ARDF-Referat
Ergebnisse, Bilder und ein Bericht vom Peilseminar in Hochspeyer
30. April - 01. Mai 2000

2-m Trainingswettbewerb
30. April 2000			         max. Laufzeit: 120 Min

Platz Name	     Vorname	  Call	   DOK   Kat  Fox  Zeit

 1    Drews	     Christian    DL7APD   D04   S    5    69,18
 2    Drews	     Brigitte     DL7AFJ   D06   W    5    74,43
 3    Smit	     Elke	  SWL	   L10   W    5    84,33
 4    Gutmann	     Michael	  SWL	   A15   S    5    85,28
 5    Wittek	     Claus-Dieter DF8QJ	   L03   OT   5    86,47
 6    Smit	     Dirk	  DH1YHU   L10   S    5    99,15
 7    Berner	     Birgit	  SWL            W    5    99,20
 8    Gutmann	     Peter	  DK1SK	   A15   V    5   100,29
 9    Denzler	     Svenja       SWL            W    5   106,32
10    Denzler	     Thomas       DL3SAK   P06   OT   5   106,35
11    Weber	     Richard	  DF6ZV	   F16   OT   5   110,29
12    Schlafke       Jens	  DH3VJ	   Q17   S    5   117,40
13    Prantner       Marcus	  DB2MP	   P07   J    4   113,58
14    Prantner       Claus	  DK6TE	   Z55   OT   4   114,03
15    Stenner-Probst Aaron	  SWL	   N42   J    3   114,42
16    Probst	     Bernard	  DO1YBP   N42   S    3   114,49
17    Klinkhart      Jörg	  DG0OKS   X30   S    3   118,52
18    Schüler	     Horst	  DL1ZBR   F17   V   (4)  138,26

80-m Trainingswettbewerb
01. Mai 2000			         max. Laufzeit: 120 Min
						
Platz Name	     Vorname	  Call	   DOK   Kat  Fox  Zeit

 1    Drews	     Christian	  DL7APD   D04   S    5    36,00
 2    Drews	     Brigitte	  DL7AFJ   D06   W    5    38,03
 3    Smit	     Dirk	  DH1YHU   L10   S    5    39,53
 4    Gutmann	     Michael	  SWL	   A15   S    5    42,38
 5    Weber	     Andreas	  SWL	   F16   J    5    54,43
 5    Weber	     Richard	  DF6ZV	   F16   OT   5    54,43
 7    Prantner	     Marcus	  DB2MP	   P07   J    5    56,28
 8    Prantner	     Claus	  DK6TE	   Z55   OT   5    56,30
 9    Wittek	     Claus-Dieter DF8QJ	   L03   OT   5    58,24
10    Schlafke	     Jens	  DH3VJ	   Q17   S    5    59,20
11    Klinkhart	     Jörg	  DG0OKS   X30   S    5    63,45
12    Gutmann	     Peter	  DK1SK	   A15   V    5    65,48
13    Schüler	     Horst	  DL1ZBR   F17   V    5    71,40
14    Probst	     Bernard	  DO1YBP   N42   S    5    73,38
15    Smit	     Elke	  SWL	   L10   W    5    77,15
16    Denzler	     Svenja	  SWL	         W    5    86,24
17    Denzler	     Kim	  SWL	         W    5    86,39
18    Denzler        Robin	  SWL	         J    5    86,42
19    Denzler	     Thomas	  DL3SAK   P06   OT   5    87,15
20    Boiselle	     Roland	  DF9IE	   K06   S    5    89,29


Ausrichter:
Rainer Flößer   -  DL5NBZ
Ulrich Gödtner  -  DL8YBR
Dieter Schwider -  DF7XU
Die Bilder kann ich in guter Qualität per Email zuschicken.
Bitte Bild-Nr. angeben und hier drücken, um Email abzuschicken
2568 - Da müsst der Fuchs wohl sein 2573 - Und nun peilen wir mal im Dunkeln
   
2576 - Auf zum "Fröhlichen Jagen" 2580 - Übertragen der Füchse auf der Karte
   
2584 - Der Familienrat tagt 2601 - Er kann nicht mehr weit sein
   
2602 - Na bitte, den "Zweier" haben wir 2604 - Aber wo ist nur der "Fünfer?"
   
2607 - Michael und sein Peilbrett 2611 - Starlight-Express
   
2648 - Das Abendessen wartet 2652 - Erholung mit Minigolf
   
2656 - Getränkestand am Ziel 2657 - Festlegung der Standorte
Hallo Ihr Lieben ARDF-ler

Mein Herz schlug hoch, als ich am Freitag Mittag meine Arbeit niederlegen konnte, und den Renault Kangoo mit Taschen und Metallkoffern bepacken konnte, denn die zahlreichen Jugendherberge in Hochspeyer in der Pfalz war unser Ziel.
Birgit hatte zuvor alle Dinge von Kleidung bis Körperpflege in die Taschen verstaut, mit Ausnahme meines ARDF Equipments, für das ich selber sorgte. Zu meiner grossen Freude, fand sich im Auto noch genug Platz um mein "Bahnlegungs-Klapprad" mitzunehmen, daß ich vom Osterhasen (Birgit) geschenkt bekommen habe. Wenn schon Fahrrad, dann sollte es hinsichtlich seiner Eignung, für die von Birgit erhoffte beschleunigte Bahnauslegung, im extremsten Gelände getestet werden. Birgit schüttelte zwar verständnislos den Kopf, aber das klappbare Gefährt wurde trotzdem mitgenommen.
Nach guten 4 Stunden Fahrt kamen wir in Hochspeyer an, auf der großen Wiese vor dem Haus sonnten sich meine Schwester Elke mit Baby Felix (7 Monate) und Ihrem Freund und Papa Jens. Sie waren kurz vor uns aus Gerolstein, ihrem vorherigen Urlaubsort angereist. Jens ist leidenschaftlicher Fliegenfischer und kam in der Eifel eine Woche lang voll auf seine Kosten, nun war Elkes Part angesagt, das "Anfänger- und Ausrichterseminar Hochspeyer". Ihr Ziel war es, die Peiltechnik im 2 mtr. Band zu verbessern.
Ich finde dies ist ein schönes Bespiel wie sich verschiedene Hobbys miteinander kombinieren lassen. Birgit hatte die Motivation hinter die Geheimnisse des Peilempfängers um die Füchse auf 80 mtr. jagen zu können.
Ich für meinen Teil war nun zum dritten Mal hier, und habe einmal als Anfänger, das letzte mal als Ausrichter agiert, und war diesmal hier, weil es in Hochspeyer so schön ist und mir eine betriebliche Auszeit ganz gut tat. So hatte ich genügend Zeit anderweitig nützlich zu sein, und das Feuer meiner "Peilfreude" auf die anderen Teilnehmer zu zündeln.
So weit so gut, wir bezogen unsere sehr schönen Familienzimmer die mit eigener Dusche und WC recht komfortabel ausgestattet sind. Nach dem Auspacken unserer Sachen wurde es schon Zeit für das warme Abend-Essen, das jugendherbergsüblich um 18:00 Uhr serviert wird.
Nebenbei die Küche ist wirklich excellent und auf die vegetarische Ernährung meiner Schwester, wurde "leckere" Rücksicht genommen.
Was konnte es nach dem Essen besseres geben, als Bewegung?
Ich habe erst gar nicht lange gefragt, meinen Koffer mit den 6 Minisendern geschnappt, mich auf das ARDF-Rädchen geschwungen und war im Wald verschwunden. Nach einer halben Stunde kam ich wieder, und es konnte losgehen. Birgit und Elke je mit Siegfrieds HPE 2 "bewaffnet", Jens mit Baby Felix im Kinderwagen, und ich mit Rädchen und leerem Metallkoffer im Gefolge.
Ja ich hatte es geschafft, den Funken überspringen zu lassen, denn mit schnellem Schritt und rotem Kopf ging es den kleinen "Piepsies" an den Kragen. Einer nach dem andern wurde aufgespürt und wieder in den Koffer gepackt. Na wie man sieht, war der erste "Halbtag" doch schon ein guter Anfang. Mit gemeinsamen "Mensch ärgere dich nicht " Spiel, mit 10 cm großen Spielfiguren, beschlossen wir den Abend in der schönen JH.
Der Samstagmorgen begrüßete uns mit Sonnenschein, und gab eine Vorahnung auf einen wunderschönen Tag.
Nach dem wir uns am Frühstücksbüffet im sonnendurchfluteten Gruppenraum gestärkt hatten, konnte es los gehen. Da wir ja bis 12:00 Uhr, dem offiziellen Anfang des Seminares noch genug Zeit hatten, gingen wir erst einmal, in das unter Peilfans bekannte Schuhgeschäft, um zu sehen, ob geeignetes Schuhwerk für uns dabei war.
In der Zwischenzeit war schon Brigitte Drews (DL7AFJ)angereist, und sie begleitete uns in das Geschäft. Letztendlich hatte jeder von uns etwas passendes gefunden. Ja Freunde, demnächst werde auch ich mit Laufschuhen kommen, und kann meine Wanderschuhe auch wieder zweckentsprechend einsetzen.
So gegen 11:30 Uhr tat sich etwas in der JH und die Teilnehmer kamen aus den verschiedenen Himmelsrichtungen angereist.
Nein nein, ich konnte nicht nur einfach abwarten, sondern schwang mich wieder auf mein Rad und brachte innerhalb von 20 Minuten, 5 von meinen Minisendern rund um die JH in Position, sozusagen als Begrüßungsrunde. Dann war es auch schon 12:00 Uhr und wir für unseren Teil gingen erst einmal zum Mittagessen während die quirlige Masse ihre Zimmer bezog. Als ich beim "Wackelpudding" angekommen war, kam Dieter Schwider (DF7XU) in den Speiseraum und sagte, dass es Arbeit für mich gäbe, denn es seien auch viele gute Läufern unter den Teilnehmern, und ich solle eine große schwere Runde auf 80 mtr. auslegen.
Dieter bekam eine Schüssel Götterspeise und ich die Gelegenheit für die "Dreisamkeit" mit Fahrrädchen meinen 5 Peilsendern und den Postenschirmen. Mit einer Karte im Gepäck trat ich ins Pedal und in Windeseile war der 750mtr. Kreis überschritten und der erste Sender konnte positioniert werden. Und so ging es weiter und das Rad und meine Muskeln trotzden den Höhen des Pfälzer Waldes. Eine Bahn mit 8,5 Km Länge (Laufstrecke über alle Füchse) mit min. 150 Hm war dabei entstanden. Nach 1,5 Stunden war ich wieder an der JH und alle 5 Sender in der Luft, also konnte es los gehen. In der Zwischenzeit wurden die Minisender von den Teilnehmern gesucht und Dieter und Ulrich Gödtner(DL8YBR) hatten mit der 80 mtr Ausbildung begonnen.
Ich erstellte eine Startliste und wenig später gingen die ersten Läufer auf die Piste. Letztendlich wurden auch die Anfänger auf diese Bahn geschickt um hier ihr frisch erworbenes Wissen anzuwenden. Rainer Floesser (DL5NBZ) ging mit seinen Kindern Sonja mit deren Freundin Angela Schubert und Simon auf die Jagd nach zwei Füchsen. Thomas Denzler (DL3SAK) brachte mit seiner Tochter Kim sogar alle 5 Sender zur Strecke, wobei er die Zeitvorgabe von 120 min bis auf 6 Minuten aufbrauchte.
Unter den weiteren "Schülern" waren Jörg Klinkhart (DG0OKS), Andreas Weber, Fritz Weber(DF6ZV), Aaron Stenner-Probst,Bernhard Probst (DO1YBP), Michael Gutmann, Peter Gutmann (DK1SK), Claus Pranter (DK6TE), Marcus Pranter (DB2MP),Schlafke Jens (DH3VY), und Elke Smit. Mitgelaufen sind unsere erfahrenen Läufer Brigitte Drews (DL7AFJ), und Claus-Dieter Wittek (DJ8QJ) und auch Horst Schüler (DL1ZBR) durfte nicht fehlen. Nachdem der letzte Läufer wieder wohlbehalten im Ziel angekommen war, konnten die Sender eingesammelt werden. Dieter Schwider half mir dabei und sammelte die drei Sender die in der Nähe der Straße lagen ein und mein ARDF-Rad brachte mich und die anderen zwei Sender wieder gut zurück.
Es war 18:15 Uhr als ich den Speiseraum betrat und die "Meute" war mit denieren beschäftigt. In der Zwischenzeit war auch Brigittes Mann Christian (DL7APD) vom Distriktlauf aus den neuen Bundesländern zu uns gestossen und stärke sich am Abendbuffet. Nach dem Abendbrot legte ich noch eine kurze Foxoring-Strecke aus (2 Km) die von den meisten Teilnehmern als Verdauungsspaziergang genutzt wurde.
Um 21:00 Uhr berichtete Rainer im Seminarraum über verschiedene Bahnlegungen im gleichen Gelände unter Berücksichtigung der erwarteten Zielgruppe. So gegen 23:30 Uhr hörte ich dann den "Rückholer" unter meinem Bett ich konnte nicht anders, und musste ihm folgen.
So endete der ereignisreiche Samstag in den warmen weichen Federn.
Bereits morgens um 5:30 Uhr wurde ich wach und vom Tatendrang getrieben ging es nach dem synchronisiern der Sender hinaus in die frische Luft. Leider habe ich Birgit durch mein kramen in den Koffern geweckt, doch als ich ihr ins Ohr flüsterte, dass sie noch Zeit habe, drehte sie sich wieder um und setzte den Erholungsschlaf fort. Nachdem ich mich aus der JH herausgestohlen hatte , ging es daran eine 2 mtr. Bahn auszulegen. Diesmal ging es in den Wald um den Humberg und Sindels Berg. Nach einer guten Stunde war die Bahn ausgelegt und die Sender warteten auf den Ablauf der Zeitverzögerung. Diese Bahn hatte eine Länge (Laufstrecke über alle Sender) von gut 5,5Km wobei ebenfalls mindestens 150 HM überwunden werden mussten. Nach dem Frühstück um 8:00 UHR hatten die "Schüler" Ausbildung auf dem 2 mtr. Band auf dem Sportplatz während die mutigen Läufer bereits ihr Jagdglück ausprobierten. Schließlich absolvierten auch auf diesem Parcours alle Teilnehmer ihr Können oder ihr Üben, und brachten von 2 bis zu allen Sendern zur Strecke.
In der Zwischenzeit legten Rainer und Uli eine neue 2 mtr Bahn ausgelegt, die nach dem Mittagessen angegangen werden sollte. Hierbei hatte ich nun auch die Gelegenheit meine Technik zu verbessern. Nachdem ich meine 2 mtr Sender wieder eingesammelt hatte gab es auch schon Mittagessen. Wie schnell die Zeit vergeht, und ehe man so richtig müde wurde, fand man sich auch schon im Wald wieder, und suchte die schön versteckten Füchse.
An diesem Abend hatte Rainer auf unseren Wunsch hin, die Problematik des 2 mtr. Peilens anhand des Overhead-Projektors und schnell ausgeschnittenen Schablonen sehr gut und anschaulich erklärt. Ebenso sprachen wir über die Taktik von uns Läufern auf seiner, mit Ulli ausgelegten 2 mtr. Bahn.
Auch Charlies Kultfilm " Ein Tag im Mai" durfte an diesem Abend nicht fehlen. Es wurde auch heute Abend recht spät, ehe wir unsere Betten sahen.
Der Montag erwachte und auch dieser Tag sollte uns mit Sonne verwöhnen. Nach dem Frühstück legen Rainer und Uli eine Bahn aus, diesmal auf dem 80 mtr. Band, die auch der Abschluß der Aktivitäten bedeutete. Die Besonderheit war der getrennte Start und Zielort.
In der Zwischenzeit nutzen die Teilnehmer die Gelegenheit die Zimmer zu räumen und die Dinge in die Autos zu packen. Alle Teilnehmer und auch ein noch zu uns gestossener Gastläufer gingen dieses Abenteuer an, und kamen allesamt wieder wohlbehalten aus dem Wald zurück. Nach dem Mittagessen und dem Abschlussgespräch hies es Abschiednehmen und so zerstreuten sich die Peilsportler wieder in alle Himmelsrichtungen.
Birgit und ich hatten Glück, denn wir durften noch einen Tag länger hier im schönen Hochspeyer bleiben.
Die Quintessenz dieses Seminares 25 Teilnehmer, von denen nur einer an dem Ausrichterlehrgang interessiert war, der dann jedoch mangels Masse nicht abgehalten wurde, dafür gab es entsprechende Informationen für alle Teilnehmer in den "Abendrunden".
Die anderen Aktivitäten im Überblick:
zwei Läufe auf dem 2 mtr. Band
zwei Läufe auf dem 80 mtr. Band
ein Foxoring Lauf
ein Mini Lauf rund um die Jugendherberge
Was die technische Ausbildung der "Anfänger" betrifft vermag ich nichts zu berichten, da ich zu diesen Zeiten mit den Bahnlegungen im Wald beschäftigt war.
Für mich war es eine sehr schöne und trotz der vielseitigen Aktivitäten eine recht erholsame Zeit mit euch ARDF-lern in Hochspeyer.
Was macht Ihr eingentlich im nächsten Jahr um diese Zeit?
Alles Liebe und Gute
Euer Distriktpeilreferent Ruhrgebiet L Dirk Smit DH1YHU