Konfigurationsanleitung für den TCP/IP-Einstieg mit dem AX.25-Protokoll auf DB0ZKA-10 unter Windows 95/98 (TCPIP.HTM)

1. Installation von PC/FlexNet 3.3g von Gunter Jost DK7WJ

Homepage von PC/FlexNet: http://www.afthd.tu-darmstadt.de/~flexnet/index.html

flexnet.jpg (8629 Byte)

Downloadseite von PC/FlexNet:  http://www.afthd.tu-darmstadt.de/~flexnet/downld.html

flxdown.jpg (3549 Byte)


Du brauchst folgende Pakete von der PC/FlexNet-Download-Seite:

FLEX95.LZH PC/FlexNet95 Control Center

entpackt bekommst du folgende Dateien: flexnet.vxd, flexctl.exe, flxapi32.dll, axroute.dll, flxtrace.dll, flxparms.dll, msvcrt.dll

FLEX95IP.LZH PC/FlexNet95 IP

entpackt bekommst du folgende Dateien: ipax.inf, ipax.vxd, flxdecod.dll, ipax.dll, iprmgr.dll

PCF.LZH PC/FlexNet Kernel

entpackt bekommst du folgende Dateien: flexpass.exe, flexnet.exe, flexnet.doc, show.exe, calib.exe, stat.exe, flex.exe, killappl.exe, fset.exe

Je nach Modemtyp die entsprechenden PC/FlexNet-Treiber downloaden:

6PACK.LZH für die Ansteuerung eines TNC´s mit 6PACK-Eprom (evtl. Eprom mit 6PACK.BIN brennen lassen und austauschen)

entpackt bekommst du folgende Dateien: 6pack.bin, 6pack.doc, 6pack.exe

SER12.LZH für BayCom / PC-COM-Modem 1.200 Baud

entpackt bekommst du folgende Dateien: ser12.doc, ser12.exe

Das BayCom-Terminal für PC/FlexNet 3.3g von Florian Radlherr DL8MBT auf der BayCom-Seite holen, denn die Version, die auf der FlexNet-Seite liegt ist veraltet, gibt eine Fehlermeldung aus und ist nicht Jahr-2000-fähig !

Das normale BayCom-Terminal mit L2-Treiber ist nicht für PC/FlexNet ! Bitte unbedingt darauf achten, daß es das für PC/FlexNet ist !

http://www.baycom.de

entpackt bekommst du folgende Dateien: bct.doc, bct.exe, help.bct


LHA.EXE in das Verzeichnis (Z.B. C:\FLX) kopieren oder abspeichern, in dem die gepackten FlexNet-Dateien liegen und LHA mit dem Befehl LHA x *.LZH ausführen. Die Dateien werden entpackt !

PKUNZIP.EXE ebenfalls in das Verzeichnis kopieren oder abspeichern und die BCT.ZIP mit dem Befehl PKUNZIP BCT entpacken, falls bei den PC/FlexNet-Treibern auch ZIP-Dateien dabei waren, diese nicht vergessen !

Unter Windows 95/98 geht´s natürlich auch komfortabler mit Winzip, bei dem sich auch die LHA.EXE einbinden läßt, diese ist aber nicht beim Winzip-Paket mit dabei.

winzip.jpg (33415 Byte)

winzip2.jpg (64162 Byte)


2. Konfiguration von PC/FlexNet in der AUTOEXEC.BAT

set flexnet=c:\flx        ; FlexNet-Pfad setzen, natürlich bei abweichendem Verzeichnis                           ; entsprechend ändern

path=%flexnet%            ; FlexNet-Pfad hinzufügen, wenn bereits eine Zeile mit PATH vorhanden ist,                           ; diese erweitern, z.B. path=c:\windows;%flexnet%;

lh flexnet                ; FlexNet-Kernel

lh 6pack 3 /b=9600 /c=1   ; je nach Modemtyp Treiber laden, Hilfe zu den Treibern gibt´s in den                           ; FlexNet-Dokumentationen und durch Aufruf des Treibers mit dem                           ; Parameter /h oder /?

flex                      ; FlexNet-Treiber aktivieren

fset mode 0 1200          ; Mode für FlexNet-Kanal 0 setzen, Baudrate auf der Funkseite angeben

fset txd 0 10             ; TxDelay für FlexNet-Kanal 0 setzen

pause                     ; Pause (Weiter mit beliebiger Taste), damit man bei Fehlern in der                           ; Konfiguration mit der Tastenkombination STRG+C abbrechen kann

Die Parameter-Zeilen "fset mode" und "fset txd" kann man dann später beim Betrieb unter Windows 95/98 weglassen, da diese im FlexNet-Control-Center unter "Parameters" eingestellt werden können. Die Parameter-Zeilen sind für den Start des BayCom-Terminals für PC/FlexNet notwendig.


3. Test mit dem BayCom-Terminal für PC/FlexNet 3.3g unter DOS

Die Tastenkombination STRG+C beim Hochfahren des PC´s, wenn die Meldung "Weiter mit beliebiger Taste" erscheint, gleichzeitig drücken. Somit sollte man sich in der DOS-Eingabeaufforderung befinden.

Der erste Aufruf des BayCom-Terminal für PC/FlexNet 3.3g erfolgt mit BCT Rufzeichen. Dann sollte es bereits möglich sein, die AX.25-Pakete auf der Frequenz mitzulesen und natürlich andere Stationen zu connecten. Bei Erfolg BayCom-Terminal für PC/FlexNet wieder beenden.

bct.jpg (123675 Byte)

4. Konfiguration der CONFIG.SYS

Ich hatte beim Betrieb von PC/FlexNet unter Windows 98 das Problem, daß es einen nervigen Systemcrash mit Reset des PC´s gab, wenn ich die MS-DOS-Eingabeaufforderung oder überhaupt nur ein DOS-Programm startete. Darum hier gleich vorab, es sollten keine Treiber, wie z.B. HIMEM.SYS oder EMM386.EXE vor dem Start von Windows geladen werden. Ich hatte mir schon anfangs ein Startmenü für Windows 98 erstellt und hab jetzt die Zeilen beim Start für PC/FlexNet deaktiviert.

[WIN98FLX]
; DEVICE=C:\WINDOWS\HIMEM.SYS /testmem:off
; DEVICE=C:\WINDOWS\EMM386.EXE
device=C:\WINDOWS\COMMAND\display.sys con=(ega,,1)
Country=049,850,C:\WINDOWS\COMMAND\country.sys

5. Start von Windows 95/98

Bei der DOS-Eingabeaufforderung WIN eintippen, oder wenn man den Rechner neu bootet, eine beliebige Taste drücken, um Windows zu starten. Beim Start von Windows 95/98 erscheint dann bei erfolgreicher Konfiguration das FlexNet-Control-Center mit dem Regenbogen-Logo und minimiert sich automatisch:

fcc.jpg (22908 Byte)     ->  fcc1.jpg (1632 Byte)

ftrace.jpg (54429 Byte)

fparam.jpg (11127 Byte)

Beim Aufruf von "Trace", im Menü des FlexNet-Control-Centers,  kann man die AX.25-Pakete, die auf der Frequenz empfangen werden, mitlesen. Die Station ist noch nicht erreichbar. Wer will kann den Terminalbetrieb mit dem Terminalprogramm Paxon testen, das man sich auf der Homepage http://www.paxon.de downloaden kann. Bei Paxon unter Extras -> Einstellungen -> Geräte -> Hinzufügen -> PC/FlexNet auswählen und Paxon neu starten. Somit sollte der Terminalbetrieb funktionieren. Paxon ist derzeit noch Beta, also keine großmächtigen Einstellungsmöglichkeiten erwarten !

Der Terminalbetrieb kann auch mit dem BayCom-Terminal für PC/FlexNet in der Eingabeeaufforderung getestet werden.


6. Installieren der Netzwerkkarte

So jetzt geht´s ans Eingemachte, die PC/FlexNet-Konfiguration unter Windows 95 werden viele schon vorher gemacht haben. PC/FlexNet wird wie eine Netzwerkkarte installiert, Ist also eine Netzwerkkartenemulation, es muß keine Netzwerkkarte eingebaut werden.

Unter Start / Einstellungen / Systemsteuerung / Netzwerk muß eine Netzwerkkarte mit der Bezeichnung "FlexNet IP -> AX.25" installiert werden. Dazu auf Hinzufügen -> Netzwerkkarte klicken.

fnetzw.jpg (37342 Byte) fnetzw2.jpg (27322 Byte)

Zur weiteren Installation auf "Diskette" klicken und auf das PC/FlexNet-Verzeichnis gehen.

fnetzw3.jpg (36702 Byte)

IPAX.INF auswählen und den weiteren Installationsanweisungen von Windows folgen :-) Windows-CD zum Kopieren der benötigten Dateien in das CD-ROM einlegen, evtl. den Windows-CD-Pfad angeben und auf "Fertigstellen" klicken. Rechner neu starten !

fnetzw4.jpg (18940 Byte)

Nach dem Neustart des Rechners muss die Netzwerkkarte "FlexNet IP-> AX.25" installiert sein:

fsys.jpg (48034 Byte)


7. Konfiguration der Netzwerkkarte "FlexNet IP -> AX.25" und des Protokolls "TCP/IP -> FlexNet IP -> AX.25"

Was im Register "Identifikation" im Netzwerk steht ist egal, der Computername braucht nicht auf ein Rufzeichen umgestellt werden. Bei den Eigenschaften der Netzwerkkarte "FlexNet IP -> AX.25" im Register "Treibertyp" kann nur der "NDIS-Treiber für erweiterten Modus (32-Bit und 16-Bit)" eingestellt werden. Im Register "Bindungen" darf nur ein Häkchen bei "TCP/IP -> FlexNet IP -> AX.25" gesetzt sein !

ftreiber.jpg (23892 Byte) fbind.jpg (27304 Byte)

Bei den Eigenschaften des Protokolls "TCP/IP -> FlexNet IP -> AX.25" im Register "IP-Adresse" die Option "IP-Adresse festlegen" aktivieren und die zugewiesene IP-Adresse des IP-Koordinators eintragen, darunter ist zu verstehen, daß dem eigenen Rechner eine eigene IP zugeteilt wird, die von SysOp´s erfragt werden muss. Wende dich wegen der Zuteilung für den Einstieg bei DB0ZKA-10 an Johannes DC1MJK@DB0ZKA.#BAY.DEU.EU ! Die IP, die dir zugeteilt wird, wird auf dein Rufzeichen freigeschaltet. Die IP, die hier im Bild angegeben ist, ist meine eigene IP ! Bei "Subnet Mask" die Nummer 255.0.0.0 eintragen.

fownip.jpg (39212 Byte)

In sämtlichen anderen Registerkarten nichts aktivieren ! Beim Register "WINS-Konfiguration" -> "WINS-Auflösung deaktivieren" / Beim Register "Gateway" keinen Gateway hinzufügen.

fwins.jpg (37016 Byte) fgate.jpg (34334 Byte)

Beim Register "DNS-Konfiguration" -> "DNS deaktivieren" / Beim Register "NetBIOS" kann nichts verstellt werden.

fdns.jpg (34730 Byte) fnetbios.jpg (26474 Byte)

Beim Register "Erweitert" muss bei "Eigenschaft" -> "Kein" stehen. Kein Häkchen bei "Als Standardprotokoll definieren" setzen. Beim Register "Bindungen" darf kein Häkchen aktiviert sein. Bei Anwahl eines anderen Registers oder bei Klicken auf OK, kommt die Meldung "Es wurde kein Treiber für die Bindung gewählt - Möchten Sie jetzt einen Treiber wählen ?". Mit "Nein" antworten.

ferweit.jpg (31219 Byte) fbind2.jpg (34234 Byte)


8. Füllen der Datei C:\Windows\Hosts

Im Verzeichnis C:\Windows liegt eine Datei mit dem Namen hosts (Einfach nur hosts ohne Dateiendung, nicht hosts.txt oder hosts.sam !). Diese Datei muss mit folgenden Daten gefüttert werden. Die Daten sind nur beispielhaft und müssen der eigenen Umgebung angepasst werden. Bei mir war sie nicht vorhanden, musste sie selber anlegen.

hosts.jpg (35887 Byte)

44.130.58.38         dg1mhz.ampr.org dg1mhz

44.130.58.1          db0zka.ampr.org db0zka

hosts2.jpg (15724 Byte)

Die Datei muß nach folgender Struktur aufgebaut sein. IP-Adresse Tab-Zeichen Domäne Leerzeichen Rufzeichen. Als Beispieldatei dient hosts.sam. Eine noch bessere Möglichkeit ist eine aktuelle AMPR-Hostliste aus dem Internet oder Packet-Radio-Netz downzuloaden. Ich hab sie noch nicht gefunden :-) (Zitat DD1AAA: Diese war bei mir ca. 1,8 MB groß und enthielt alle aktuellen Hosteinträge des Hamwebs [weltweit]). Bei der ersten IP-Adresse, sollte man die eigene IP eintragen, dementsprechend mit eigenem Rufzeichen.


9. Einstellungen im FlexNet-Control-Center

Menü "Tools" - "IP Routes" öffnen. Dort wiederum "Edit" - "MyCall/Parameters" aufrufen und das eigene Rufzeichen in der Form DG1MHZ-10 einstellen. SSID -10 nicht vergessen ! Wie es mit dem "IP forwarding" steht, weiß ich selbst nicht so genau, hatte das eigentlich deaktivert, hat sich von selbst anscheinend wieder aktiviert. Hatte da gelesen, daß man es deaktivieren soll. Wer genaueres weiß, bitte Nachricht an mich !

fmycall.jpg (11128 Byte)

Neue Route einrichten mit folgenden Eigenschaften:

- Hostname db0zka.ampr.org (IP wird automatisch aus der Datei hosts gezogen, wenn man mit dem Mauszeiger auf den Hostnamen zeigt, wird    die IP angezeigt)

- AX.25-Call auf db0zka-10 setzen

- Option "Virtual Circuit" aktivieren

- "Via" auf den Einstiegs-Digi db0zka setzen

fip.jpg (27234 Byte)


10. Ping

Der TRX muss mit dem Befehl ping -w 30000 44.130.58.1 (oder einer anderen IP-Adresse auf Sendung gehen). Die Datei ping.exe liegt im Verzeichnis C:\Windows.

Ich habe ein Ping-Programm gefunden, das den Ansprüchen von Windows gerechter wird. Nach dem Start sieht das Programm bei mir so aus:

wsping32.jpg (35687 Byte)

Hier nach dem Ping:

wspingpi.jpg (76647 Byte)

Download:

WSPING32.EXE Programm (94 KB)

WSPING32.TXT englische Beschreibung


11. Einstellungen im Netscape Navigator

Im Menü Start "Netscape Communicator" - Ordner "Hilfsprogramme" gibt es den "Profil-Manager". Dort ein neues Profil anlegen, falls man den Netscape Communicator schon anderweitig benutzt (Z.B. für´s Internet). Den Netscape Communicator mit dem neuen Profil starten und die Einstellungen für das Hamweb vornehmen.

Menü "Bearbeiten" - "Einstellungen" öffnen. Dort dann "Erweitert" - "Proxy" aufrufen. "Manuelle Proxy-Konfiguration" aktivieren und auf die Schaltfläche "Anzeigen" klicken und folgende Einstellungen vornehmen:

- Typ HTTP: Adresse des zu verwendenden Proxy-Servers db0zka.ampr.org Port 8080

- Typ FTP: Adresse des zu verwendenden Proxy-Servers db0zka.ampr.org Port 0

- Typ Socks: Port 1080

fproxy.jpg (35939 Byte)

Die Startseite des Netscape Navigator auf db0zka.ampr.org oder http://www.db0zka.ampr.org stellen, dann sollte die Funkverbindung aufgenommen werden.


Das Dokument habe ich mit Hilfe der Dokumentation von Andreas DD1AAA vom 26.01.2000 erstellt. MNI TNX !

25.07.2000, Michael DG1MHZ@DB0ZKA.#BAY.DEU.EU