z. B. die Inhalte von WWWPAKET.TXT).
3. Überblick
Jetzt kann man daran gehen, die in den Textdateien vorgeschlagenen
Schritte durchzuführen. Für diejenigen, die
Englisch nicht zumindest
beim Lesen verstehen können oder diejenigen, die
dazu zu faul sind,
folgen diese Schritte nun noch mal in Kurzfassung.
Wichtig ist aber, sich zuerst überhaupt die Struktur
vorstellen zu
können, mit der die Verbindung hergestellt wird.
Hierzu habe ich die
ASCII-"Grafik" etwas bemüht, um das Ganze bildlich
darstellen zu
können:
PR
/ \
!
+---<HF/AX.25>---TRX---<NF/AX.25>---TNC---<COMx/KISS>---JNOS
!
PIPE.COM---<0x60/TCP/IP>---WINPKT.COM---<intern/TCP/IP>---+
!
+------<0x61/TCP/IP>---WINPKT.COM---<intern/TCP/IP>---+
!
Endanwendung (z. B. Netscape)---<intern>---WinSock-Treiber
<x/y> : Angaben zur Verbindung der Einheiten (x bei WiNPKT.COM:
benutzter Interrupt; y: niedrigstes verwendetes Protokoll nach OSI
(wenn da was nicht stimmt, einfach überlesen oder Mitteilung an mich))
Wie man sieht, wird der TNC also mit dem PC, auf dem JNOS
(hier
V1.10k) als Non-Windows-Anwendung im DOS-Fenster läuft
(PIF-Datei ist im LZH-Archiv enthalten), über einen
KISS-Link
verbunden. JNOS ist nun über das zweite Interface
über einen
Packet-Treiber WINPKT.COM (anzumelden wie AX25.COM
oder „ähnliche Software-TNC-Treiber) an einen Treiber
namens
PIPE.COM angeschlossen, den es als Hardware-Einheit betrachtet
(so stelle ich mir das zumindest vor). PIPE.COM verhält
sich auch
wie eine solche: Es nimmt die über WINPKT.COM gelieferten
Packets entgegen und sendet sie aus - allerdings
nur rechnerintern an
den WinSock-Treiber und wiederum über einen
WINPKT.COM
(mit einem anderen Interrupt als der zwischen JNOS und
PIPE.COM
geschaltete!). WinSock übergibt die Daten schließlich
an die
Endanwendung, die jede beliebige Internet-Server- oder
-Client-Software sein kann.
4. Start der Software
Diese Treiber-Konstellation sollte durch eine DOS-Batchdatei
gestartet werden, die anschließend auch Windows
lädt. Unter
Windows sind dann JNOS, WinSock und die gewünschten
Endanwendungen zu starten. Dazu sollten in einer eigenen
Gruppe die
zugehörigen Icons angelegt werden. Wie das geht,
sollte bekannt
sein. ;-) Für JNOS wird eine PIF-Datei angelegt,
die ein
Icon des Programm-Managers erhält (siehe Kapitel
2.3.5 b)).
a) DOS-Bachtdatei:
Hier ist ein kommentiertes Beispiel
einer solchen Batchdatei:
@echo off
rem Startdatei fuer internen Link Trumpet
WinSock - JNOS
rem Eventuell muessen Pfadangaben angepasst
werden.
rem
rem Zuerst wird der TNC in den KISS-Modus
gesetzt. Im Beispiel
rem wird dazu TNC.EXE verwendet. Terminalbaudrate
19200
rem bps.
\afu\nos\tnc 2 19200
rem PIPE.COM wird gestartet. Unterer
Interrupt soll hexadezimal
rem 60 sein (oberer Interrupt immer
1 hoeher, also hex. 61).
rem Verbindung zu den WINPKT-Treibern
ueber SLIP-Link.
rem Textpuffer 2048 Bytes.
pipe -w 0x60 slip 2048
rem WINPKT Nr. 1: Verbindung PIPE.COM
- JNOS auf unterem
rem Interrupt
winpkt 0x60
rem WINPKT Nr. 2: Verbindung PIPE.COM
- WinSock auf
rem oberem Interrupt
winpkt 0x61
rem Windows laden
win :
b) Windows:
- Zuerst WinSock Trumpet laden.
- Danach JNOS starten.
- Schließlich die Endanwendungen
starten.
5. Konfiguration
Die Windows-Programme und -Treiber müssen natürlich
individuell
konfiguriert werden. Insbesondere den WinSock-Treiber
sollte man
zuvor schon entsprechend angepaßt haben. JNOS sollte
unter DOS
bereits problemlos laufen, damit man nicht erst in der
AUTOEXEC.NOS herumeditieren muß und somit
eine weitere
potentielle Fehlerquelle hat. Dennoch muß auch hier
noch die interne Schnittstelle über WINPKT korrekt
angemeldet
werden (siehe b)).
a) WinSock:
Wird als WinSock-Treiber Trumpet WinSock verwendet, sind
im
Setup-Fenster bzw. in der TRUMPWSK.INI folgende
Werte zu
wählen:
- ip=<Windows-IP-Nummer (*)>
- netmask=255.0.0.0
- gateway=<JNOS-IP-Nummer (*)>
- vector=61
(oder entsprechender, für WINPKT Nr.
2 eingestellter Vektor als
Hexa-dezimal-Zahl ohne führendes "0x"
oder abschließendes "H"!)
- mtu=512
- rwin=1888
- mss=472
- rtomax=60
- ip-buffers=32
- *Kein* SLIP/PPP aktivieren! Die übrigen Werte bleiben
unangetastet.
(*): Als JNOS-IP-Nummer wird die bisher bereits zugeteilte
IP-Nummer
verwendet (ich setze einfach
mal voraus, daß Leser dieser Rubrik
bereits bei Ralf, DL4TA,
oder ihrem Regional-Koordinator eine
IP-Nummer beantragt haben).
Für die Anwendung(en) unter
Windows wird nun eine
weitere IP-Nummer benötigt, sonst
funktioniert die ganze Konstruktion
nicht, denn faktisch sind ja nun
zwei Hosts zur gleichen
Zeit aktiv: JNOS im DOS-Fenster und die
TCP/IP-Anwendungen unter
Windows am WinSock-Treiber. Für
eine Übergangszeit
kann provisorisch
eine Nummer aus dem Test-Block
44.128.x.y gewählt werden
(x=0...255, y=1...254),
solange damit nicht richtig gearbeitet wird,
sondern nur
ein paar Tests unternommen
werden. Es sollte aber auf jeden Fall
mittelfristig eine zweite
IP-Nummer beantragt werden. Als
Hostname
kann man <eigenes_call>-<erweiterung>.ampr.org
(z. B.
dl9nec-win.ampr.org, dl9nec-svr.ampr.org)
oder
<erweiterung>.<eigenes_call>.ampr.org
(z. B.
www.dl9nec.ampr.org,
sys2.dl9nec.ampr.org) wählen.
b) JNOS:
In der AUTOEXEC.NOS von JNOS muß nun noch das Interface
zum WINPKT angemeldet werden sowie die Route dorthin eingestellt
werden. Es ist daher am Anfang der AUTOEXEC.NOS einzufügen:
attach packet <vector_1> <label> <buffers> <mtu> [-p]
<vector_1> ist dabei der gewählte Vektor für
WINPKT Nr. 1 (siehe
Beispiel-Batchdatei), <label> der Interface-Name unter
JNOS.
<buffers> gibt die Anzahl der Textpuffer an, <mtu>
die maximale
Paketlänge, die hier 256 überschreiten
darf, da ja bei diesem internen
Interface kein AX.25 unter dem TCP/IP-Protokoll liegt,
was diese
Beschränkung auferlegen könnte.
Ich habe beispielsweise folgende Zeile in meiner AUTOEXEC.NOS
stehen (wie auch in den Texten von Erik, KE4HSA, vorgeschlagen):
attach packet 0x60 pipe 2048 512 -p
Was der Schalter "-p" zu bedeuten hat, weiß ich nicht
genau.
Vielleicht hat hier jemand nähere Informationen.
Dann bitte ich um
Mail. Es läuft auf jeden Fall mit diesem Schalter.
Weiter ist die Route zum Windows-Host einzutragen. Dies
ist in der
entsprechenden Sektion der AUTOEXEC.NOS für die
Routendefinitionen zu erledigen oder, sofern die
Daten extern aus
einer anderen Datei wie z. B. ROUTES.ARP genommen werden,
dort.
route add <Windows-IP-Nummer> <label>
arp publish <Windows-IP-Nummer> ax25 <Windows-MyCall>
<label>
<label> ist wieder der Interface-Name, <Windows-MyCall>
das
Rufzeichen mit
SSID, das der Windows-Host verwendet. Bei mir sieht das
so aus:
route add 44.128.99.97 pipe
arp publish 44.128.99.97 ax25 dl9nec-10 pipe
Wie man sehen kann, warte ich auch noch auf Zuteilung einer
festen
IP-Nummer für Windows.
Bemerkung von DL1EIS:
Als 2. IP (die vom Windows-Host verwende ich meine SUB-IP:
192.18.117.1).
Damit kommt man auch problemlos zurecht, zumindest für
HTTP, da
DB0QS ja einen Proxy hat und man nicht selbst durch Netz
"surfen"
muß!
Ende der Durchsage.
Für den problemlosen Einsatz von JNOS unter Windows
sollte man
das Programm nicht direkt oder über eine Batchdatei
starten, sondern
von der Möglichkeit Gebrauch machen, mit dem PIF-Editor
genauere
Einstellungen hinsichtlich des Zeitscheibenmanagements
in der
Multitasking-Umgebung zu machen.
Im anschließend eingespielten LZH-Archiv (WINTCPPR.LZH)
ist
eine solche Datei unter dem Namen JNOS.PIF enthalten.
Mit dem
PIF-Editor müssen die Pfadeinstellungen darin noch
auf die eigenen
Verhältnisse angepaßt werden.
Die übrigen Einstellungen sollten so belassen werden
(wichtig
besonders:
Ausführung im Hintergrund, 100% Priorität im
Fenster "Weitere
Optionen ..."). Man sollte als zu startende Datei eine
Batchdatei
angeben, damit darin noch Kommandzeilenparameter an JNOS
übergeben werden können (die Eingabezeile im
PIF-Editor reicht
meistens nicht aus, um diese Parameter gleich dort
unterzubringen). Diese Batchdatei sieht bei mir z. B. so aus:
@jnos110k -d/afu/nos -fc:\afu\nos\jnos\nos.cfg -g2 -x7+4 -y7+0 -z7+5 -u0
Arbeitsverzeichnis ist also /afu/nos, als Konfigurationsdatei
wird
/afu/nos/jnos/nos.cfg verwendet. Mit den Schaltern "-g",
"-x", "-y" und
"-z" werden die Farben eingestellt, "-u0" schaltet die
Statuszeile ab
(für korrekte ANSI-Darstellung erforderlich).
6. FERTIG!
An sich müßte jetzt alles laufen. Natürlich
müssen die
Endanwendungen unter Windows noch angepaßt werden.
Hier kann
ich jedoch keine allgemeingültige Hilfe bieten,
da die Zahl dieser
Endanwendungen enorm hoch ist. Angefangen
vom einfachen Mailer über Telnetprogramme (z. B.
WinQVTnet) und
FTP-Clients bis hin zu WWW-Browsern wie dem Netscape
Navigator oder auch WWW-Servern
wie SerWeb können hier alle Applikationen, die man
auch im
Internet-Bereich verwenden kann, an WinSock angeschlossen
und für
TCP/IP via JNOS verwendet werden.
2.4 Fehlerbehebung
------------------
Leider ist dieses Kapitel momentan noch sehr kurz ;-), da bei mir alles
auf Anhieb problemlos lief und ich daher gar nicht wüßte, welche
Fehler auftreten könnten. Ich möchte mich zudem nicht als Profi
in dieser Hinsicht betrachten, so daß es durchaus vorkommen kann,
daß ich dem einen oder anderen selbst dann nicht weiterhelfen könnte,
wenn ich sein Problem kennte. Dennoch möchte ich mich nicht davor
drücken, meine Hilfe anzubieten. Jeder, der Probleme hat und das Ziel
dieses Textes nicht erreicht hat, möge mir eine Mail (Adressen unten)
schreiben, so daß ich informiert bin. Ich werde dann sowohl dem Ratsuchenden
sofort per Mail wie auch der gesamten Leserschaft gesammelt in dieser
Rubrik antworten, sofern ich das kann. Vielleicht entwickelt sich ja auch
ein FAQ.
3. Ausblick
===========
Im Hinblick darauf, daß Windows 3.1 aufgrund seiner 16-Bit-Struktur
doch als auslaufendes Modell zu betrachten ist, werde ich in nächster
Zeit auch unter WIN95 versuchen, dieses Projekt durchzuführen. Florian,
DL4NEC, ist ja bereits dabei und wird sehen, ob er es zustandebringt. Sollte
es bereits jemand ganz oder teilweise zuwege gebracht haben, bitte Nachricht
an ihn! Prinzipiell dürfte sich die Konfiguration wenig von der 16-Bit-Version
unterscheiden. Vorteilhaft ist der bereits in WIN95 integrierte WinSock-Treiber.
Vielleicht gibt es von WINPKT und PIPE auch mal eine 32-Bit-Version, so
daß
man sich hier nicht mehr mit halben Lösungen (16-Bit-Treiber unter
32-Bit-Betriebssystem) zufriedengeben muß.
Wer Interesse am Experimentieren hat (für den Funkamateur also
eigentlich ein ideales Tätigkeitsfeld), kann sich ja auch selbst einmal
daran versuchen.
Wir bitten um Zuschriften, falls es bei jemandem geklappt hat.
4. Copyright, Adressen, Haftungsausschluá
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4.1 Copyright
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Das Copyright dieses Textes liegt beim Autor, Sebastian, DL9NEC.
Der Text darf frei weiterverteilt werden, solange dies unverändert geschieht und der Name des Autors genannt wird. Wird der Text verändert und in diesem veränderten Zustande veröffentlicht, so ist auf die Änderungen hinzuweisen.
Für die in diesem Text genannten Textdateien IAKPAKET.TXT, WINIAK.TXT sowie WWWPAKET.TXT von Erik, KE4HSA, gelten die dort genannten Copyright-Vorschriften.
4.2 Haftungsausschluß
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Der Autor übernimmt keinerlei Haftung für eventuell auftretende Schäden an Software, Hardware, Gegenständen oder Personen, die durch die in diesem Text aufgeführten Maßnahmen entstanden sind.
4.3 Adressen
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Für Fragen steht der Autor unter folgenden Adressen zur Verfügung:
PR : Mail : DL9NEC@DB0SIF.#HES.DEU.EU
direkt: DL9NEC
via DB0BBG
Internet: E-Mail: neue Adresse ab 1. Juli (kann ab diesem Zeitpunkt
bei mir erfragt werden)
Auch für Anmerkungen, Verbesserungsvorschläge, Fehlermeldungen und Anregungen bitte ich um Mail an eine der oben genannten Adressen.
Da ich diesen Text nur so aus Bock geschrieben habe bzw. aus dem Grund,
anderen dasselbe zu ermöglichen, was ich hier laufen habe, werde ich
weder eine Postadresse noch eine Hotline-Telefonnummer bekanntgeben. Es
besteht auch kein Anspruch auf Support in irgendeiner Weise. ;-) Soweit
es sich einrichten läßt, werde ich natürlich trotzdem weiterhelfen
(siehe auch Kapitel
2.4).
(C) 1996 by Sebastian, DL9NEC
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Viel Erfolg beim Experimentieren!
Vy 73 de Sebastian, DL9NEC @DB0SIF.#HES.DEU.EU
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