| Die Entstehungsgeschichte
von DK0OG
Es war etwa Mitte 1978 als sich Hans (DD7MH) und Georg (DF7RG) zum ersten mal auf dem Band trafen. Hans der erst kurz zuvor die Lizenzprüfung abgelegt hatte, war vom gleichen VHF-DX Fieber erfasst worden wie Georg der bereits ein halbes Jahr länger QRV war. Beide trafen sich nun des öfteren um gemeinsame portabel Aktivitäten zu unternehmen, die bereits im Umfeld des jetzigen Standortes stattfanden. Zu diesen beiden gesellten sich dann innerhalb kürzester Zeit auch noch die neulizenzierten Om's DG2CE (nw DL3MBG), DG5CE (nw DL8MDD), DG5CH (nw DL5ROB), DL4MCD sowie einige altgediente Tropo DX'er aus dem OV wie DB9MJ (nw DL1MBG) und DB1MF (nw DL8MBF). 1980 hatten wir dann durch günstige Umstände die Chance unsere Aktivitäten auf einem Bauerhof, unserem jetzigen Standort, durchzuführen. Ab diesen Zeitpunkt wurde dann unter verschiedenen Rufzeichen an allen möglichen Contesten teilgenommen. Nachteil war, man musste sämtliche Antennen und Gerätschaften zu jeder Aktion auf- und abbauen. Bereits 1981 erlaubte uns dann der Hofbesitzer einen Kurbelmast mit etwa 18m Höhe aufzubauen, wo dann für die nächsten 9 Jahre die verschiedensten Antennenformen aufgebaut wurden. Da sich mittlerweilen ein sehr gutes Verhältnis zu den Hofbesitzern ergab, hatten wir jetzt auch die Möglichkeit in der Maschinenhalle unter dem Dach ein Shack auszubauen, welches dann im Frühjahr 1982 bezogen wurde. Endlich waren wir nicht mehr auf Auto und Zelt als Unterkunft angewiesen und man konnte auch die Stationsausrüstung vor Ort belassen. Ab diesen Zeitpunkt ergab sich auch, dass das Rufzeichen DK0OG im Ortsverband frei wurde. Die ehemaligen Nutzer des Rufzeichens, das Salesianer Heim in Burghausen, führte keinen Amateurfunkbetrieb mehr durch. Das war der Durchbruch für ein eigenes Clubrufzeichen für unsere UKW Aktivitäten. Von nun an gab es rege Aktivität um DK0OG, sei es, nur einmal einen Knall - Bumm Effekt (deren es mehrere gab) bei einer Röhren PA mitzuerleben. Das nächste große Highlight gab es dann 1989. Hans hatte die grandiose Idee einen 20m Gittermasten zu bauen. Der Bauer war einverstanden, und so konnten wir ans Werk gehen. Im nächsten halben Jahr erwartete vor allem Hans eine Menge Arbeit, da er die mechanischen Arbeiten auf dem elterlichen Bauernhof am besten erledigen konnte. Jedenfalls im April 1990 war es dann soweit, dass das Fundament betoniert und die ersten Mastteile montiert wurden. Aufgrund der hohen Windgeschwindigkeiten an unseren Standort beschlossen wir als Antennen die 17 ele von Tonna für 144 Mhz zu verwenden. Grund: Alles was sich biegt kann nicht brechen. Wir hatten auch bis dato, bis auf ein abgebrochenes Boomrohr, keinerlei mechanische Schäden an der Antennenanlage. Mitte September 1990 wurden dann auch die letzten mechanische Arbeiten durchgeführt und man wartete gespannt auf die ersten Signale. Hans hatte die Ehre das erste QSO zu führen, und nach seinem CQ Ruf mit nur 40 W Output anwortete YU1EW / KN04 mit einem 59 Signal aus 785 km Entfernung. Eine neue Ära rund um DK0OG begann. Viele weitere DX QSO's folgten; Entfernungen von bis zu 900 km konnten teilweise mühelos mit ein paar ausgesuchten Stationen überbrückt werden. Hauptschwerpunkt unserer Aktivitäten sind mittlerweilen Contestbetrieb, Meteorscatter, EME sowie der Betrieb auf den Mikrowellenbändern. Im laufe der Jahre gesellten sich auch noch Tom (DL2RMC) und Gunter (DC1GUN) zu unserer Runde um den Betrieb zu unterstützen und neue Aktivitäten aufleben zu lassen. Mittlerweile wurde im Jahr 2000 / 2001 das Shack erweitert, Geräte verbessert und erneuert, um 2002 wieder mit alter Kraft QRV zu werden. |