Funkbrücke J5 aus der Sicht eines direkt Beteiligten
Hallo Frank-Dieter,kurzer Bericht zur Verbindung nach und mit J5:
(schade, dass Du nicht dabei warst, es war 'ne spannende Sache)Es ist unglaublich, dass die Expo überhaupt funktioniert !!!
Wir haben in der Vorbereitung der Sache mit mehr als 12 verschiedenen Stellen korrespondiert, um die nötigen Genehmigungen zu erhalten. Alle wussten nichts - jeder war für gar nichts zuständig und verwies uns an den
nächsten - alle waren wichtig und unfähig - fütchrterlich.
Die letzte und einer der wichtigsten Aussagen, war die des Expo-Direktors der AfricaHalle 12, Herrn Sonnenberg: O-Ton: Machen Sie, was Sie wollen, wenn Sie nicht die Halle beschädigen, ich stehe
hinter Ihnen! Rufen Sie mich an, wenn jemand nicht mitspielen will - ich kläre das sofort und direkt!Du kannst Dir vorstellen, wem wir bis zu dieser Aussage alles auf die Füsse getreten sind.
Aber in der Halle ist nur die eine Seite der Medaille - die Antenne muss nach draussen. Hier ist Gebäudemanagement - Sicherheit (diese Trottel in Uniform) - GTZ, als Mieter der Expo - Expo, als Mieter der Messe AG - usw. zuständig.
Um es abzukürzen:
Wir haben am Tag der Übertragung, Sonntag-Morgen um 07.00 h die Antenne (Rundstrahler) auf einem Kunststoffrohr 3 m hoch über dem rückwärtigen Halleneingang montiert - ohne jemanden zu fragen. Einzige Erlaubnis die uns vorlag, war: Seitens der Funkkoordinierungsstelle liegen keine Bedenken gegen die Amateurfunkantenne vor. (Eine Frequenz hatten wir gar nicht benannt - hi)
Eine Genehmigung für das Mitbringen des Materials hatten wir auch nicht, Karlo und ich sind mit verpacktem Material in einer Schubkarre einfach durch den Eingang Süd 2 geschoben, haben dumme Sprüche mit der Sicherheit gemacht - fertig.
Zwei Eintrittskarten hatten wir vom Oberbürgermeister gesponsert bekommen, für die anderen nutzten wir ein Loch im Zaun - fertig.In Hemmingen - bei Hans, DF5OZ, hatte ich Kontakt mit Baldur ab 09.00 h in einwandfreier Qualität. Doch wer nicht kam, war der Präsident. Dann erhielt ich die Info, eine Polizeieskorte fährt vor, dies habe sofort in die Halle
zu Karlo weitergegeben (09.50h), der die Moderation auf der Bühne machte.
Doch die Eskorte fuhr an Baldurs Hotel vorbei - kein Präsident. Schliesslich kam der Chef der Telecom Guinea-Bissau gegen 10.27h - also ca. 1 Stunde zu spät (für dortige Verhältnisse überpünktlich) aber das 17m Band ging schon fast zuEnde vom Lied: wir haben eine Übertragung zustande gebracht in mittlerer Qualität von J5>DL. Die Übertragung der Grüsse in landessprachlicher Mundart von DL>J5 kam dort mit 9+5 an und wird - wegen der guten Qualität - nun dort im örtlichen Radio dauernd wiederholt. Das kam also gut an.
Baldur ist inzwischen wieder in DL. Er wird zur Interradio in Hannover sein und einen Vortrag halten.
Der gesamte Funkverkehr ist auf CD gebrannt. Du kannst Dir alles später anhören.Nun hör auf zu lachen - und kümmere Dich um das nächste Steak.
Lb. Grüsse
73, Johannes