Über DF0FFH...
...oder: Wie alles begann
Es war einmal ein Grundstück mitten im schönen Vogelsberg.
Bereits in den 70er Jahren wurde das heutige Gelände von DF0FFH von Karl
(DJ6BU) fuer Versuche auf dem 2 Meter- und 70 cm-Band genutzt.
Ein kleines Gelände ausserhalb einer Ortschaft, rundherum nur Felder,
mit zahlreichen Bäumen und einer kleinen Hütte, die als Shack dient.

Karl errichtete hier auch den 25m hohen Stahlgittermast, der uns heute für
die Aufnahme unserer VHF/UHF/SHF-Antennen dient. Doch dazu später...
Nach einem starken Sturm vor ca. 15 Jahren wurde die Antennenanlage auf dem
Grundstück völlig zerstört und danach auch nicht mehr neu aufgebaut.
1998 wurde Heinz, DD0ZL von dem Eigentümer angesprochen, ob er nicht an einer Nutzung des Geländes interessiert wäre.
Innerhalb des Ortsverbandes F17 Wetterau erklärten sich sofort einige
OM`s bereit, den Standort für unser gemeinsames Amateurfunk-Hobby wieder
zu aktivieren. Dazu gesellten sich noch einige Funkamateure aus den Nachbar-Ortsverbaenden,
so daß derzeit ca. 10 Aktive an dem Projekt arbeiten.
Bevor jedoch das erste QSO gefahren werden konnte, musste viel gearbeitet und
so mancher Schweißtropfen geopfert werden.
Immerhin war das Grundstück seit 15 Jahren verwaist und die Natur hatte
sich einen Großteil des Platzes zurückerobert.
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In unzähligen Arbeitsstunden wurden Bäume und Strauchwerk geschnitten,
Rasen gemäht und die Hütte mitsamt der gesamten Technik wieder auf
Vordermann gebracht. Dies gestaltete sich nicht immer einfach und auch die gemeinsamen Treffen zu den Arbeitseinsätzen mussten immer wieder verschoben werden, weil uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Im Winter ist das Gelände selbst mit Winterreifen fast nicht zu erreichen und auch nach starken Regenfällen sind die Zufahrten so aufgeweicht, daß man Mühe hat, den Platz anzufahren. |
Der Aufwand hat sich jedenfalls gelohnt. Mit DF0FFH verfügen wir heute
über eine Lokation in völlig unverbauter Lage mitten in der Natur.
EMV- und Personenschutzabstände sind hier ein Fremdwort und die geographische
Höhe in 500m über NN und die Antennenanlage sind für DX-QSO's
geradezu prädestiniert.
Für den nötigen Strom sorgt dank SWL Oscar eine 240 Ah-LKW-Batterie sowie der OV-eigene Gasgenerator.
| Auch in die Antennenanlage wurden zahlreiche Arbeitsstunden investiert. Der
25m hohe Stahlgittermast lässt sich glücklicherweise mittels einer
Seilwinde herunterkurbeln, so daß die Montagearbeiten am Boden erfolgen
können. Allerdings ist auch das Hochkurbeln so eines Kolosses eine ganz
schön schweisstreibende Angelegenheit, wie so mancher von uns schon an
einem kräftigen Muskelkater am nächsten Tag feststellen musste. Die Antennen wurden komplett neu errichtet, so daß uns heute eine Yagi-Gruppe mit 4 x 14 Elementen für 2m und 4 x 20 Elementen für 70cm sowie ein Parabolspiegel mit Kombi-Erreger für 23 und 13 cm zur Verfügung steht. |
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Natürlich spielte auch Murphy uns so manches mal einen Streich:
So wollten Heinz (DD0ZL) und Stephan (DL8FV, damals noch DG4NAW) unbedingt
an einem 2m/70cm-Kontest teilnehmen, aber der defekte Rotor war noch nicht ausgetauscht.
Also noch schnell zwei Stunden vor Kontestbeginn bei strömendem Regen den
Mast runterkurbeln, den Rotor austauschen und nach Norden ausrichten.
Nachdem alle Schrauben wieder festgezogen waren, den Mast wieder hochgekurbelt
und pitschenass ab ins warme Shack, um die Funkgeräte anzuschliessen. Hm,
warum zeigt das Steuergerät jetzt bloß exakt Süden an ? Dumm
gelaufen, natürlich hatte keiner von beiden den Stand des Steuergerätes
VORHER kontrolliert...
Es muss sicher nicht extra erwähnt werden, daß es just zum Ende der
Arbeiten aufhörte zu regnen...?
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Apropos Heinz... er musste beim Antennenaufbau im Spätsommer 1999 am eigenen Leib feststellen, was passiert, wenn man noch rasch die Antennen neu ausrichten will und die an den Mast angelehnte Leiter sich plötzlich an das Gesetz der Schwerkraft erinnert (hier kommt auch Murphy's Law wieder hinzu, Heinz befand sich natürlich zu diesem Zeitpunkt ganz oben auf der Leiter). Ein Fersenbein-Bruch war das Ergebnis, so daß er bis in den Herbst 2000 außer Gefecht gesetzt wurde. |
Das Rufzeichen DF0FFH wurde übrigens in Anlehnung an den privaten hessischen
Rundfunksender Hit Radio FFH gewählt. Von diesem Sender haben wir auch
die Genehmigung erhalten, deren Logo für unsere QSL-Karte zu verwenden.
Ausserdem haben wir für diesen Standort auch eine 50 MHz-Sondergenehmigung
erhalten, so daß auch einem ungestörten Betrieb auf dem "Magic
Band" nun nichts mehr im Wege steht.